Theodor Kery WP 2/3, A-2491 Neufeld/L.
+43/2624/54014 - office@websteiner.com
Aktuelle Ausstellungen: „Die höfische Jagd der
Fürsten Esterházy“ vermittelt faszinierende Einblicke in die Jagdkultur
am Hofe Esterházy. Eine Jahresausstellung zur „Schlacht von Lackenbach“
widmet sich einem der bedeutendsten Gefechte auf dem Boden des heutigen
Burgenlands. Die Kath. Pfarrkirche hll. Petrus und Paulus ist in Fußweite erreichbar.
Das Schloss Lackenbach (ungarisch Lakompaki kastély) ist ein
Wasserschloss und steht südöstlich des Ortes Lackenbach im Burgenland,
Österreich. Es steht unter der Verwaltung der Esterhazy Betriebe AG.

Bis zum Jahre 1922 oblag die Verwaltung des gesamten
Esterházy-Forstbesitzes den beiden Forstinspektoraten Lackenbach und
Eisenstadt. Ab dem 1. Jänner 1922 wurden alle fürstlichen Forstgebiete,
inklusive der in Ungarn liegenden, dem Forstinspektorat Lackenbach
unterstellt, das seinen Verwaltungssitz im Schloss Lackenbach
einrichtete. Im Zuge dieser Neustrukturierung wurde auch eine
hierarchische Einteilung in die drei Verwaltungsebenen „Revierleitung"
- „Forstverwaltung" - „Forstinspektorat" vollzogen, die bis zum Tode
Fürst Paul V. Esterházys (1901-1989) aufrecht blieb.
Zum Jahreswechsel von 1938 auf 1939 erfolgte die „De-facto-Schließung"
der Grenze zu Ungarn im Sinne eines freien und ungehinderten Personen-,
wie Warenverkehrs. Somit konnte das Forstinspektorat Lackenbach seinen
steuernden Einfluss auf die in Ungarn liegenden Reviere fortan nicht
mehr ausüben.
Von den Anfängen der Familiengeschichte Esterházy im heute
burgenländisch-westungarischen Raum an wurde der Archivierung von Daten
und Abläufen über die Bewirtschaftung der herrschaftlichen Güter große
Bedeutung beigemessen. Dies schlug sich in der Anlage zahlreicher
fachlich korrekt geführter Archive nieder, so auch im Schloss
Lackenbach. Ausgerechnet im Jahre 1938 erfolgte, bereits als Maßnahme
der neuen Machthaber, die Unterschutzstellung dieses fürstlichen
Archives des Forstinspektorates ebendort.
Allerdings fielen diese Bestände den Wirren der Zeit im 20. Jahrhundert
zum Opfer: Wie ein ungewolltes Kind wurden sie von einem
Aufbewahrungsort im Schloss zum anderen verbracht. Dabei gerieten
Struktur und Ordnung des Archives gänzlich durcheinander. Und dennoch,
im neuen Millennium, konnten Mitarbeiter diese aufgrund ihrer Inhalte
so wertvollen Bestände auf den Dachböden der Schlosswirtschaftsgebäude
sichern und einer geordneten, noch immer laufenden Sichtung,
Konservierung und Neuordnung zuführen.

Mit Fortschreiten des Zweiten Weltkrieges gelang es dem
Forstinspektorat mit immer geringerem Erfolg, für ausreichend viele
Mitarbeiter den Status „UK" (Unabkömmlichstellung = Freistellung vom
Wehrdienst) zu bekommen. Als Ersatz wurden nach und nach Zwangsarbeiter
und Kriegsgefangene zugeteilt, die, so belegen es zahlreiche erhaltene
Dokumente aus der Administration, nahezu gleichwertig wie die eigenen
Mitarbeiter behandelt wurden.
Als Kind verbrachte der spätere Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky, der
über familiäre Wurzeln mit dem Ort verbunden ist, seine Sommerferien in
Lackenbach. Im Schloss einquartiert wohnte die Familie seiner Tante. So
war er ebendort oft zu Gast, das Schlossgelände, allem voran der
Bereich zwischen dem Selitzabach und den Wirtschaftsgebäuden, wurde zum
Spielplatz seiner Kindheit Einer seiner Spielkameraden in dieser
"Lackenbacher Zeit" war übrigens der spätere Schauspieler Helmut Lohner
(1933-2015).
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gelangten sämtliche
Esterházy-Besitzungen unter Kontrolle der USIA (Verwaltung des
sowjetischen Eigentums in Österreich), so auch das Lackenbacher
Schlossareal. Die neuen Verwalter unterzogen die feudale Baustruktur
einer funktionalen Umgestaltung im Sinne ideologischer wie
propagandistischer Zwecke. Das historische Verwalterstöckl (heute
Oberjäger I) erfuhr eine Umwandlung in ein Kino, in dem hauptsächlich
sowjet-verherrlichende Filme gezeigt wurden.
Das heutige Veranstaltungszentrum in der historischen Vorburg barg das
Geschäft der Lebensmittelgenossenschaft Konsum. Besondere Relikte
finden sich an den Wänden der Innenräume des sogenannten Granariums
(ehem. Getreidespeicher), einem der ältesten Gebäudeteile der
Schlossanlage: In Schablonentechnik sind Pamphlete wie „Kämpfen und
siegen wie Stalin" an den Wänden angebracht.

Im südwestlichen Quadranten der Lackenbacher Schlossanlage befindet
sich bis zum heutigen Tag die Schlosskapelle. Sie wurde nach einem
Brand im Jahre 1787 vollends zerstört, danach wieder aufgebaut und
erfuhr Anfang des 20. Jahrhunderts in ihrem Inneren erneut eine
komplette dekorativ-inhaltliche Neugestaltung. Bemerkenswert ist dabei
jedenfalls die Darstellung der vier lateinischen Kirchenheiligen
Ambrosius, Georgius, Augustinus und Hieronymus, die in den Ecken der
quadratischen Raumdecke positioniert sind; im Zentrum thront der
Heilige Geist im Strahlenkranz.
Bis ins Jahr 1962 fungierte dieses katholische Gotteshaus als
Pfarrkirche der Bevölkerung Lackenbachs, schlug somit auch eine Brücke
im Dorfleben zwischen der Bevölkerung und der Fürstenfamilie bzw.
geographisch betrachtet zwischen Schlossareal und Dorf. Einige Statuen
und Gemälde der heutigen Dorfkirche in Lackenbach stammen noch aus der
früheren Schlosskapelle - so zum Beispiel das Altargemälde, das den
heiligen Nikolaus zeigt.
1979 kommt es zur Schließung des Sägewerkes Lackenbach, das für die
Bevölkerung der Ortschaft wie auch des Umlandes über Jahrzehnte hinweg
eine große wirtschaftliche Bedeutung hatte. Die Tradition der
Holzverarbeitung im Schlossareal von Lackenbach reichte bis in das 19.
Jahrhundert zurück und findet bis in unsere Tage in dem erhaltenen
Gebäude der alten Dampfmühle (im östlichen Teil des Areals, direkt an
der Parkmauer gelegen) ihren Beleg. Das Sägewerk selbst war 1960/61 aus
Eigenmitteln der Domäne Esterházy um mehr als sechs Millionen Schilling
zu einer modernen Verarbeitungsanlage von Holz umgestaltet worden. Es
war danach für viele Jahre das größte und modernste seiner Art in
Ostösterreich.

Wenngleich Schloss Lackenbach längst zu einem bedeutenden Zentrum der
Esterházy Wirtschaftsbetriebe geworden war, blieben die historischen
Zeugnisse des Areals, die sich in Gebäuden wie auch in den Resten des
Renaissancegartens erhalten hatten, von der Öffentlichkeit nahezu
unbemerkt, vor allem aber für sie unzugänglich. Durch glückliche
Umstände hatten die historischen Denkmäler der Anlage die
einschneidenden Entwicklungen des 20. Jahrhunderts teilweise
unbeschadet überstanden, das Schloss schlummerte über Jahrzehnte im
Dornröschenschlaf.
1989 starb mit Fürst Paul V. Esterházy der letzte Majoratsherr in der
Familiengeschichte. Er hatte seine Frau Melinda als Universalerbin
eingesetzt. Sehr rasch stellte sie mit ihren Entscheidungen die Weichen
für Schloss Lackenbach, sodass dieses besondere Baujuwel seinen Platz
als Botschafter der wechselhaften Geschichte seiner Region und der
Familiengeschichte Esterházy im kommenden Millennium einnehmen kann.
Fürstin Melinda Esterházys Engagement zur umfassenden Revitalisierung
der historischen Bauten der Schlossanlage ermöglichte ab 1995 eine
Sanierung des Hauptgebäudes aus dem 18. Jahrhundert und seiner
Nebengebäude. Zuvor schon stellte die Fürstin durch die
Stiftungsgründungen ab 1993 die Weichen für eine dauerhafte Bewahrung
des historischen Erbes vor Ort und Erhaltung seiner historischen
Kontinuität als bauliches Kernstück der Geschichte der Familie
Esterházy. So erlebte der Standort rasch eine Wiederbelebung in seiner
Nutzung.
Diese Revitalisierung stand auch in direktem Zusammenhang mit dem
Wirken von Oberförster Ing. Gottfried Horvath. Seinem unermüdlichen
Einsatz war es zu verdanken, dass das Schloss Lackenbach zu einem
beliebten Ausflugsziel avancierte und die zahlreichen im Schloss
durchgeführten Veranstaltungen über viele Jahre hinweg regen Zustrom
fanden.

Auf den ausdrücklichen Wunsch und die Initiative von Fürstin Melinda
Esterházy wurde im Jahr 2000 das ambitionierte Museumsprojekt „Der
Natur auf der Spur" im Schloss Lackenbach umgesetzt und eröffnet. Das
Museumskonzept beinhaltete einen modernen museumspädagogischen Zugang
zur Themenerschließung, getragen von innovativen Ideen zur Vermittlung
von Inhalten und großzügig angelegten Stationen auf dem
Ausstellungsrundgang, die das Interesse sowie Interaktion der
Besucherinnen und Besucher erweckten. Das Museum wurde wenig später zum
ersten Mal mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet.
In den Jahren von 2006 bis 2008 wurde der äußere Schlosshof
neugestaltet. Bemerkenswert ist hier der zum Teil über 100 Jahre alte
exotische Baumbestand mit Mammutbäumen und einem Riesenlebensbaum, der
somit seinen Ursprung in der Zeit der Entstehung des Burgenlandes fand.
2012 wurde das Kenotaph des Matthias Tarródy in Abstimmung mit der
Gemeinde Lackenbach und dem Bundesdenkmalamt auf das Schlossgelände
verlegt, umfassend restauriert und so räumlich-historisch mit den 400
Jahre zurückliegenden historischen Ereignissen ebendort
kontextualisiert. Das Denkmal war 1953 von seinem ursprünglichen
Aufstellungsort aus der sogenannten „Tarródy-Breite" (heute
Tarródy-Gasse) in die Bahngasse verbracht worden.
Im historischen Gebäude des „Verwalterstöckls" wurde nach eingehender
Befundung und behutsamer Restaurierung 2018 das Areal des Schlosses
auch zum Hotelstandort. Im April öffnete dort das Gästehaus „Zum
Oberjäger" seine Pforten. Zwei Jahre später folgte die Vermietung der
Zimmer im Hauptgebäude des Schlosses unter dem Namen Boutique Hotel
„Zum Oberjäger". Bei Befundungen im EG des Ostflügels wurden für das
Burgenland sehr alte und somit bedeutende Stuckornamente gefunden. Eine
erste funktionale Analyse des Raumes mit seinem wunderschönen Gewölbe
deutet den Raum als Backstube/Bäckerei bzw. Eisenkammer.

Der Renaissancepark von Schloss Lackenbach teilte sich zeittypisch in
einen „Hofgarten" (Zier- und Gemüsegarten) und einen „Tendlgarten"
(Dammhirschgehege). Heute durchquert ihn der FELDWEG in einem Rundkurs.
Den Pfad des Künstlers Lois Weinberger, ausgehend von einem
Skulptur-Salettl im zentralen Arboretum, begleiten sieben
Wegrandhäuser, deren Farben von unterschiedlichen Pflanzen abgeleitet
sind. In ihrem Inneren finden sich je ein Gedicht und ein Stempel, mit
dem sich individuelle Weg-Netzwerke zusammenstellen lassen.

DER KENOTAPH VON MATTHIAS TARRÓDY
Graf Nikolaus Esterházy hatte sich 1620 im Zuge der politischen
Auseinandersetzungen zwischen Kaiser Ferdinand II und Gabor Bethlen in
sein Wasserschloss Lackenbach zurückgezogen, da er seine sichere
Festung Landsee nicht mehr hatte erreichen können, um sich vor Bethlens
Truppen in Sicherheit bringen zu können. Der habsburgtreue Esterházy
wurde schließlich von den feindlichen Soldaten belagert, hielt sie aber
mit Verhandlungen hin und erhoffte jeden Moment das Eintreffen der
kaiserlichen Hilfstruppen unter General Henri Duval Graf Dampierre.
Dieser war von Wiener Neustadt aus aufgebrochen, um ihn aus seiner
misslichen Lage zu befreien. Letztlich trafen die kaiserlichen Soldaten
noch rechtzeitig ein und konnten mit dem beherzt aus dem Schloss
ausfallenden Esterházy und gemeinsam mit den tapferen, zur Hilfe
geeilten Neckenmarkter Bauern die drohende Schlosseinnahme abwenden -
die Belagerer waren bezwungen. Ein Unterkommandant des feindlichen
Lagers, Matthias Tarródy, war im Gefecht durch eine Kugel verwundet
worden und samt seinem Pferd in jene Grube gestürzt, die er zuvor als
Grab Esterházys ausheben hatte lassen, falls dieser sich nicht ergebe.
Durch den Sturz hatte nun er selbst den Tod gefunden.
In den historischen Schilderungen taucht Matthias Tarródy zwar nicht
auf, auch nicht die für Graf Esterházy ausgehobene Grube, in der jener
lebendig begraben werden sollte. Jedoch nennt eine heute noch
existierende Inschriftentafel von 1623 eindeutig Matthias Tarródy als
jenen, für dessen Grab die Tafel gedacht war:
„HIER LIEGT DER IN DER SCHLACHT BEI LAGKENBACH GEFALLENE ERSTE FELDHERR
DES FÜRSTEN BETHLEN, NAMENS MATTHIAS TARRODY, BEGRABEN, ALS NIKOLAUS
ESTERHAZY VON DER BELAGERUNG BEFREIT MIT UNTERSTÜTZUNG VON DAMPIERRE
SIEGREICH WAR. IM JAHRE 1623".
Somit kann die Inschriftenplatte dem ehemals von Esterházy für Tarródy
errichteten Grabdenkmals zugeschrieben werden, der Rest des Denkmals
ging in den 1950er Jahren verloren und wurde neu geschaffen. Der
Überlieferung nach wurde Tarródy samt seinem Pferd, seinem Hund und mit
allen Ehren in der für Esterházy auf einem Hügel ausgehobenen Grube
bestattet. Am Beginn des 19. Jahrhunderts ließ der damalige Verwalter
von Schloss Lackenbach das Grab Tarródys öffnen, um die Legende zu
prüfen und tatsächlich stieß man auf ein menschliches Skelett und auf
das eines Pferdes sowie eines Hundes, was die Legende rund um Tarródys
Tod und die Errichtung eines Grabdenkmals für ihn durch Graf Nikolaus
Esterházy letztlich bestätigten sollte.
1953 fand das Denkmal seine Aufstellung an der Bahnstraße gegen das
östliche Ortsende von Lackenbach und 2012, rund 60 Jahre später, wurde
es nun abermals verbracht und steht heute im Areal von Schloss
Lackenbach, wo es einen würdigen Ort des Gedenkens an die Schlacht 1620
und Matthias Tarródy gefunden hat.

Die höfische Jagd der Fürsten Esterházy
Besungen in zahllosen Weisen, gelebt durch Jahrhunderte mit Passion,
war die Jagd untrennbar mit aristokratischem Selbstverständnis, Prunk
und Macht verwoben. Die Fürsten Esterházy lebten mit Leidenschaft und
der Aufwendung enormer finanzieller Mittel ihre Jagdlust in den
weitläufigen Herrschaften und darüber hinaus.
Mit Palatin Nikolaus Graf Esterházy
(1583-1645) begann nicht nur der Aufstieg der Familie in höchste Ämter
und Würden des Königreichs Ungarn, sondern auch gelebte Jagdtradition
durch die folgenden Jahrhunderte. Seine Herrschaften Eisenstadt,
Forchtenstein und Lackenbach/Landsee waren zum Teil bereits seit der
Zeit Kaiser Maximilians I. ertragreiche Jagdgebiete. Als Vizekönig
Ungarns war eine repräsentative Hofhaltung erforderlich, die vor allem
in Schloss Lackenbach stattfand, das er mit einem Tiergarten versah.
Fürst Paul I. (1635-1713), sein
Sohn, vergrößerte den Familienbesitz und baute seine Residenz
Eisenstadt nach modernsten Standards um. Er war zeitlebens bestrebt,
Rang und Macht zu legitimieren und brachte dies u. a. mit dem Umbau der
Parismühle (nahe der heutigen Ortschaft Trausdorf) in ein
Jagdschlösschen mit Fasangarten und Jägerhäusern zum Ausdruck.
Mit Paul II. Anton orientierten
sich die Fürsten Esterházy noch mehr an den kulturellen Entwicklungen
Europas, was sich auch in ihren Jagdvorlieben niederschlug.
Freundschaftlich mit den Habsburgern verbunden, durch diplomatischen
Dienst bestens in der europäischen Hocharistokratie vernetzt und reich
an Erfahrung und Wissen über die jagdlichen Gepflogenheiten von
Frankreich bis nach Italien, begründete Paul II. Anton eine Falknerei.
In Eisenstadt und Kittsee errichtete er Tiergärten und war Gastgeber
für erlauchte Jagdgäste.

Sein Bruder, Fürst Nikolaus I.
(1714-1790), übertraf Paul Anton an Prachtentfaltung und begründete mit
Schloss Eszterháza das „Esterházysche Feenreich", zu dem auch eine
glänzende Festkultur gehörte, die Jagdvergnügen auf höchstem Niveau
miteinschloss.
Nach einem kurzen Intermezzo gemäßigter Jagdfreuden unter Fürst Anton I. (1738-1794), betrieb sein Sohn Nikolaus II.
(1765-1833) seine Jagdleidenschaft umso exzessiver. Nikolaus wandelte
das Gebiet um Eisenstadt zu einer Kulturlandschaft, kaufte Mobilien in
Frankreich, Italien, Deutschland, die Insel Mainau und sammelte Kunst
und Literatur auf höchstem Niveau. In Eisenstadt entstand der
Marientempel für jagdliche Dejeuners, er jagte im alpinen Gebiet der
Herrschaft Pfannberg und ging mit Gästen der Hocharistokratie in den
Tiergärten und Wäldern von Ozora (Ungarn, südlich des Balaton) auf die
Jagd. Die Abschusslisten waren gigantisch und die Kunde von den Jagden
des Fürsten reichte bis nach Frankreich. Mit seinem Tod fanden die
großen Jagden in uneingeschränktem Rahmen auf europäischem Terrain,
unter anderem auch den gesellschaftlichen Umwälzungen geschuldet, ein
Ende. Zeugnisse dieser durch die Jahrhunderte gelebten Jagdpassion der
Fürsten Esterházy sind unter anderem die zahlreich erhaltenen
Jagdgewehre, darunter Windbüchsen, Vogelflinten, Radschlossbüchsen,
Gewehre für Knaben, aber auch Kuriositäten wie ein Wilderergewehr.
Armbrüste, etliche Jagdspieße und Jagdnetze sind ebenfalls Teil der
einst eingesetzten Mittel zur Jagd.
Das Thema Jagd fand auch Eingang in die Bibliothek der Esterházy und
zeigt etwa mit Elias Ridingers berühmten Kupferstichen bis heute einen
anschaulichen Querschnitt der unterschiedlichen Jagdformen und wie sie
zu erfolgen hatten. Wie das Jagdpersonal der Fürsten in der ersten
Hälfte des 19. Jahrhunderts gewandet war, führen eine Gala-Livrée für
festliche Anlässe und eine Campagne-Livrée für den Alltag, die eine
Besonderheit in der Sammlung Privatstiftung Esterhazy darstellen, vor
Augen.

Auch an den prächtigen Festtafeln war das Thema Jagd präsent und so
speisten die Fürsten Esterházy und ihre Gäste von erlesenem Porzellan,
das mit galanten Jagdszenen geschmückt war. Die Ausstellung in Schloss
Lackenbach bietet einen Streifzug durch die Welt der höfischen Jagd und
vermittelt anhand historischer Exponate aus vier Jahrhunderten
Jagdkultur am Hofe Esterházy.




Die Parforcejagd (frz.: mit
Kraft), eine Hetzjagd zu Pferd mit Hundemeute, wurde unter Ludwig XIV,
zu ihrer Vollendung geführt. Von Frankreich ausgehend, fand diese
Jagdform auch an anderen europäischen Adelshöfen passionierte Anhänger.
Sie war hochgeschätzt, da hierbei versucht wurde, ohne Hilfsmittel wie
Netze, Fallen oder Schusswaffen ein edles Wild zur Strecke zu bringen.
Meist jagte man über Stunden auf einen bestimmten Hirschen, der sich am
Ende erschöpft der Hundemeute stellte und den tödlichen Fang erhielt.
Es wurde das Halali geblasen (frz.: ha, hier liegt er), und dem
Jagdherrn als Trophäe der rechte Vorderlauf überreicht.

Elementevase „Erde"
Modell von Johann Joachim Kaendler 1741/42, Deckel: wohl 1847
Vasenkorpus: Meissener Porzellanmanufaktur, Deckel: Wiener Porzellanmanufaktur
Porzellan, staffiert
Marken: Schwertmarke (Vase), Bindenschild (Deckel)
Die Elementevase zeigt die Hetzjagd auf Rot- und Schwarzwild, bekrönt
durch die Jagdgöttin Diana, und wurde vom bedeutendsten Meissener
Modelleur des 18. Jahrhunderts hergestellt. Eine erste Ausformung war
als Ensemble mit vier weiteren Aufsätzen für König Ludwig XIV. in
Versailles bestimmt.


Schloss Lackenbach ist noch heute im Besitz der Familie Esterházy, ist
in einer Privatstiftung eingebracht und dient als Sitz der
Forstverwaltung. In der Vorburg ist ein kleines Museum, das der
heimischen Jagd, Fauna und Flora gewidmet ist, untergebracht.


Schloss Lackenbach
Das Schloss wird erstmals 1553 im Kaufvertrag der Herrschaft Landsee
durch Graf Nikolaus Oláh, Erzbischof von Esztergom/Gran, erwähnt. Der
Edelsitz fand Nutzung zu Wirtschafts- und Verwaltungszwecken und bot
durch seine Lage in der Ebene auch angenehmen Wohnkomfort.
Durch die Eheschließung von Palatin Graf Nikolaus Esterházy de Galántha
(1583-1645) mit Baronesse Ursula Dersffy de Szerdahely, die den Besitz
Erzbischof Olahs geerbt hatte, gelangte die Herrschaft
Landsee-Lackenbach 1612 in den Besitz des aufstrebenden jungen
Adeligen. Bis 1628 war Schloss Lackenbach nun seine Hauptresidenz und
durch sein Amt als Palatin, das Nikolaus ab 1625 bekleidete, auch Sitz
des ungarischen Vizekönigs.
Um das Schloss wurde ein 22 Hektar großer weitläufiger Park angelegt,
der in einen Hofgarten und in einen „Tendlgarten" gegliedert war. Der
Hofgarten diente einst als Zier- und Gemüsegarten, während der
Tendlgarten ursprünglich als Dammhirschgehege seine Verwendung fand.
Stiche und Gemälde des 17. Jahrhunderts geben einen Eindruck davon, wie
die prächtige Schlossanlage in das weitläufige Gartenareal eingebettet
war. Neben der praktischen Nutzung des Gartens mittels Wildbret,
Fischteichen, Obstbäumen und Gemüsebeeten erfüllte der Ziergarten der
Anlage selbstverständlich das Verlangen nach standesgemäßer
Repräsentation.

Potpourri
Wiener Porzellanmanufaktur 1744 bis 1749, Porzellan, glasiert; eingepresster Bindenschild
Potpourris bargen in ihrem Inneren Blütenblätter von Rosen, aber auch
Lavendel oder Duftessenzen, die mit Salz vermischt wurden. Die Vase war
Bestandteil eines Ensembles, das die vier Jahreszeiten - ein im 18.
Jahrhundert beliebtes Thema - versinnbildlichen sollten.

Kaffee- und Teeservice
Wiener Porzellanmanufaktur 1795/1796, Porzellan, bemalt; unterglasurblauer Bindenschild
Das Kaffee- und Teeservice zeigt auf allen Teilen jagdliche Szenen. Die
klaren und schlichten Formen weisen in Richtung Klassizismus. Da die
Jagd ein fixer Bestandteil des höfischen Lebens war, schmückte man vor
allem im 18. Jahrhundert auch Porzellanservice mit jagdlichen Themen.

Schloss Lackenbach
Zweite Hälfte 17. Jahrhundert, Öl auf Leinwand

Ursula Esterházy, geb. Baronin Dersffy (1583-1619)
Erste Gattin von Nikolaus Graf Esterházy, 1615, Öl auf Leinwand

Um 1800 wandelte sich die Nutzung des Tendlgartens zu einem
Esterházy-Wirtschaftszentrum mit Fruchtstadeln, Holzdepositorium,
Eisgrube, Bienenhütte, Feuerwehrhütte und schließlich in der zweiten
Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der fürstlichen Dampf-Säge und
Mahlmühle. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Tendlgarten das damals
größte und modernste Sägewerk des Burgenlandes errichtet.
Die Schlossanlage in Lackenbach folgt der Renaissanceidee der
symmetrischen Aufspaltung der Landschaft, die selbst heute noch
nachvollziehbar ist. Dies zeigt sich etwa durch die Flurlinien, die
Alleen, Hecken, Wassergräben, Wege sowie die umlaufenden Mauern und die
Anordnung der Bäume in den Streuobstgärten. Sie ist im
Erhaltungszustand für eine Renaissanceanlage einzigartig und ein sehr
rares Beispiel.
Häufig wurden die Renaissanceschlösser mitsamt ihren Gärten durch eine
Barockisierung überformt und verloren ihre einstige Architektur- und
Formensprache. Selbst wenn dies nicht geschah, wandelten sich die
meisten der verbliebenen Anlagen spätestens im 19. Jahrhundert auf
dramatische Weise und wurden dem architektonischen Zeitgeschmack
angepasst - dies war bei Schloss Lackenbach, das selbst einen Brand
1787 überstand, jedoch nicht der Fall.

DIE SCHLACHT VON LACKENBACH 1620
Im Herbst 1620, in den Anfängen des 30-jährigen Krieges, fanden die
militärischen Auseinandersetzungen zwischen Kaiser Ferdinand II
(1578-1637) und dem ungarischen Heerführer sowie zum ungarischen König
gewählten Gabor Bethlen (um 1580-1629) einen neuerlichen Höhepunkt.
Letzterer versuchte, die Schwäche des am zentraleuropäischen
Kriegsschauplatz engagierten Kaisers auszunützen und eröffnete eine
zweite Front im Osten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
zur Erstreitung der Unabhängigkeit Ungarns vom Hause Habsburg. Als
einer der wenigen ungarischen Adeligen blieb Nikolaus Esterhazy
(1583-1645), damals noch Baron, kaisertreu und konnte sich gerade noch
vor den vorrückenden Truppen Gabor Bethlens in seine Residenz in
Lackenbach zurückziehen, wo sich der feindliche Belagerungsring um ihn
schloss.
„Euer Gnaden können versichert sein,
daß Hilfe kommt und daß wir den Feind schlagen werden. Nichts ist
gewisser als das!" (General Henri Duval Graf Dampierre).
Esterházy hielt den Gegner mit Verhandlungen hin, hoffte aber auf das
überraschende Eintreffen kaiserlicher Truppen unter General Henri Duval
Graf Dampierre (1580-1620), Dieser war nach erfolgter Alarmierung vom
nahegelegenen Wiener Neustadt aufgebrochen, gelangte auf verdeckten
Wegen in der Nacht auf den Kriegsschauplatz und konnte den belagerten
Esterházy gerade noch rechtzeitig aus seiner misslichen Lage befreien.
Wenn auch der Überraschungseffekt im allerletzten Moment hergeschenkt
worden war, konnten die ungarischen Truppen doch vernichtend geschlagen
werden: Neben der vorrückenden eigentlichen Streitmacht des
kaiserlichen Entsatzheeres, griff Dampierres Reiterei ebenso beherzt an
wie die tapferen, zur Hilfe eilenden Neckenmarkter Bauern. Zudem
stiftete Esterházy mit einem mutigen Ausfall seiner eigenen Kräfte
gehörig Verwirrung in den feindlichen Reihen.
Der „erste Unterfeldherr" aus dem Lager Bethlens, Matthias Tamódy, war
im Gefecht durch eine Kugel getroffen worden und samt seinem Pferd in
jene Grube gestürzt, die er der Legende nach zuvor als Grab für
Nikolaus Esterházy hatte ausheben lassen, falls dieser sich nicht
ergebe. Durch den Sturz hatte er nun selbst den Tod gefunden. Nach
damaligem Brauch wurde der Gefallene mit Pferd und seinem gefreuen Hund
auf Veranlassung Esterházys schließlich ebendort begraben. Die
Inschriftentafel seines Grabdenkmals aus dem Jahre 1623 konnte 2012 auf
dem Schlossareal aufgestellt werden und ist nun für Besucher zugänglich.

Die Ereignisse um die Schlacht von Lackenbach, insbesondere der
nächtliche Heereszug des Generals Dampierre sowie die Geschichte um den
Tod und das Grab des Matthias Tarródy, haben auch in der
burgenländischen Sagenwelt ihren Niederschlag gefunden:
Die reitenden Geister
Der Ritter von Burg Schwarzenbach, einer mächtigen Feste im nahen
Niederösterreich, lebte mit dem Herrn von Anchenstein in erbitterter
Fehde. Beide schworen einander einen grausamen Tod. Da gelang es dem
Schwarzenbacher, den verhassten Feind bei einem Jagdausflug gefangen zu
nehmen. Er ließ ihn samt Pferd und Rüstung lebendig begraben. Noch
heute heißt ein Hügel unweit von Lackenbach „das Grab des Ritters". Burg
Anchenstein wurde aber so gründlich zerstört, dass nur der Name
Burgberg in der Nähe der Häusergruppe Trift an sie erinnert.
Graubärtige Ritter sollen in der Geisterstunde den verschütteten
Kellergewölben der Burg entsteigen und in stummem Ritt ihre Pferde zur
Tränke ans Sinnebachl lenken.
Die wilde Jagd
Eines Nachts befand sich ein Bauer mit seinem Sohn auf dem Heimweg von
St. Martin nach Lackenbach. Nach der Abzweigung bei Weppersdorf
gelangten sie in die Nähe des unheimlichen Burgberges. Plötzlich
brauste eine Reiterschar den Berg herab, geradewegs auf die beiden
Wanderer zu. Sie warfen sich seitwärts unter einen Holunderbusch; der
Lärm der donnernden Hufe ließ die Erde erzittern. Die Geisterschar
erreichte den nahen Bach und verschwand im Dickicht des Ufergestrüpps.
Da verebbte das Getöse mit einem Schlag und die Nacht wurde wieder
totenstill.
Neckenmarkter Fahnenschwinger
Den Neckenmarkter Bauem gewährte Nikolaus Esterházy fortan das Recht,
zur Erinnerung an die Schlacht an jeden Fronleichnamsfest während ihres
Umgangs eine Fahne zu schwingen. Jene Fahne, die 1620 den
Neckenmarktern den Weg nach Lackenbach ins Kampfgetümmel gewiesen hatte,
isr zwar längst verloren gegangen, doch besteht bis zum heutigen Tage
dieser Brauch als wichtiger gesellschaftlicher Bestandteil des
Gemeindelebens in Neckenmarkt und als außergewöhnliches Zeugnis
immateriellen Kulturguts im Burgenland, wenn auch mittlerweile unter
Verwendung eines mehrmals erneuerten Fahnenduplikats.


Die römisch-katholische Pfarrkirche Lackenbach steht auf einem
ansteigenden Längsacker in der Gemeinde Lackenbach (ungarisch:
Lakompak, kroatisch: Lakimpuh) im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland.
Sie ist den Heiligen Petrus und Paulus geweiht und gehört zum Dekanat
Deutschkreutz. Der Grundstein für die Pfarrkirche wurde 1953 gelegt. Im
Jahre 1962 erfolgte die feierliche Einweihung.

Die Kirche ist nach Norden ausgerichtet. Sie ist ein Saalbau und bietet
Platz für rund 300 Personen. Der Kirchturm steht im Süden in der
Fassadenachse. Das Kirchenschiff ist mit einer Tonne eingewölbt. Die
Einrichtung stammt aus der Bauzeit. Der Sandsteinaltar steht auf drei
Säulen. An der östlichen Kirchenwand hängt ein barockes Bild des
heiligen Nikolaus, ursprünglich aus der Schlosskapelle. Über dem
Hochaltar ist ein Kruzifix aus dem 18. Jahrhundert. Weiters gibt es
zwei Figuren aus Zirbenholz, die Heiligen Peter und Paul.

Die Orgel aus 1926 mit sieben Registern wurde von Josef Huber aus Eisenstadt gebaut.

Die Pfarrkirche Lackenbach wurde 1222 erstmals urkundlich als „ville
Sancte Marie“ erwähnt. Das bedeutet, dass zur damaligen Zeit eine
Kirche oder Kapelle existierte, die der heiligen Maria geweiht war.
1410 wird erstmals von einem Seelsorger in Lackenbach berichtet. Ab 15.
Jahrhundert wurde die Pfarre von der Pfarre Unterfrauenhaid aus
betreut. Zu dieser Zeit gab es in Lackenbach kein eigenes Gotteshaus.
Die Bewohner waren römisch-katholisch während der Grundherr aber
evangelisch war. In den Jahren 1548 bis 1552 wurden das Schloss
Lackenbach und die dazugehörige Kapelle nach Plänen von Erasmus Teuffl
errichtet. 1618 übernahm Fürst Nikolaus Esterházy das Schloss und holte
zur Missionierung der Bevölkerung zwei Jesuiten aus dem Kloster in
Trnava, in der heutigen Slowakei. Aus einem Visitationsbericht des
Bischofs von Győr, György Drašković, aus dem Jahr 1640 geht hervor,
dass Lackenbach zum damaligen Zeitpunkt eine Filiale von
Unterfrauenhaid war. 1663 wurde Lackenbach zur eigenständigen Pfarre
erhoben.

Anfangs diente die Schlosskapelle, die dem heiligen Nikolaus geweiht
war, als Treffpunkt der Pfarrgemeinde. Nach deren Brand im Jahr 1806
wurde der Speisesaal des Schlosses zur neuen Schlosskapelle
umfunktioniert. 1917 wurde erstmals in Erwägung gezogen, eine
eigenständige Kirche außerhalb des Schlosses zu errichten. Auf Grund
der beiden Weltkriege musste dieses Vorhaben aber auf längere Zeit
verschoben werden. Die bereits gesammelten Spenden gingen in den Wirren
der Weltkriege verloren. Erst Pfarrer Gustav Schwarz griff die
Kirchenbaugedanken im Jahr 1953 wieder auf. Die Grundsteinlegung
erfolgt am 10. Juli 1955. 1962 erfolgte die Einweihung der nach Plänen
von Johann Petermair errichteten Kirche durch Bischof Stephan László.


Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches
Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf
dem Schwarzenbacher Burgberg. Seit dem 18. Jahrhundert gehörte
Lackenbach zu den Fürstlich Esterházy’schen Siebengemeinden mit
weitgehend autonomer innerjüdischer Verwaltung. Der Ort gehörte, wie
das gesamte Burgenland, bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn).
Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in
Budapest der ungarische Ortsname Lakompak verwendet werden. Nach Ende
des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn
in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich
zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland
Burgenland.

Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag,
kann sich gerne dieses Video antun:
Kath. Pfarrkirche hll. Petrus und Paulus, Lackenbach, August 2023: