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Die Hütteldorfer Pfarrkirche ist ein römisch-katholisches Kirchengebäude im Bezirksteil Hütteldorf des 14. Wiener Gemeindebezirks Penzing. Sie ist dem Apostel Andreas geweiht.

Der freistehende neugotische Sichtziegelbau an der Linzer Straße 424
ist ein Werk des Architekten Richard Jordan. Das Kirchenareal ist von
einer Mauer und ein- bis zweigeschoßigen Nebengebäuden umgeben und wird
zur Linzer Straße hin von einem Schmiedeeisen-Gitter abgeschlossen.

Das Kirchengebäude besitzt im Süden einen Fassadenturm und wird im
Norden von einem Chor abgeschlossen. Dazwischen befindet sich das
Langhaus mit einem Querschiff. An der Ostwand befindet sich eine
Gedenktafel für Michael Denis mit einer von Vincenz Pilz geschaffenen
Reliefbüste des Schriftstellers und an der Westwand das Epitaph der
Fürstin Leopoldine von Liechtenstein.



Die Glasmalereien und die Inneneinrichtung stammen großteils aus der
Bauzeit der Kirche (1881/82), darunter die Bestuhlung, das Taufbecken
und der Beichtstuhl sowie die mit einem neugotischen Gehäuse
ausgestattete Orgel von Josef Ullmann und die neugotischen Altäre.


Der Hochaltar weist eine Arkadenreihe mit Figuren auf, die die Heiligen
Franziskus, Elisabeth von Thüringen, Leopold III. und Severin von
Noricum darstellen. Diese sind ebenso wie die Figuren der beiden
Seitenaltäre Arbeiten des Bildhauers Rochus Haas, der auch die
Kreuzwegreliefs schuf.


Die heutige Hütteldorfer Pfarrkirche wurde 1881/82 an Stelle des
ehemaligen Wirtschaftshofes der Pfarre errichtet und am 9. November
1882 eingeweiht. Die alte Pfarrkirche wurde 1887 abgetragen.
Innenrestaurierungen erfolgten in den Jahren 1959 und 1980. Der Turm
wurde 1979 und 1995 restauriert. Die Orgel aus 1882 mit 16 Registern
stammt von Franz Ullmann.

Ein Relief von Hans Schwathe an der Südwand des Querhauses stammt aus
dem Jahr 1943 und stellt einen Soldaten mit der heiligen Maria dar.
Eine Pietà-Plastik ist ein Werk Franz Barwigs des Jüngeren aus dem Jahr
1956.


Die Pfarre Hütteldorf wurde im Jahr 1356 vom damaligen Hütteldorfer
Grundherrn Wernhard Schenk von Ried gegründet. An ihn erinnert seit
1964 eine Gedenktafel an der Ostwand der Kirche. Die Pfarrpfründe
wurden vom Grundherrn mit erheblichem Besitz in Weinhaus (heute
Währing) ausgestattet, den sie bis 1683 innehatte. Im 19. Jahrhundert
war die alte gotische Pfarrkirche bereits so baufällig, dass 1864 ihr
Kirchturm abgetragen werden musste. 1873 übernahm Pfarrer Emanuel
Paletz die Pfarre und begann mit den Planungen für einen Kirchenneubau.




Älteren Datums ist ein vermutlich aus dem 16. Jahrhundert stammendes
Kruzifix in der Kirche. Die Kanzel hingegen wurde erst 1959 von Alfred
Balcarek geschaffen.




Das Kriegerdenkmal „Wachehaltender Soldat" am Vorplatz der Kirche wurde in den 1920er Jahren von Hans Fürst geschaffen.

Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag,
kann sich gerne dieses Video antun: