Kirche am Steinhof

von Otto Wagner in Wien Penzing, August 2023

Die Kirche am Steinhof (auch Kirche zum Heiligen Leopold) wurde von 1904 bis 1907 nach Entwürfen von Otto Wagner erbaut und gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke des Wiener Jugendstils. Das römisch-katholische Kirchengebäude befindet sich auf dem Gelände des Sozialmedizinischen Zentrums Baumgartner Höhe im 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing.

Otto Wagners Kirche St. Leopold am Steinhof zählt zu den bedeutendsten Bauten Wiens. Die erste moderne Kirche Europas wurde 1907 auf dem höchsten Punkt des weitläufigen Areals eines psychiatrischen Spitals eröffnet. Die Innenraumgestaltung bildet ein einzigartiges Ensemble der Wiener Moderne. Zu den künstlerischen Höhepunkten des großzügigen und hellen Kirchenraums gehören die Glasmosaikfenster von Koloman Moser.

 Otto Wagner Kirche am Steinhof, August 2023

Leopold Steiner (1857-1927) wurde als Sohn kleiner Leute geboren. Er begann seine Karriere als gelernter Zimmermaler, und machte einen bemerkenswerten Aufstieg in der christlichsozialen Partei. Als Landesausschuss-Referent und Oberkurator war er für die Errichtung der Anstalt der wesentliche Organisator dieser Unternehmung, die er als sein Lebenswerk betrachtete. Zwischen der Grundsteinlegung im Jahr 1904 und der Eröffnung im Jahr 1907 standen nur drei Jahre zur Verfügung. Angesichts der Größe des Areals - die Grundfläche der Anstalt ist fast so groß wie der 8. Wiener Gemeindebezirk - ist dies eine Meisterleistung die auch heutzutage ihresgleichen sucht.

 Otto Wagner Kirche am Steinhof, August 2023

Otto Wagners Kirche St. Leopold am Steinhof zählt zu den bekanntesten Bauten Wiens und gilt als ein Schlüsselwerk der Architektur des 20. Jahrhunderts. Die erste moderne Kirche Europas steht auf dem höchsten Punkt der ehemaligen „Niederösterreichischen Landes-Heil- und Pflegeanstalten für Nerven- und Geisteskranke". Wagners Kirche geht auf einen Wettbewerb im Jahr 1903 zurück. Die Pavillons des für damalige Zeit höchst innovativen Krankenhauses entwarfen Carlo von Boog und Franz Berger.

Wagner nahm für diesen Bau Anleihen bei berühmten Bauten der europäischen Architekturgeschichte, die Formensprache selbst ist jedoch frei von historischen Vorbildern, das Ornament konsequent modern. Die Verkleidung mit Marmorplatten stand für eine sparsame und hygienische Architektur - ein Anspruch, der sich auch im Inneren fortsetzte. Zu den Höhepunkten des Kirchenraums zählen die Glasmosaikfenster von Koloman Moser. Die gesamte Einrichtung wurde von Otto Wagner und seinem Atelier entworfen und ist ein einzigartiges „Gesamtkunstwerk" der Wiener Moderne.

 Otto Wagner Kirche am Steinhof, August 2023

Die Kirche St. Leopold am Steinhof zählt zu den bekanntesten Bauten Wiens und gilt als ein Schlüsselwerk der Architektur des 20. Jahrhunderts. Die erste moderne Kirche Europas steht am höchsten Punkt der 1907 eröffneten ehemaligen „Niederösterreichischen Landes-Heil- und Pflegeanstalten für Nerven- und Geisteskranke". Während die Pavillons und Nebengebäude der „Weißen Stadt" von Carlo von Boog und Franz Berger entworfen wurden, geht die Kirche auf einen Wettbewerb 1902 zurück, den Otto Wagner für sich entscheiden konnte. Die Kirche wurde 1904 bis 1907 errichtet. Wagner überarbeitete auch den ursprünglichen Lageplan des Krankenhauses, wodurch die Kirche zur Dominante der gesamten Anlage und zu einem weithin sichtbaren Wahrzeichen im Westen Wiens wurde.

 Otto Wagner Kirche am Steinhof, August 2023

Grund- und Schlussstein zum Bau des damals größten psychiatrischen Krankenhauses Europas wurden in der Kirche gelegt, woran bis heute zwei Gedenktafeln erinnern. Ihrer Widmung als Anstaltskirche gemäß war sie zunächst den Patientinnen und Patienten, deren Angehörigen und dem Krankenhauspersonal vorbehalten und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Zwischen 2002 und 2006 fand eine Generalsanierung statt. Seit 2022 steht die Kirche unter der Obhut des Wien Museums, dient aber nach wie vor als Gotteshaus.

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Der helle, in Weiß und Gold gehaltene Kirchenraum weist die klassische Raum-proportion 1:1 in Grundfläche und Höhe auf. Die Innenkuppel ist abgesenkt, das Gewölbe besteht aus einem Gerüst von T-Eisen, in das Rabitzplatten eingesetzt und mit Drahtschlin-gen verbunden sind. Die Eisenkonstruktion der Außenkuppel wird von den Pfeilern der Vierung getragen. Anders als die meisten Kirchenarchitekten seiner Zeit war Wagner um größtmögliche Funktionalität bemüht: Aus hygienischen Gründen sind die Wände bis zu einer Höhe von drei Metern mit Marmortafeln verkleidet, der gewellte Verputz darüber sollte für eine bessere Akustik sorgen. Das leichte Gefälle des Bodenniveaus (30 cm) verbessert die Sicht auf den Altar, die kurzen Kirchenbänke sollten im Notfall die schnellere Versorgung der Kranken ermöglichen. Die Ausstattung der Kirche war als Gesamtkunstwerk unter der Regie Otto Wagners und der Mitarbeit seines Ateliers gedacht.

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Die Altarmosaiken der beiden Seitenaltäre zeigen links die Verkündigung Mariens, rechts eine Mutter mit Kindern und Schutzengel. Die Entwürfe von Rudolf Jettmar (1869-1939) wurden von der Tiroler Glasmalerei- und Mosaik-Anstalt ausgeführt.

 Otto Wagner Kirche am Steinhof, August 2023

Otto Wagners Kirche St. Leopold am Steinhof zählt zu den bedeutendsten Bauten Wiens. Die erste moderne Kirche Europas wurde 1907 auf dem höchsten Punkt des weitläufigen Areals eines psychiatrischen Spitals eröffnet. Die Innenraumgestaltung wurde auf die Bedürfnisse der Patient:innen abgestimmt und bildet ein einzigartiges Ensemble der Wiener Moderne. Zu den künstlerischen Höhepunkten des großzügigen und hellen Kirchenraums gehören die Glasmosaikfenster von Koloman Moser.

 Otto Wagner Kirche am Steinhof, August 2023

Die Anordnung der Bleiglasfenster wurde von Otto Wagner so konzipiert, dass der Kircheninnenraum bestmöglich mit Tageslicht durchflutet wird. Die Glasmosaikfenster im Tiffany-Stil wurden von Koloman Moser entworfen und von Leopold Forstner geschaffen. Das westliche Fenster mit dem Sinnspruch „Wahrlich sage ich euch. Was ihr einem dieser meinen geringsten Brüder getan habt das habt ihr mir getan“ zeigt dabei die leiblichen Werke der Barmherzigkeit. Die Engel über den Heiligenfiguren halten demütig das Grabtuch Jesu. Die Ministranten senken bei Betrachtung von unten nach oben das Haupt.

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Ursprünglich als Anstaltskirche des Hl. Leopold bezeichnet, aber auch als Otto Wagner Kirche bekannt, handelt es sich bei der Kirche am Steinhof um einen der weltweit bedeutendsten Sakralbauten des Jugendstils. Sie bildet den höchsten Punkt des Krankenhausareals und sollte die Krönung des Krankenhauses sein und das gesamte Areal dominieren. Sie wurde von Otto Wagner persönlich entworfen und war als Gesamtkunstwerk konzipiert und bis ins kleinste Detail durchdacht. Unter der Leitung von Otto Wagner haben weitere wesentliche Künstler des Wiener Jugendstils ihren Beitrag zur künstlerischen Gestaltung dieser Kirche geleistet (Koloman Moser - Glasfenster; Othmar Schimkowitz - betende Engel über dem Eingang und am Hochaltar; Richard Luksch - die Figuren von St. Leopold und St. Severin auf den Türmen; Remigius Geyling und Leopold Forstner - Hochaltarbild). Die Kirche wurde nach mehrjähriger Generalsanierung im Oktober 2006 mit einer Festmesse feierlich wiedereröffnet. Die goldene Kuppel dieses großen Wahrzeichens, durch die dieser Ort auch den scherzhaften Namen „Lemoniberg" bekam, strahlt nun wieder weithin sichtbar über die Stadt Wien.

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Das östliche (rechte) Fenster zeigt die sieben geistigen Werke der Barmherzigkeit, darüber zwei Engel und die Taube als Symbol des Heiligen Geistes, ebenfalls flankiert von zwei Engelsfenstern.

Das östliche Fenster mit dem Sinnspruch „Selig sind die Barmherzigen denn sie werden Barmherzigkeit erlangen“ zeigt die geistlichen Werke der Barmherzigkeit. Die Engel blicken zu einer Taube empor. Die Ministranten erheben das Haupt.

 Otto Wagner Kirche am Steinhof, August 2023

  Koloman Moser schuf auch einen Entwurf für das große Mosaik hinter dem Hochaltar, das zentrale Kunstwerk des Kirchenraums. Da er im Zuge seiner Hochzeit mit der Grafikerin Editha Mautner Markhof zum Protestantismus konvertierte, verweigerte die Kirche jedoch die Auftragserteilung. Anlässlich der Eröffnung wurde ein provisorischer Karton von Carl Ederer (1875-1951) montiert. Das von Leopold Forstner (1878-1936) entworfene und in seiner Werkstatt ausgeführte, 84,8 m² große und vier Tonnen schwere Mosaik aus Glas, Keramik, Marmor und vergoldetem Metall wurde erst 1913 vollendet und die Ausstattung der Kirche damit abgeschlossen. Dargestellt ist die „Verheißung des Himmels" und zeigt den segnenden Heiland, flankiert von Maria und Josef, auf den Stufen darunter Nothelfer und Fürsprecher der Kranken.

Links: Dymphna mit Schwert (Patronin der Geisteskranken), Aloisius mit Kreuz und Lilie (Patron der Pestkranken), Margaretha mit Kreuz (Patronin der Gebärenden und bei allen Wunden), Vitus mit Hahn (Patron der Epileptiker), Severin mit Kreuzstab (Patron der Caritas). Rechts: Elisabeth von Thüringen mit Korb und Blumen (Sinnbild tätiger Nächstenliebe), Hl. Hermann mit Kelch, Christophorus mit dem Jesuskind auf der Schulter (Helfer gegen unvorbe-reiteten Tod), Franz von Assisi mit Kelch (Patron der Armen), Pantaleon mit Äskulap-natter (Patron der Ärzte und Hebammen), Leopold mit dem Modell der Kirche.

Die beiden das Hauptbild flankierenden Mosaiken zeigen links Paulus mit Schwert, rechts Petrus mit Schlüssel.

 Otto Wagner Kirche am Steinhof, August 2023

Das Altarbild „Die Verheißung des Himmels" sollte ursprünglich von Koloman Moser gestaltet werden. Bereits bei den Seitenfenstern war es zu Kritik und Einwänden von Prälat Heinrich Swoboda gekommen, der von der Kirche mit der Oberaufsicht betraut worden war. Als Moser jedoch am 1. Juli 1905 Ditha Mautner Markhof (1883–1969) heiratete und dafür zum Protestantismus konvertierte, wurde ihm der Auftrag trotz Fürsprache von Otto Wagner entzogen. Der zu diesem Zeitpunkt bereits parallel an dem Auftrag arbeitende Carl Ederer legte einen Entwurf vor, der jenem von Moser ähnlich war und in dieser Form auf Drängen Swobodas entstanden ist. Moser bezichtigte Ederer folglich des Plagiierens, woraufhin dieser auf Drängen der anderen Mitglieder der Secession, aus der Moser bereits 1905 ausgetreten war, Klage einreichte. Der Prozess endete mit einem Vergleich und der Entschuldigung Mosers „mit dem Ausdruck lebhaftesten Bedauerns“ über die „Unkenntnis der Umstände“. Bei der Eröffnung der Kirche 1907 konnte somit lediglich der Entwurf von Ederer auf Karton ausgestellt werden. Im Einverständnis mit Moser und Wagner entstand 1910 ein neuerlicher Entwurf von Remigius Geyling, der den Auftrag aber wegen „fehlender Eignung“ 1911 ablegte. Die Ausführung des 84,8 m2 großen und vier Tonnen schweren Mosaiks erfolgte letztendlich durch Leopold Forstner. Das Altarbild zeigt in der Mitte den segnenden Christus und zwei Engel.

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Die Kanzel besteht aus getriebenem Metall und wurde von dem Wiener Bronzewarenfabrikanten Paul Neumann ausgeführt.

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Der freistehende Hochaltar aus weißem Marmor wird von einem durchbrochen gearbeiteten Baldachin mit farbigen Cherubim (Engeln) bekrönt, der an mittelalterliche Vorbilder erinnert. Der Baldachin ist nach oben hin offen, sodass der Priester freien Blick auf den Heiland im Mosaikaltarbild hat. Wagner entwarf ebenso liturgische Geräte, die vom Silberfabrikanten J. C. Klinkosch ausgeführt wurden, Kerzenleuchter und Blumenübertöpfe wurden von der Erzgießerei und Bronzewarenfabrik D. Hollenbach's Neffen hergestellt.

 Otto Wagner Kirche am Steinhof, August 2023

Die Beichtstühle passen sich trotz ihrer dunklen Holzfarbigkeit an die Architektur an und verzichten auf die sonst üblichen Vorhänge, damit das Krankenpersonal die Patientinnen und Patienten im Auge behalten konnte.
Das Gehäuse der von Franz Josef Swoboda erbauten pneumatischen Orgel auf der Empore, die das große Südfenster von Koloman Moser verdeckt, wurde von Wagner analog zu den Beichtstühlen gestaltet.

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Die schmalen Glasfenster zu beiden Seiten des Altars zeigen den Lebensbaum und den Lebensbrunnen mit Eidechsen, Hasen, Eichhörnchen und Vögel, die vier Fenster in der Kuppel sind den Evangelisten gewidmet, die kleinen Fenster auf der Orgelempore schließlich zeigen Engelschöre.

 Otto Wagner Kirche am Steinhof, August 2023

Die Luster in der Form stilisierter hängender Blüten waren von Anfang an für einen elektrischen Betrieb vorgesehen. Sie sind mit einem Gewinde an der Eisenkonstruktion der Kuppel montiert, sodass sie zu Wartungszwecken ohne großen Aufwand heruntergelassen werden können. Die Ausführung besorgte der Wiener Lusterfabrikant Nicolaus Mundt.

 Otto Wagner Kirche am Steinhof, August 2023

Eine besondere Lösung schlug Otto Wagner für die Weihwasserbecken links und rechts des Mitteleingangs vor. Aus hygienischen Gründen sind sie als Brunnen mit Wasserspender ausgeführt, wodurch Infektionen verhindert werden sollten. Das Weihwasser wurde in zwei Tanks auf der Orgelempore gespeichert und floss nur bei Berührung eines Ventils aus dem Hahn. Die Kirche stand dieser Neuerung jedoch ablehnend gegenüber, sodass die Becken in der ursprünglich geplanten Form nie in Betrieb gingen.

Die künstlerisch bedeutendsten Elemente des Innenraums sind die einzigartigen Glasmosaikfenster, die nach Entwürfen von Koloman Moser in der kunstgewerblichen Werkstatt Carl Geyling's Erben angefertigt wurden. Das westliche (linke) Fenster zeigt die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit als Zug von sieben Heiligen und darüber zwei Engel mit dem Schweißtuch der Veronika, flankiert von zwei Engelsfenstern.

 Otto Wagner Kirche am Steinhof, August 2023

Das geometrische Muster des Fliesenbodens wirkt als Leitsystem und verweist auf die zentrale Achse der Kirche; die Fliesen wurden von der Wienerberger Ziegelfabriks- und Baugesellschaft hergestellt.

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Der überkuppelte Zentralbau besitzt einen kreuzförmigen Grundriss und besteht aus Ziegelmauerwerk, Eisen und Eisenbeton. Über einem groben Bruchsteinsockel ist die Fassade mit dünnen Marmorplatten verkleidet. Die mit Kupfer überzogenen schmiedeeisernen Bolzen dienen zur Montage der Platten und haben auch eine dekorative Funktion. Mit der Plattenverkleidung, die er parallel zur Kirche am Steinhof auch bei der Postsparkasse anwendete, strebte Wagner die Verwirklichung des Ideals eines ökonomischen, hygienischen und damit modernen Monumentalbaus an. Der Portikus besteht aus vier Säulen, vor die ein zeltförmiges Schutzdach aus Eisen gespannt ist. Die Säulen werden von Engelsfiguren des Bildhauers Othmar Schimkowitz (1864-1947) bekrönt. Das große Glasmosaikfenster nach einem Entwurf von Koloman Moser (1868-1918) zeigt die Vertreibung aus dem Paradies mit Gottvater, Adam und Eva. Auf den Fassadentürmen, die Chor-und Orgeltreppe enthalten, thronen die Statuen der Landespatrone Leopold (links) und Severin (rechts) von Richard Luksch (1872-1936). Die vergoldete Kuppel wird von einer Eisenkonstruktion getragen. Aus der Ferne wirkt die Kuppel aufgrund der eigenwilligen Form der Laterne wie eine halbe Zitrone, weshalb der Volksmund die Krankenanstalt am Steinhof „Lemoniberg" nannte.

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Die Kirche am Steinhof ist neben dem Secessionsgebäude eines der Hauptwerke des Jugendstils in Wien und weist gestalterische Parallelen zu der vom Otto-Wagner-Schüler Max Hegele bereits 1899 entworfenen und 1910 fertiggestellten Friedhofskirche zum heiligen Karl Borromäus am Wiener Zentralfriedhof auf.

Eines der markantesten Merkmale der Kirche ist die auf einem byzantinischen Motiv basierende goldene Kuppel, die von einer innen verkleideten Konstruktion getragen wird. Auf den Glockentürmen davor thronen im Westen der hl. Leopold als Patron Niederösterreichs und Wiens und im Osten der Prediger Severin. Die Figuren wurden von Richard Luksch geschaffen. Wie auch die Ausrichtung der Kirche nach Süden anstatt nach Osten stellte die Darstellung der Heiligen sitzend anstatt stehend einen Bruch dar.

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Gedenkstätte Am Steinhof: Landkarte „Die Rassen Europas" - Hermann Haack, Die Rassen Europas. Geschichtliche Entwicklung und heutige Verbreitung, Gotha, 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die Landkarte vermittelt fälschlicherweise den Eindruck, dass es sich bei der Einteilung der Menschen in Rassen um eine unmittelbar einsichtige, wissenschaftlich begründbare Tatsache handelt. Die Farben verstärken den Eindruck der angeblichen Unterschiede zwischen den Menschen.

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Ehem. Direktion - Otto Wagner Areal, Baumgartner Höhe 1, 1140 Wien

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Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: