Pfarrkirche und Schloss Traismauer

Traismauer, August 2023

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum und Standort eines römischen Reiterkastells, Augustianis, der heutige Stadtkern von Traismauer erhebt sich direkt über den Grundmauern des ehemaligen Kastells. Im Schloss Traismauer soll einst Kriemhild aus der bekannten Nibelungensage genächtigt haben. Die Stadtpfarrkirche ist dem Heiligen Rupert geweiht.

Traismauer ist mit seinen antiken Gebäuden Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Donaulimes. In der Ausstellung „Traismaurer Schätze“ im Schloss finden Sie neben hochwertigen antiken Funden der römischen Geschichte das ebenfalls zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe zählende Traismaurer Krippenspiel.

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Das Römertor zählt zu den ältesten Gebäuden Österreichs - die porta principalis dextra des römischen Reiterkastells Augustianis. Die Hufeisenförmigen Wehrtürme bestehen seit ca. 1.700 Jahren. Später waren darin die Wachstuben für die Tor- und Nachtwächter untergebracht. Auf ihrer Reise zu König Etzel zog Kriemhild durch dieses Tor, um in „Treisenmûre" vier Tage zu verweilen. In zwei Strophen des Nibelungenliedes wird dieses Ereignis geschildert.

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Katholische Pfarrkirche Traismauer hl. Rupert: Die Kirche beinhaltet eine Unterkirche (karolingische Grabkapelle und Mauerreste der Principia des Kastells)

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Pribinabrunnen - Im Jahre 1999 errichteter moderner Brunnen eines slowakischen Architekten. Das im Rahmen der "Stadterneuerung" errichtete Bauwerk erinnert an die Taufe des slowakischen Fürsten Pribina 833 und beweist damit auch die Durchführung kirchlicher Handlungen fast 1000 Jahre zurück.

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Die römisch-katholische Pfarrkirche Traismauer steht frei in einem kleinen Platz des ehemaligen Friedhofes in der Stadtgemeinde Traismauer im Bezirk St. Pölten in Niederösterreich. Die dem Patrozinium des hl. Rupert von Salzburg unterstellte Pfarrkirche gehört zum Dekanat Herzogenburg in der Diözese St. Pölten.

Um 833 wurde hier in der Martinskirche der slowakische Fürst PRIBINA vom Salzburger Erzbischof Adalram getauft. UNTERKIRCHE Ausgrabungen 1-4. Jhdt. römische Kommandantur 8.Jhdt. Karolingische Grabkammer

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Um 800 bestand eine Kirche hl. Martin des Salzburger Bischofssitzes. In dieser Kirche wurde 830 der exilierte Slawenfürst Privina getauft. Nach Auseinandersetzung mit dem Bistum Passau blieb die Pfarre bei Salzburg. 1198 ging die Pfarre an das Domkapitel Salzburg, damit verbunden der Wechsel des Patrozinium zu hl. Rupert, erstmals 1293 genannt. 1345 wurde die Kirche inkorporiert. 1420 wurden zwei Priester genannt. 1803 ging das Patronat an den Kameralfond, von 1825 bis 1952 an die Familie Geymüller.

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Die Kirche hl. Martin hatte eine Kammerkrypta vermutlich für den Grenzgraf Cadaloc, gestorben 802. Im 12. Jahrhundert wurde eine romanische Saalkirche erbaut und um 1293 mit einem Rechteckchor und dem vorgestellten Westturm erweitert. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde der Chor und im Ende des 15. Jahrhunderts das Langhaus und die Westempore gewölbt. 1512 wurde durch den Stifter Leopold Spiegel die Leopoldikapelle im Kern aus dem Ende des 13. Jahrhunderts gewölbt. Die südlich Seitenschiff wurde 1652 frühbarock gewölbt. 1656 wurde der Westturm baulich verändert, das Glockengeschoß wurde 1764 aufgesetzt, die Zwiebelhaube mit Laterne entstand 1862. Ausgrabungen und eine Innenrestaurierung des Langhauses erfolgten 1975, die Ausgrabungen sind als Schauraum zugänglich. 1982 war eine Außenrestaurierung.

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Der Hochaltar von 1741 ist ein spätbarockes Doppelsäulenretabel mit einem engelbesetzten Volutenauszug und Opfergangsportalen. Er zeigt das Altarbild Mariä Verkündigung und trägt die Statuen der Heiligen Rupert und Virgil, das Oberbild zeigt die Aufnahme Mariens in den Himmel. Der Tabernakel zeigt seitlich Bilder der Heiligen Peter und Paul.

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Die Orgel baute Herbert Gollini 1973 in einem Gehäuse und Brüstungspositik von Mathäus Jeßwanger aus Wien 1771.

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Die Kirche zeigt nordseitig durchgehend Anbauten, von Westen nach Osten: Nordwestlich ein barocker Emporenaufgang und ein Vorraum mit einem Abgang zur ehemaligen Krypta und zum Grabungsbereich, dann eine kreuzgratgewölbte Vorhalle mit einem äußeren schlicht verstäbten Schulterportal um 1500 und das innere Spitzbogenportal des 14. Jahrhunderts, dann die Leopoldikapelle mit zwei Spitzbogenfenstern und danach die Sakristei aus 1728. Südseitig hat die Kirche ein Seitenschiff unter einem Schleppdach des Langhauses mit einem westlichen Schulterportal und Spitzbogenfenstern, ein Fenster mit Maßwerk. Der Rechteckchor mit romanischer und frühgotischer Mauersubstanz hat südlich zwei Spitzbogenfenster, das östliche Fenster mit frühgotischem zweibahnigem Maßwerk mit drei glatten Kreisen, im Ende des 13. Jahrhunderts übergangen. Unter dem Chor befindet sich eine zweijochige Krypta mit einem Tonnengewölbe aus 1728.

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Reliquiae ex sanguine Sancti Joannis Pauli II PP.
Blutreliquie des Heiligen Johannes Paul II. (18. Mai 1920 - 2. April 2005)

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Über den Ruinen des römischen Kommandogebäudes (principia) ist die Pfarrkirche Traismauer entstanden. Sie wurde um 800 als Martinskirche errichtet, im späten 13. Jhdt. abgebrochen und als romanische Pfarrkirche des Hl. Rupert neu erbaut, gotisiert und in der Barockzeit erweitert. Im Kircheninnern steht eine besonders schöne gotische Madonna. In der Unterkirche sind Bauteile des ersten römischen Lagers und eine Bestattung aus der Karolingerzeit (Grenzgraf Cadaloc?) zu besichtigen.

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Stahlwarenfabrik und Elektrizitätswerk Martin Miller in der Venusberger Str. 14, 3133 Traismauer

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Musikschule Traismauer am Gartenring 36, 3133 Traismauer

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Die Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk stand ursprünglich am westlichen Ende der Brücke über die Traisen. Er ist der Schutzheilige bei Wassergefahr, sein Festtag ist der 16. Mai.

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Traismauer ist eine Stadt mit langer Geschichte und interessanten historischen Wurzeln. Einst war es das römisches Reiterkastell Augustianis, wovon heute noch steinerne Zeitzeugen erzählen. Im Schloss soll einst Kriemhild aus der bekannten Nibelungensage genächtigt haben. Zahlreiche Rad- und Wanderwege, uriggemütliche Heurige, die Traisen- und Donauauen, die Weinberge und Stadtrundgänge laden zum Entdecken ein.

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Fidler Installationen am Gartenring 3, 3133 Traismauer

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Der prächtiger barocke Giebelbau stammt aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts und war über 120 Jahre im Besitz der Lebzelterfamilie Mayreder. Ab 1914 wurde im Haus ein Kaffeehaus betrieben, später war es ein Warenhaus. Die Statue des Roland, die einst auf der Prangersäule in der Mitte des Marktplatzes stand, ist Zeichen des Marktrechts und der Gerichtsbarkeit. Errichtet wurde sie vermutlich 1584.

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Traismauer liegt im untersten Traisental in Niederösterreich. Ein kleiner Teil des Gemeindegebietes liegt nördlich der Donau. Hier an der Donau liegt mit 190 Meter der tiefste Punkt der Gemeinde. Nach Westen und nach Süden steigt das Land auf über 300 Meter an. Die höchste Erhebung ist der Reutbühel (350 m) im Süden.

Hauptplatz und Wienerstraße

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Auf einer Länge von 111 Kilometern führt die durchgängig beschilderte Strecke von den sanften Hügeln nahe der Donau über die Mostviertler Bergwelt bis nach Mariazell. Die Route verläuft durchwegs auf Radwegen oder verkehrsarmen Nebenstraßen. Dank seiner baulichen Qualität und des Streckenverlaufs durch reizvolle Landschaften zählt der Traisental-Radweg zu den Top-Radrouten Niederösterreichs und ist einer der attraktivsten Radwege Österreichs. Zahlreiche sehenswerte Stationen laden zu Stopps, RADfreundliche Gastgeber zur genussvollen Einkehr.

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Traismauer spannt den Bogen von außergewöhnlichen römischen Bauwerken und Künstlern bis zu einer lässigen Kulturszene. Als Ort der Begegnung sind im Schloss Traismauer neben einer Sammlung des ältesten Krippenspiels Mitteleuropas temporäre Ausstellungen und hochwertige Kulturveranstaltungen ebenso beheimatet wie die Tourismusinformation und die Gebietsvinothek. Stadtrundgänge ermöglichen einen Einblick in die Geschichte, als auch in die Kunst und Kulturszene der Stadt.

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In der Florianigasse

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Der Florianiplatz (Florianistatue aus dem Jahre 1779) ist der Kernbereich der mittelalterlich-baierischen Besiedelung. Dort finden Sie neben dem Alten Schlosserhaus, welches diverse Künstler-Ausstellungen beherbergt, den Hungerturm.

Am idyllischen Florianiplatz befindet sich das alte Schlosserhaus, umrahmt von jahrhundertealten Weinstöcken, mit einer historischen Schmiedewerkstatt. Begrenzt wird der Platz vom Hungerturm, im Kern ein römischer Hufeisenturm, der später in die Befestigungsanlage von Traismauer eingebunden wurde.

Im Alten Schlosserhaus war schon 1725 eine Schlosserwerkstätte zu finden. Heute gehört es zum Stadtmuseum und beherbergt eine vollständig eingerichtete Werkstätte vergangener Tage. Die beiden Weinstöcke sind zwischen 150 und 200 Jahre alt, sie haben auch die Reblaus überstanden. Im Traisental wächst Wein schon seit viertausend Jahren. Traismauer gehört zum Weinbaugebiet Traisental, das als Qualitätsinsel für den Grünen Veltliner gilt.

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Der mehrgeschoßige Hungerturm (oder auch Reckturm) in Traismauer wurde in der Spätantike vermutlich Ende des 3., Anfang des 4. Jh. n. Chr. in der Grundrissform eines sogenannten Hufeisenturms erbaut. Bis zur Oberkante des 2. Obergeschoßes ist die römische Bausubstanz bis heute zu bestaunen. Er zählt zur UNESCO-Welterbestätte Donaulimes.

Stadt- und Heimatmuseum - Präsentiert werden römische Glasgefäße, Urkunden, Mammutzähne, mittelalterliche Steinbeile und Originalfiguren aus dem Traismaurer Krippenspiel.

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Hungerturm
Dieser imposante Turm war Teil der römischen Stadtmauer und erfuhr bereits in dieser Zeit mehrmalige Umbauphasen. Die heutige Form verdankt er mittelalterlichen und neuzeitlichen Ergänzungen, ebenfalls immer integriert in die Stadtmauer. 1953-2015 befand sich hier das Traismauerer Stadt- und Heimatmuseum. Im ebenerdigen Bereich des Turmes ist seit 1954 eine evangelische Predigtstation eingerichtet.

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Traismauer wurde auf römischen Ruinen erbaut. Der Kern der Siedlung entspricht noch heute dem rechteckigen Grundriss des römischen Kastells Augustianis aus dem 1. bis 5. Jh. n. Chr. Schon seit dem 16. Jh. werden regelmäßig archäologische Funde aus Traismauer bekannt. Beispielsweise stammt die erste bekannte römische Inschrift Niederösterreichs aus Traismauer, eingemauert über dem Eingang ins Schloss.

Schloss Traismauer
Das Schloss wurde auf dem aufgehenden römischen Mauerwerk des Restkastells aus dem 4. Jh.n. Chr. errichtet.
Über dem Portal befindet sich die Weihinschrift an den römischen Kaiser Antoninus Pius unter dessen Herrschaft der Lagerkomplex Augustianis in Stein errichtet wurde. Heute beherbergt das Schloss ebenerdig im sogenannten Lapidarium u.a. hier aufgefundene Römersteine und durch den Schlosshof gut erreichbar die WeinArtZone.
1. Stock: Krippenspielmuseum
2. Stock: Räume der Wiener Operettengesellschaft, eine Sammlung von Notenmaterial der silbernen und goldenen österrei-chischen Operettenära
3. Stock: Archäologisch-historisches Depot und Sammlung der Stadt

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MUSTER IN DER ARCHITEKTUR
Auf fast allen historischen und vielen modernen Gebäuden befinden sich Muster. Oft machen auch die Fenster, Türen, Balkone oder technische Elemente Muster. Oder das Sonnenlicht, das Schatten auf die Fassade wirft.
Betrachtet man Traismauer aus der Vogelperspektive oder auf historischen Plänen, erkennt man auch hier ein Muster: der Kern der Siedlung entspricht noch heute dem rechteckigen, 170 Meter x 240 Meter umfassenden Grundriss des römischen Kastells Augustianis aus dem 2. bis 4. Jahrhundert nach Chr.!

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MUSTER IN DER LANDSCHAFT
Bei einer Wanderung in der Umgebung von Traismauer kann man zahlreiche Muster entdecken: wie die Felder, Weingärten, Wälder, die Traisen und Donau aussehen, ist eine von Menschen gemachte Ordnung. Die Menschen reagierten damit auf die in Jahrtausenden entstandenen topographischen und geologischen Muster sowie die physikalischen Eigenschaften fließender Gewässer. Auch das Klima beeinflusst das Aussehen der Kulturlandschaft und formt eigene Muster.

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TRAISMAUER WAR AUGUSTIANIS
Traismauer wurde auf römischen Ruinen erbaut. Der Kern der Siedlung entspricht noch heute dem rechteckigen Grundriss des römischen Kastells Augustianis aus dem 1. bis 5. Jh. n. Chr. Schon seit dem 16. Jh.
werden regelmäßig archäologische Funde aus Traismauer bekannt, sind Heimatforschende in der Gegend tätig und führen Teams von Archäologinnen und Archäologen an verschiedenen Stellen im Gemeindegebiet wissenschaftliche Untersuchungen durch.
Auch die erste bekannte römische Inschrift aus Niederösterreich stammt aus Traismauer: eingemauert über dem Eingang ins Schloss!

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VIELLEICHT EINE KULTSTÄTTE?
Ab 1885 wurde der Bahnhof von Traismauer gebaut. Bei den Bauarbeiten fand man auf der Flur „Graben Äcker" Reste eines römischen Steingebäudes mit mehreren Räumen sowie Teile eines Bronzereliefs aus der Zeit zwischen 150 oder 250 bis 300 n. Chr. mit einer Abbildung des römischen Gottes lupiter Dolichenus. Bei Grabungsarbeiten im östlichen Lagervicus fand man in der Verfüllung eines römischen Brunnens einen Stein mit einer Weihinschrift an den Gott lupiter Dolichenus. Ein Replikat des Steins ist heute neben der Brunnenrekonstruktion in der Bahnhofstraße ausgestellt, das Original befindet sich im Innenhof des Schlosses.

Der Gott lupiter Dolichenus (lat. lupiter von Doliche) war ab dem letzten Drittel des 1. Jh. n. Chr. ein besonders bei Soldaten beliebter, ursprünglich orientalischer Gott. Er ist nach dem Herkunftsort seines Kultes, der Stadt Doliche (Dolike in der heutigen Türkei) benannt. Es wirkt stimmig, dass ein Soldatengott bei einem Militärlager verehrt wurde und in der Nähe des heutigen Bahnhofs ein Kultbau für ihn errichtet worden sein könnte.

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DAS AUXILIARLAGER AUGUSTIANIS (1.-3. JH. N. CHR.)
Das Auxiliarlager Augustianis befand sich zwischen dem heutigen Gartenring und der Bahnhofstraße und war in seiner größten Ausdehnung ungefähr 3,8 ha groß. Es veränderte sich zwischen seiner Entstehung im 1. Jh. n. Chr. und seinem Verfall im 5. Jh. n. Chr. mehrmals. Die ersten Gebäude des Lagers waren aus Holz und Lehm, geschützt von Palisaden und Gräben. Später baute man Gebäude und Wehranlagen aus Stein. Die Lagerstraßen waren geschottert. Reste des Kommandogebäudes mit dem Bereich des Fahnenheiligtums (die principa) finden sich noch heute in der Unterkirche der Pfarrkirche. In der Wiener Straße wurden auch Werkstätten (Buntmetallverarbeitung) und Überreste mehrerer Kasernenbauten ausgegraben.

DAS AUXILIARLAGER AUGUSTIANIS (4.-5. JH. N.CHR.)
Im 4. Jh. n. Chr. entstanden zur Verteidigung (wegen ihres Grundrisses sogenannte) Fächer- und Hufeisentürme an den Lagermauerlängsseiten bzw. -ecken. Im späten 4. Jh. n. Chr. umfasste das Militärlager nur noch einen kleinen Bereich im Nordwesten des Kastells: Dieser Festungsbau (sog. Lagerburgus) bildet bis heute die Grundform des Schlosses Traismauer. Statt der Soldaten lebten innerhalb der Befestigungsmauern Familien in einfachen Holzhäusern und sogar in den Wehrtürmen (z. B. im Fächerturm - heute Venusberger Straße 10). Die porta principalis dextra (heute Wiener- oder Römertor) mit zwei Tortürmen und ein spätantiker Hufeisenturm (heute Hunger- oder Reckturm) wurden in die mittelalterlichen Befestigungsanlagen integriert und blieben so erhalten. Über die römischen Ruinen baute man mittelalterliche Wohnhäuser.

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TRAISMAUER LIEGT AM LIMES
Das Auxiliarkastell Augustianis (Traismauer) ist Teil einer langen Reihe von Legionslagern, Kastellen, Wachtürmen und Straßenabschnitten entlang der Nordgrenze des Römischen Reiches, dem sogenannten „Donaulimes". Die noch vorhandenen Baudenkmäler und archäologischen Fundstätten entlang der Donau (lateinisch Danuvius oder Ister) wurden 2021 zum UNESCO-Welterbe erklärt. In Oberösterreich, Niederösterreich und Wien (die in der Antike auf dem Gebiet der römischen Provinzen Noricum und Pannonia Superior lagen) gehören 22 Stätten zum Weltkulturerbe, darunter auch Traismauer.

Der Limes bestand entlang der Donau auf dem Gebiet des heutigen Österreich (damals die Provinzen Noricum und Pannonia Superior) in mehreren Ausbaustufen ab der 2. Hälfte des 1. Jh. n. Chr. für über 400 Jahre.
Bedeutende Orte am norischen Limes waren Städte und Militärlager wie Ovilavis (Wels), Aelium Cetium (St. Pölten), Boiodurum (Passau, Deutschland), loviacum (Schlögen?), Lentia (Linz), Lauriacum (Enns), Arelape (Pöchlarn), Favianis (Mautern), Augustianis (Traismauer), Asturis (Zwentendorf?), Comagenis (Tulln) und Cannabiaca (Zeiselmauer), das letzte norische Kastell vor der Grenze zu Pannonien.

Augustianis (Traismauer) liegt in Noricum. 15 v. Chr. wurde Noricum kampflos als Provinz in das römische Reich eingegliedert. Seit der 2. Hälfte des 1. Jh. n. Chr. entstanden in unserem Gebiet Militärlager, Bauernhöfe, Dörfer, Städte und Straßen. Gegen Ende des 3. Jh. n. Chr. (Beginn der Spätantike) wurde die Provinz in Noricum ripense (Ufer-Noricum, gemeint ist das Donauufer) im Norden des Alpenhauptkamms und Noricum mediterraneum (Binnen-Noricum) südlich davon geteilt.

Im 3. und 4. Jh. n. Chr. überschatteten Kriege gegen Stammesverbände von jenseits der Donau und wirtschaftliche Probleme das Leben in Noricum. Bis in die zweite Hälfte des 4. Jh. n. Chr. wurden die Grenzen des römischen Reiches laufend befestigt und verstärkt (Hufeisen- und Fächertürme sowie Lagerburgus in Traismauer). Dennoch plünderten westwärts ziehende Stämme große Teile der Donauprovinzen. Bürgerkriege und Seuchen setzten dem Reich zu. 488 n. Chr. wurde Noricum schließlich geräumt. Vermutlich blieb aber eine kleine romanische Restbevölkerung zurück.

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WIE SAH ΕΙΝΕ RÖMISCHE STRASSE AUS?
Das römische Verkehrsnetz umfasste rund 10.000 km Staats- und 200.000 km Nebenstraßen.
Sie verliefen - nach Vermessung durch Geometer oft schnurgerade. Brücken, Tunnel und Dämme glichen Höhenunterschiede aus. Sie wurden von den technischen Fachleuten der Armeen konzipiert, trassiert und mit öffentlichen Mitteln zum Teil von der Armee, zum Teil von der einheimischen Bevölkerung - überwacht von einem vom Herrscher beauftragten Beamten - auf öffentlichem Grund gebaut beziehungsweise erhalten.

MEILEN
Im Abstand von einer römischen Meile (abgekürzt „MP" für „mille passus" = tausend Schritte, ca. 1480 m) standen an den Hauptverkehrsstraßen ca. 2 m hohe Steinsäulen (milliaria - „Meilensteine"). Sie dienten als Wegweiser. Man konnte darauf die Entfernung zur nächsten Stadt und die Leistungen des Kaisers als Bauherrn ablesen. Zwei solche Steine wurden im Bereich der Straße bei Gemeinlebarn östlich von Traismauer gefunden.

WIE REISEN? ZU FUSS GEHEN
Auf den römischen Straßen waren die meisten Reisenden zu Fuß unterwegs. Je nach Gelände und Witterung legte ein Fußgänger zwischen 15 und 20 römische Meilen am Tag zurück. Das sind etwa 22 bis 30 Kilometer. Fußgänger mit schwerem Gepäck kamen natürlich langsamer voran.

WIE REISEN? REITEN!
Wer es sich leisten konnte, nahm Esel, Maultier oder Pferd als Reittier. Ein Pferd war ein teures Luxusgut, vergleichbar mit einem heutigen Sportwagen. Die wenigsten besaßen Pferde. Esel, Maultiere und Rinder hingegen waren auf jedem Landgut, in den Dörfern und sogar in der Stadt zu finden und dienten ebenso als Reit- und Arbeitstiere.

WIE REISEN? MIT DEM WAGEN!
Wer viel Gepäck mitführte und ausreichend Geld hatte, reiste mit von Pferden, Maultieren oder Ochsen gezogenen Wagen. Leichte Reisewagen und Reiter konnten am Tag etwa 25 bis 30 römische Meilen zurücklegen, das sind etwa 37 bis 44 Kilometer. Größere Reise- und Transportwagen fuhren zwischen 20 und 25 Meilen weit, umgerechnet etwa 30 bis 37 Kilometer. Den römischen Reisewagen gab es in verschiedenen Ausführungen. Der Wagenkasten war getrennt vom Unterbau an starken Lederbändern aufgehängt. Stöße durch die Fahrt über schlechte Wegstrecken wurden so wirksam abgefedert.
carruca: eine Art Kutsche
carpentum: eine Art Leiterwagen, von einem Maultier gezogen
cisium: offener Zweisitzer für zwei Maultiere

WIE REISEN? MIT DEM SCHIFF!
Die Donau war bis ins 19. Jh. ein unregulierter Fluss. An Engstellen gab es reißende Strudel, in Ebenen verzweigte breite Nebenarme. Da die Auwälder regelmäßig überschwemmt wurden, errichtete das römische Militär die Niederlassungen hochwassergeschützt auf erhöhten Terrassen. Militärische Häfen und Anlegestellen gab es bei uns bei den Militärlagern von Arelape (Pöchlarn) und Comagenis (Tulln). Auf der Donau verkehrten aber nicht nur Militär-, sondern auch Transport- und Handelsschiffe. Per Schiff konnten größere Lasten preiswerter als an Land transportiert werden. Zur Querung des Flusses nutzte man wahrscheinlich Fähren und einfache Holzbrücken. Auch die Traisen (Tragisamus) war zu Zeiten des Lagers Augustianis ein stark mäandrierender Fluss mit häufigen Hochwässern. Auf der Traisen war vermutlich kein Schiffverkehr möglich. Vielleicht gab es aber bei Traismauer einen Übergang über die Traisen.

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WER REIST? DIE HÄNDLER!
Handel und Geschäfte waren der häufigste Anlass zu reisen. Die Kaufleute folgten dem römischen Militär. Durch ihren regelmäßigen Sold (Bezahlung) waren die Soldaten geschätzte Kunden. Die Römer in den Provinzen am Limes bezogen Olivenöl aus Italien, Fischsauce aus Südspanien, Wein aus Südgallien, Austern aus dem Atlantik oder Mittelmeer, Zinn und Gagat aus Britannien, Marmor aus Tunesien und Griechenland und sogar Schönheitsartikel wie duftende Öle, Cremes, Salben und Make-up in Glasgefäßen.

Über die Donaugrenze von Germanien und Skandinavien in Richtung römischer Süden wurden Getreide, Nutzvieh, Felle, Schinken, germanische Sklaven (als Leibwächter, Sänftenträger und Gladiatoren), Bernstein (für Gefäße, Schmuck und Amulette), Haarfärbemittel, Seife für die Haarpflege und sogar blondes Haar importiert und im Gegenzug terra sigillata-Gefäße (ein typisches Tafelgeschirr), Bronze- und Glasgefäße, Silbergeschirr, Waffen, Ringe und Textilien exportiert.

WER REIST? DIE SOLDATEN!
Römische Militäreinheiten wurden häufig verlegt und mussten oftmals reisen. In Augustianis (Traismauer) lagerte ab 79 n. Chr. als erste belegte Truppe die Reitereinheit ala I Thracum victrix. Sie wurde zwischen 118/119 und 126 n. Chr. in die benachbarte Provinz Pannonia Superior verlegt. Stattdessen kam die ala I Augusta Thracum nach Augustianis. Nach ihr wurde vermutlich das Lager benannt - darauf verweist heute noch eine Inschrift über dem Schlosstor. Ab der Spätantike nutzte eine equites Dalmatae-Reitereinheit das Lager. Eine Ala bestand in der Regel aus ca. 500 Reitern (ala quinquenaria), in seltenen Fällen aus ca. 1000 Reitern (ala milliaria). In Abgleich mit der Kastellgröße lagerte in Traismauer vermutlich eine ala quinquenaria.

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TETRARCHENPORTRAIT
Überlebensgroßer, spätantiker Portraitkopf mit Lorbeerkranz etwa aus dem 1. Viertel des 4. Jh. n. Chr. // Möglicherweise ist es die Darstellung eines spätantiken Kaisers, vielleicht von Konstantin d. Gr. // Fundort: Trasdorf (ca. 10 km von Traismauer), gehörte vermutlich zur Ausstattung eines Gutshofes (villa)

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FRANZ VON SUPPÈ - 18.4.1819 in Spalato/Split, Dalmatien bis 21.5.1895 in Wien
Suppè kam als Jugendlicher nach Wien und wurde 1840 Kapellmeister und Komponist am Theater in der Josefstadt, später am Theater an der Wien, am Quai-Theater und am Carltheater. Die Operettenerfolge von Jacques Offenbach regten ihn dazu an, 1860 seine erste einaktige Operette „Das Pensionat" zu komponieren. Er begründete in den folgenden Jahren durch Anlehnung an das einheimische Volkstheater das Genre der Wiener Operette.
Suppè hinterließ über 200 Bühnenwerke, darunter drei aufgeführte Opern und 26 aufgeführte Operetten, von denen die Ouvertüren zu „Dichter und Bauer" (1846) und „Leichte Kavallerie" besonders bekannt sind. Seine Operette „Boccaccio" gehört bis heute zum Standard-Repertoire deutschsprachiger Bühnen. Seine Orchester- und Kammermusik wurde demgegenüber wenig beachtet.

CARL MILLÖCKER - 29.4.1842 in Wien bis 31.12.1899 in Baden bei Wien
Carl Millöcker war neben Suppè und Strauß der dritte große Komponist der goldenen Operettenära. Er arbeitete in jungen Jahren als Flötist im Theater in der Josefstadt und Theaterkapellmeister am Thalia-Theater in Graz, später wurde er zweiter Kapellmeister im Theater an der Wien. Seine erfolgreichste Operette ist „Der Bettelstudent" aus dem Jahr 1882. Unter dem Titel „Musikalische Presse" gab Millöcker von September 1873 bis Dezember 1875 Monatshefte mit Klaviermusik heraus, darunter auch eigene Klavierstücke.

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JOSEPH LANNER - 12.4.1801 in Sankt Ulrich bei Wien bis 14.4.1843 in Wien
Joseph Lanner war ein österreichischer Komponist, Violinist und Musikdirektor. Im Alter von 12 Jahren spielte er im Orchester seines Lehrmeisters Michael Pamer als Violinist. Hier lernte er später auch Johann Strauß sen. kennen, dessen langjähriger Freund, aber auch musikalischer Konkurrent, er werden sollte. Im Jahre 1829 wurde Lanner Musikdirektor der Redoute, wenig später zusätzlich Leiter der Wiener Regimentskapelle. Es folgten mehrere Anstellungen als Musikdirektor in verschiedenen Hotels. Joseph Lanner komponierte über hundert Walzer, Ländler, Galoppe, Potpourris, Tänze und Märsche. In seinen Kompositionen ist erstmals auch die typische Struktur zu finden, die für den Wiener Walzer charakteristisch werden sollte. Seine bekanntesten Walzer sind der Pesther Walzer, Die Werber, Die Hofballtänze und Die Schönbrunner.

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Seit 2014 beherbergt das Schloss Traismauer das umfangreiche Archiv der Wiener Internationalen Operettengesellschaft. Die Bestände gehen zurück auf den Wiener Prof. Norbert Nischkauer. Er begann Mitte der 1980er Jahre Notenmaterial von Wiener Operettenkomponisten, historische Musikinstrumente und Abspielgeräte zu sammeln. Zum ersten Mal öffnet das Archiv Besucher:innen seine Türen und stellt die wichtigsten Komponisten der Operettenära und ihre Werke vor, die fast vollständig als Notenmaterial im Archiv zu finden sind. Ebenso werden diverse alte Musikinstrumente aus der Sammlung der Operettengesellschaft präsentiert.

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FRANZ LEHÁR - 30.4.1870 in Komorn, Österreich-Ungarn bis 24.10.1948 in Bad Ischl, Österreich
Franz Lehár war ein österreichischer Komponist ungarischer Herkunft. Er gilt zusammen mit Oscar Straus, Emmerich Kálmán und Leo Fall als Begründer der sogenannten silbernen Operettenära.
Nach seiner Schulzeit in Budapest wurde Lehár jüngster Militär-Kapellmeister der k.u.k. Armee. In Wien spielte er in der Kapelle seines Vaters und übernahm diese später. Lehár komponierte vier Opern („Rodrigo" sowie „Kukuschka" oder „Tatjana" zu Beginn seiner Laufbahn, später „Die gelbe Jacke" und „Garbonciás", eine Umarbeitung der „Zigeunerliebe", als letztes Bühnenwerk). Seine Operette „Die Lustige Witwe" (1905) wurde ein Welterfolg. Neben Operetten schrieb er noch zwei symphonische Dichtungen, zwei Violinkonzerte, Filmmusik, Lieder, Tänze und Märsche.

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CARL MICHAEL ZIEHRER - 2.5.1843 in Wien-14.11.1922 ebenda
Carl Michael Ziehrer feierte letztes Jahr seinen 100. Todestag. Dieser Raum stellt das Wirken des Jubilars vor.
Carl Michael Ziehrer war Kapellmeister der Militärmusikkapelle „Deutschmeister", Schöpfer vieler Operetten und der letzte k. u. k. Hofballmusikdirektor. Seine ungefähr 600 Werke sind ein bedeutungsvoller Beitrag zur Wiener Unterhaltungsmusik im Zeitalter des Walzers und der Operette. Die Wiener Internationale Operettengesellschaft hat vermutlich die größte Anzahl von Ziehrer-Werken im Archiv.

ZIEHRER ALS SCHALLPLATTEN-INTERPRET
Um 1900 entwickelte sich in Europa rund um die neue Erfindung der Schallplatte und die diversen dazugehörigen Abspielgeräte ein äußerst innovativer und schnelllebiger Industriezweig. London, Paris, Hannover, Berlin und Wien galten als Zentren der Schallplattenproduktion. Bereits 1899 nahm Carl Michael Ziehrer mit seiner Kapelle 23 Kompositionen auf Schellackplatten mit der Geschwindigkeit von 78 Umdrehungen pro Minute auf. Diese Platten waren noch einseitig. 1904 kamen die ersten doppelseitig bespielten Schellackplatten auf den Markt. In den 1950er-Jahren folgte die Langspielplatte mit der Geschwindigkeit von 33 und die Single-Platte mit 45 Umdrehungen pro Minute.

ZIEHRER ALS MILITÄRKAPELLMEISTER
Ziehrer betrieb vor 1870 und abermals zur Zeit der Wiener Weltausstellung 1873 eine Zivilkapelle. Von 1885 bis 1893 leitete er als Kapellmeister mit großem Erfolg die Militärmusik des Wiener Hausregimentes, der „Hoch- und Deutschmeister Nr. 4". Sie wurden von Kaiserin Maria Theresia für Truppenparaden gegründet und später für offizielle Anlässe, wie etwa bei der Wachablöse, aber auch für öffentliche Konzerte vor dem Schloss Belvedere und in Schönbrunn eingesetzt. Die „Hoch- und Deutschmeister" eroberten die Herzen des Wiener Publikums. 1893 reiste Carl Michael Ziehrer aus Anlass der Weltausstellung nach Chicago in die USA und spielte vor den begeisterten Zuhörern „Wiener Musik". Seine Kapelle waren bei diesem Auslandsaufenthalt allerdings nicht die „echten" Deutschmeister, sondern eine Wiener Zivilkapelle in historischer Uniform.

 Pfarrkirche und Schloss Traismauer, August 2023

IMMATERIELLES KULTURERBE IM SCHLOSS TRAISMAUER
Das TRAISMAURER KRIPPENSPIEL geht auf das Jahr 1810 zurück und ist heute eines der letzten noch lebendigen Stabpuppenspiele in Österreich. Bis zu 30 Personen sind an der Aufführung beteiligt. Mit 42 hölzernen Figuren werden neben klassischen Bibeldarstellungen auch tradierte Liebeslieder, sozialkritische Gesänge und Zunftlieder präsentiert. Der Traismaurer Handschuhmacher Ferdinand Scheibl gilt als Gründer des Krippenspiels. Einzelne Zeilen des Textes weisen bis ins 18. Jh. zurück, wie etwa das Lied „Auf, auf, ihr Hirten". Das Wissen um das Krippenspiel wird vor allem durch Mit- und Nachsingen von einer Person zur Nächsten weitergegeben. Der Gesangsverein Traismauer führt auch heute noch dieses Krippenspiel zur Weihnachtszeit auf.

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Auf, auf, ihr Hirten
Das Traismaurer Krippenspiel ist ein Singspiel, das 29 geistliche und weltliche Lieder enthält. Wie der Volksliederexperte Prof. Walter Deutsch bei seinem Vortrag über das Traismaurer Krippenspiel am 27. November 1992 in Traismauer ausführte, lassen sich in dieser volkskundlichen Rarität grundsätzlich zwei musikalische Traditionen nachweisen: zum einen die barocken menuettartigen Melodien - besonders deutlich bei den Schäferduetten -zum anderen der Volksliedcharakter der Hirtenszenen. Als Beispiel kann hier das Lied „Auf, auf, ihr Hirten" genannt werden, das bereits in einer Handschrift aus dem Jahr 1760 der Universität Innsbruck aufscheint.

Im Herbergssuche-Lied begegnet uns ein Beispiel gehobener barocker Liedkunst. Derselben Stilrichtung sind unter anderem auch das Dreikönigslied und das Schlusslied zuzuordnen. Auf der anderen Seite finden wir die kraftvolle, kernige Melodik der Hirtenlieder, wie zum Beispiel bei „Stehts auf, Buam". Sie haben ihren Ursprung im einfachen Volk. Der Text der Szene von den Drel Heiligen Königen bel Herodes findet sich in seinem Grundbestand in einer Klosterneuburger Handschrift des 16. Jahrhunderts. Der größte Teil der Szene wird in einem Rezitativ gesungen, das Ähnlichkeiten mit dem Psalmengesang aufweist. Das Lied des Schneiders („Ich bin der Schneider Wetz, wetz. wetz") wiederum ist ein Rollenlied aus der Volkstheatertradition Wiens. Es wurde um 1800 in unterschiedlichen Fassungen in Szenen der Wiener Singspiele und Possen eingebaut. Das Schlusslied „Freu dich, mein Herz, denk an kein Schmerz™ überliefert eine sowohl im Text, als auch von der Melodie her verschollene Volksliedertradition, die nach Prof. Raimund Zoder einzig noch in diesem Lied erhalten ist.

Wie bei der Spielweise kann auch für die musikalische Gestaltung festgehalten werden, dass sie sich durch die Verschriftlichung geändert hat. In der Begleitmusik zu den einzelnen Liedern und bei den Übergängen zwischen den Liedern und den einzelnen Szenen gibt es Veränderungen. Ludwig Scheibl hatte keine Möglichkeit die Szenen mit Instrumentalmusik zu verbinden und es wäre den locker aufeinanderfolgenden Akten auch nicht gerecht geworden. Erst die späteren Betreiber des Krippenspieles gaben dem in Traismauer sesshaften Komponisten Alois Feigel den Auftrag. eine Begleit- und Zwischenmusik zu komponieren. Leider gingen diese Noten während des Zweiten Weltkrieges verloren.

Die Fülle von Liedern und Strophen, die uns durch die Aufzeichnungen von Prof. Raimund Zoder überliefert sind, werden nicht alle gesungen. Durch die längere Aufführungszeit zu Scheibls Zeiten (Advent bis Maria Lichtmess) ist anzunehmen, dass die Lieder den Festtagen angepasst wurden. Der Neujahrswunsch bei der Beschneidungsszene oder auch das Dreikönigslied wurden im Advent nicht gesungen. Nach Weihnachten wurde wohl auch auf die Herbergssuche verzichtet. Die Aufführungen dauerten früher nicht länger als eine Stunde. Die Beschränkung der Aufführungszeit auf den Advent führte zur Kürzung einiger Strophen aber auch zum Wegfall einiger Lieder beziehungsweise der Beschneidungsszene. Heute werden viele der Lieder solistisch oder chorisch vorgetragen. Aus den Aufzeichnungen wissen wir, dass Ludwig Scheibl und seine Frau bei den Aufführungen zweistimmig gesungen haben. Prof. Raimund Zoder über das Traismaurer Krippenspiel: „Es ist das schönste seiner Gattung. das liederreichste und künstlerisch am meisten abgerundete."

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Neues Kripperl
Das alte Kripperl war 1931 in einem so schlechten Zustand, dass von weiteren Aufführungen Abstand genommen wurde. Nach dem Bau einer neuen Bühne und neuer Figuren, durch Veit Safarovic aus Tulln und Werner Marinko aus Radlbrunn, erlebte das Krippenspiel seine Blütezeit zwischen 1931 und 1934 mit jährlich bis zu sechs Vorstellungen. Diese vielen Vorstellungen wurden erst durch die verbesserte Mobilität der neuen Bühnenkonstruktion möglich. Für manchen der Krippenspieler bedeutete damals eine Fahrt nach St. Pölten schon eine Reise ins „Ausland".

Im Jahr 1939 stellte das Museum in Traismauer beide Bühnen des Krippenspieles dem Kulturamt von München für eine Puppenspielausstellung zur Verfügung. Auf Grund des ausbrechenden Zweiten Weltkrieges kam es aber nie zu dieser Ausstellung und das Kulturamt schickte die Kisten ungeöffnet wieder nach Traismauer zurück, wo sie in Vergessenheit gerieten. Während des Krieges wurden die Kisten teilweise im Schloss Walpersdorf gelagert und erst 1954 wieder nach Traismauer zurückgebracht. Das Krippenspiel blieb zwar in der Erinnerung der Traismaurer erhalten - die Lieder wurden nach wie vor im Advent gesungen - die Bühne und die Figuren galten aber als verloren. Erst 1956 wurden Kisten, die sich unter anderem am Dachboden des Rathauses befanden, geöffnet und so das Krippenspiel wiederentdeckt.

Nach einer Instandsetzung des Spieles gab es 1957 bereits wieder die erste Aufführung und es erfreute sich sofort wieder allergrößter Beliebtheit, wie etliche Fernseh- und Hörfunkaufnahmen beweisen. Das alte Bühnengerüst (aus dem Jahr 1931) war Ende der 1960er Jahre schon so brüchig geworden, dass ein neues aus Aluminium gefertigt wurde. Dieses entsprach den neuen Erfordernissen, wie elektrische Beleuchtung und Bespielung von größeren Räumen.
Wurde das alte Kripperl noch von nur zwei Personen gespielt und gesungen, so änderte sich das mit der Übergabe des Krippenspiels an die Traismaurer Bürger bzw. an den Verein für Landeskunde von NÖ. Zweigstelle Traismauer. Ab dieser Zeit kümmerte sich eine Krippenspielgruppe um die Aufführungen. Im Jahr 1957, nach der Wiederentdeckung des Spieles, Übernahm der Gesangsverein „Traismauer 1862" gemeinsam mit den Krippenspielern die Aufführungen. 1998 übernahm Gotthard Klaus den Vorsitz im Gesangsverein und
damit die organisatorische Leitung des Krippenspiels. Mag. Gernot Hadwiger wurde Chorleiter und übernahm damit die musikalische Leitung. Es wirken derzeit bis zu 30 Personen bei einer Aufführung mit. Ursprünglich wurden die Lieder und Texte des „Traismaurer Kripperls" mündlich überliefert. Erst durch die Aufzeichnungen von Prof. Raimund Zoder (1920) kam es zu einer Verschriftlichung und bis zu einem gewissen Grad zu einer Akademisierung des Spieles, wie auch Otto Lambauer jun., ebenfalls ein langjährig aktiver Mitspieler, in seiner Diplomarbeit zum Thema „Das Traismaurer Krippenspiel" an der Hochschule für Musik und darstellender Kunst in Wien feststellt.

In der Zeit Ludwig Scheibls war das Krippenspiel laut Zeugenaussagen in erster Linie eine „Gaudi". So wurden die Figuren damals viel mehr, oftmals auch hüpfend, bewegt. Der damals geprägte Ausspruch - „bewegst dich wie die Krippenmandl" - geht auf diese Aufführungspraxis zurück. Als Beispiel sel hier die komische Figur des Stückes, der Salzburger Bauer, genannt. Er blieb bei der alten Spielweise bei seinem Auftritt in den Kulissen stecken und begründete das mit folgendem Ausspruch: „Ha, ha. ha, jetzt kann i vo lauter Brotkarten net eina." Den vorderen Teil der alten Krippenbühne begrenzte ein kleines Gitter. Wenn die Kinder während des Auftrittes des Salzburger Bauern daran rüttelten, so ließ Ludwig Scheibl diesen, oft mitten unter seinem Lied, mit dem Kopf wütend auf die Kinder loshacken. Durch die Verschriftlichung und die Reduzierung der Spielzeit in den Advent wurden die Aufführungen in späterer Zeit besinnlicher.

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Geschichte des alten Kripperls
Zur Zeit der Gegenreformation entstanden die ersten volkstümlichen Spiele, die der Glaubensverbreitung durch szenische Darstellungen der Weihnachtsgeschichte dienten. Im vorwiegend städtischen Bereich bemächtigten sich später die „Puppenspieler" der weihnachtlichen Thematik, wie uns etliche Krippenspiele im 17. und 18. Jahrhundert in Wien zeigen. Unter dem Einfluss der Commedia dell' Arte wurden verschiedene volkstümliche Figuren, wie zum Beispiel der Nachtwächter oder der Bandlkramer, eingeführt. Krippenspiele sind die Umsetzung des Weihnachtsgeschehens in Szenen an einem volkstümlichen Theater. Besonders beliebt waren diese Krippenspiele in den Sudeten und Donauländern, in Städten wie Wien, Linz, Steyr. St. Pölten und Traismauer. Das „Traismaurer Krippert" mit seinen hölzernen Stabpuppen wird noch heute aufgeführt und ist damit eines der wenigen lebendigen Krippenspiele Österreichs und des Süddeutschen Sprachraumes.

Im Jahr 1771 erwarb der Handschuhmacher Leopold Scheibl das Bürgerrecht in Traismauer. Sein Sohn Ferdinand gilt als Vater des Kripperls, wie das Krippenspiel von den Traismaurern früher genannt wurde. Um 1810 dürfte die endgültige Fassung des Spieles entstanden sein, wenn auch einzelne Teile der Texte bis ins 18. Jahrhundert zurückgehen. Die Familie Scheibl zählte nie zu den begüterten Familien in Traismauer und es ist daher anzunehmen, dass die Aufführung des Krippenspiels als zusätzliche Einnahmequelle für die Familienkassa diente. Über die Art und Weise, sowie den Ort. der Aufführungen gibt es erst Aussagen aus der Zeit von Ludwig Scheibl, dem Sohn von Ferdinand. Er soll mit dem Krippenspiel am Rücken in die Wirtshäuser gegangen sein um es dort aufzuführen. Fest steht, dass seine Darbietung besonders bei den Kindern sehr beliebt war und die Krippenlieder wie Schlager auf der Straße gesungen wurden. Der Aufführungszeitraum erstreckte sich zu dieser Zeit vom Advent bis zu Maria Lichtmess (2. Februar).

Ludwig Scheibl war zum Ende des Ersten Weltkrieges sehr krank und wohnte in ärmlichen Verhältnissen. Zu dieser Zeit überlegte er, das Krippenspiel zu vernichten um es nicht zum Gespött der Kinder verkommen zu lassen. Dem Volksliedforscher Prof. Raimund Zoder ist es zu verdanken. dass wir auch heute noch in der Lage sind, das Traismaurer Krippenspiel jährlich sehen zu können. Prof. Zoder verbrachte zu dieser Zeit seine Sommer immer in Getzersdorf und erfuhr von seiner Zimmerwirtin, dass in Traismauer ein Krippenspiel aufgeführt wurde. Sie brachte ihm die Lieder und Texte näher und weckte so sein Interesse. Im August 1919 schließlich nahm er Kontakt zu Ludwig Scheibt auf. gewann das Vertrauen des alten Mannes und zeichnete nach seinen Angaben die Lieder und Texte des Spieles auf. Prof. Raimund Zoder brachte im Winter 1920 schließlich das Buch „Das Traismaurer Krippenspiel" heraus und ab diesem Zeitpunkt stieg das öffentliche Interesse an dem Spiel sprunghaft an. 1922 übergab Ludwig Scheibl das Krippenspiel einigen Bürgern von Traismauer mit der Auflage es regelmäßig aufzuführen und die Einnahmen zu seinen Gunsten abzuliefern. Mit dem Tod von Scheibl 1928 kam das Krippenspiel endgültig in den Besitz des Museums von Traismauer.

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Grundsätzliches zum Spiel
Das Traismaurer Krippenspiel setzt sich aus folgenden Szenen zusammen:
1 Wie der Engel Maria den Gruß gebracht hat
2 Wie Maria und Josef Herberg gesucht haben zu Bethlehem und wie ihnen die Herberg ist verweigert worden
3 Was sich in Rom merkwürdiges zugetragen hat
4 Wie die Geburt Christi durch die Engel den Hirten verkündiget ist worden und was sich noch Merkwürdiges hat zugetragen
5 Wie die Hirten bei der Krippe ihre Lieder darbringen
6 Wie die hl. Drei Könige zum Herodes sind kommen und haben den neugeborenen Heiland gesucht
7 Wie die hl. Drei Könige zu der Krippe sind kommen und haben den neugeborenen Heiland verehrt
8 Wie die Schäfer und Wildpratschützen auf der Weide ihre Lieder darbringen
9 Wie die Bürger und Handwerksleut in der Stadt ihre Lieder darbringen

In der Zeit, als das Krippenspiel noch bis Maria Lichtmess aufgeführt wurde, gab es noch eine Szene „Als das Kind beschnitten wurde, gab man ihm den Namen Jesus", in der die Besucher/innen mit einem Neujahrswunsch bedacht wurden. Seit die Aufführungen nur mehr in der Adventszeit stattfinden wird diese Szene nicht mehr gespielt. Die letzten beiden Szenen (8 und 9) stellen den weltlichen Teil des Spieles dar. Die letzte Szene spielt am Hauptplatz von Traismauer wie er um 1800 ausgesehen hat. Hier treten verschiedene volkstümliche Figuren aus dieser Zeit auf - der Bandlkramer, der Wanderschneider, der Rauchfangkehrer und die Köchin. Der Schneider, der sein lustiges Lied mit „böhmakelnder" Klangfärbung vorträgt, findet Parallelen im Wiener Singspiel des 19. Jahrhunderts. Mit variiertem Text und ähnlicher Melodie ist er eine bekannte „spaßige Figur" dieser Zeit. Zu den beliebten Figuren zählt auch der Salzburger Bauer - die komische Figur des Stückes, der Zuckerl ins Publikum wirft. Zu Neujahr war es früher Brauch die Kinder mit Zuckerl zu beschenken.

Die Figuren des alten Krippenspiels haben teilweise noch Wachsköpfe. Die in den 1930er-Jahren hergestellten neuen Puppen bestehen durchwegs aus Holz. Sie stehen auf Brettchen, an die 15 Zentimeter lange Griffstäbe aus Holz angeschraubt sind. Nach wie vor bedient man sich mit Führungsrinnen, in denen die Figuren bewegt werden.
Die Kleidung der Figuren entspricht der jeweiligen Rolle sie ist aus grobem Stoff. Loden, Leinen oder auch aus Samt, Satin oder Seide. Besonders bunt gekleidet ist die Schar der weltlichen Figuren. Das Hintergrundbild der einzelnen Szenen ist zumeist ein Sternenhimmel, die Herbergsuche spielt in einer orientalischen Stadt und der Besuch der Könige bei Herodes findet in einem Prunksaal statt. Die Schlussszene zeigt den Hauptplatz von Traismauer um ca. 1800.

Der alte Krippenkasten im Heimatmuseum ist nur etwa 60 mal 80 Zentimeter groß und wurde von zwei Personen bespielt. Otto Lambauer jun. stellte in seiner Diplomarbeit fest, dass durch die kleinere Bühnengröße ein intimeres Spiel möglich war. Die Gesamtkonstruktion der neuen Bühne ist nunmehr sechs Meter breit, 2,30 Meter hoch und einen Meter tief. Fünf bis sechs Personen besorgen den Aufbau, bewegen die Figuren und ein Chor übernimmt den musikalischen Teil.

 Pfarrkirche und Schloss Traismauer, August 2023

Schienenseitig ist die Stadt durch die Tullnerfelder Bahn erschlossen. Mit dem Bahnhof Traismauer und der Haltestelle Gemeinlebarn bestehen in der Stadtgemeinde zwei Stationen.

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Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: