Reichenau an der Rax

Nobelkurort der Monarchie, Mai 2026

Reichenau an der Rax ist eine an den Ausläufern der Wiener Alpen gelegene Marktgemeinde in Niederösterreich und als heilklimatischer Kurort anerkannt. Der Ort Reichenau liegt etwa zwei Kilometer abseits der Südbahn. Es gibt einen gemeinsamen Bahnhof mit Payerbach mit dem Namen Payerbach-Reichenau. Der Ort wurde vor allem in der österreichisch-ungarischen Monarchie als Nobelkurort bekannt. Die Geschichte von Reichenau ist auch eng mit dem Bau der Semmeringbahn verbunden.

 Reichenau an der Rax, Mai 2026

Die Festspiele Reichenau sind der kulturelle Höhepunkt des Sommers in Reichenau. Gegründet 1988 von Peter und Renate Loidolt haben sie sich im Verlauf der Jahre zu überregionaler Bedeutung und einer der führenden Adressen im österreichischen Festspielkalender entwickelt. Sie finden zwischen Anfang Juli und Anfang August jeden Jahres statt. Bei täglichem Spielbetrieb werden rund 120 Vorstellungen gezeigt. Rund 41.000 Besucher aus dem In- und Ausland reisen jährlich zu diesen begehrten Aufführungen an.

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Theater Reichenau

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Musikpavillon im Kurpark

 Reichenau an der Rax, Mai 2026

Auf Initiative der damaligen Kurkommission wurde vor knapp 120 Jahren ein eigenes Komitee ernannt, welches für die Realisierung des Musikpavillons zuständig war. Dabei gab es anfangs rege Diskussionen darüber, welche Art Bauwerk eigentlich am geeignetsten erscheint, den 1892 angelegten Kurpark zu bereichern. Die vielen Vorschläge reichten bis hin zu einem Casino. Da aber zur Finanzierung eines solchen Bauwerkes zu wenige liquide Mittel zur Verfügung standen, entschied man sich kurzerhand für den Bau eines wetterunabhängigen Kommunikationsmittelpunktes. Ursprünglich als einfache Wandelbahn konzipiert, wurde das Vorhaben bald um einen integrierten Musikpavillon erweitert.

Die in der damaligen Zeit sehr gefragten Unternehmer Carl Postl und Carl Weinzettl zeichneten für die Ausführung verantwortlich. Nicht nur seine zentrale Lage, sondern vor allem auch die künstlerische Ausgestaltung machen den Pavillon zu etwas Besonderem. Der Pavillon im Kurpark von Reichenau ist als Meisterstück dieser Richtung anzusehen. Die Arbeit wurde über die Ortsgrenzen hinweg sehr geschätzt und hatte auch Vorbildwirkung. Im Jahr 1909 ließ auch die Nachbargemeinde Payerbach in ihrer Parkanlage einen Pavillon von Carl Weinzettl errichten. Seitdem prägt dieser kürzlich restaurierte zweiarmige Holzständerbau mit seinem eingeschwungenen Zeltdach und seinem Glockentürmchen auch dort das Ortsbild.

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Fussgängerbrücke zur Lenau-Insel

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Dem Andenken des deutschen Liederfürsten Franz Schubert, 1828 / 1928
Gesang-und Orchesterverein Reichenau, N.Ö.

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Schwarza

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Höllentalbahn Kurhausschleife

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Um 1260 bestand auf dem Geländeabsatz oberhalb der Schwarza ein Edelhof der Herren "auf dem Wog", der später in bäuerlichen Besitz überging. 1853 von der Familie Waißnix erworben, wurde an dessen Stelle nach Plänen des Architekten Anton Hefft eine luxuriöse Villa erbaut, die Kaiser Franz Josef I., Kaiserin Elisabeth und den kaiserlichen Kindern Kronprinz Rudolf und Erzherzogin Gisela zeitweise zum Sommeraufenthalt diente. Seit damals Rudolfsvilla genannt, wurde sie später Dependance der benachbarten Kuranstalt "Rudolfsbad" und ist heute Privathaus.

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Erbaut 1856-1857 von Ringstraßenarchitekt Anton Hefft auf den Fundamenten eines befestigten mittelalterlichen Edelhofes und späteren Gehöfts als Sommerdomizil für Kaiserin Elisabeth, Kaiser Franz-Josef, Kronprinz Rudolf und Erzherzogin Gisela diente das Sisi-Schloss Rudolfsvilla bis 1861 der allerhöchsten Sommerfrische.
Danach mehrere Jahre Sommeraufenthalt des Kaiserbruders Karl Ludwig und seiner zahlreichen Kinder, darunter der noch kleine spätere Thronfolger Franz Ferdinand. Als Teil der mondänen Kuranstalt Rudolfsbad ab 1866 Treffpunkt der Schönen & Reichen aus Adel, Gesellschaft, Kunst und Kultur wie Arthur Schnitzler, Sisis engem Freund Giyula Andrassy und Theodor Herzl, dessen Vermählung 1889 hier stattfand. Heute in Privatbesitz.

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Mitte der 1850-er Jahre von Ringstraßenarchitekt Anton Hefft für die Familie Waissnix erbaut, wurde das ursprünglich als Rudolfsschlössel bzw. Kaiservilla bekannte Anwesen für Kaiser Franz Josef, Kaiserin Elisabeth, Kronprinz Rudolf und Erzherzogin Gisela ab 1858 ein beliebter Wohnsitz während der Sommermonate und gab so den Anstoß für den Aufschwung der Region zur mondänen Sommerfrische. In den Jahren 1867 bis 1869 verbrachte auch der spätere Thronfolger Franz Ferdinand hier die Sommermonate mit seiner Familie. Kaiser Franz Josef hielt dem Rudolfsschlössel die Treue bis 1888, bevor die Ereignisse von Mayerling einen Schlussstrich unter seine Aufenthalte in Reichenau zogen.

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Skulptur 'Die vier Winde' vor dem 11er Haus

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PFARRKIRCHE REICHENAU
Zu Zeiten des Stiftes Neuberg wurde in der Schloßkapelle die Heilige Messe für die Bevölkerung von Reichenau gelesen. Diese Verpflichtung ging auf die Innerberger Hauptgewerkschaft über, als sie 1784 in den Besitz der Herrschaft kam. Nach Abbruch der Schloßkapelle 1829, mußten die Gottesdienste in einer Notkirche abgehalten werden. Erst 1846 war die von Maurermeister Michael Zeura nach Planberichtigung durch den Architekten des Hofbaurates Peter Nobile ausgeführte neue Kirche fertiggestellt. Sie war als Werkskirche konzipiert und wurde daber der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin des Berufsstandes der Bergleute und Eisenarbeiter, geweiht. 1884 erwarb die Gemeinde Reichenau die Kirche um 6.000 Gulden. Seit Errichtung der Pfarre Reichenau im Jahr 1908 ist sie Pfarrkirche.

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PFARRKIRCHE HL.BARBARA - PATRONIN DER BERGLEUTE BERGLEUTE, ERBAUT 1843-1845
1841 entschloss man sich zur Errichtung einer neuen Kirche. Der Bauherr der Kirche war die Innerberger Hauptgewerkschaft, Besitzer der Eisenhütten in Edlach und Knappenberg. Die Hofkammer für Münz-und Bergwesen übernahm das Patronat der Kirche. Der erste Entwurf von Architekt Bartak wurde dem maßgeblichen k.u.k. Hofbaurat vorgelegt. Dieser nahm einige Beanstandungen vor und verfasste am 6.Oktober 1841 ein Gutachten, dem ein abgeänderter Bauplan beigelegt wurde. Dieser wurde vom Hofratsmitglied Peter Nobile unterfertigt. Am 3. April 1843 wurde mit dem Bau der Kirche zu Reichenau begonnen. „Den Bau übernahm der sehr brave Baumeister Michael Zeura von Klagenfurt" (Payerbacher Pfarrchronik).

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Die Kirche wurde von 1843 bis 1846 als Werkskirche für die Bergarbeiter nach einem Entwurf von Wenzel Bartak 1841 überarbeitet von Peter Nobile in der Ausführung von Michael Zeura erbaut. Auftraggeber war die k.k. Innerberger Hauptgewerkschaft Eisenerz. 1970/1971 wurde die Kirche außen und 1995 innen restauriert.
Die Kirche wurde 1846 als Filiale der Pfarrkirche Payerbach geweiht und 1908 zur selbstständigen Pfarrkirche erhoben.

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Es handelt sich um eine „blockhafte spätklassizistische Saalkirche mit Fassadendachreiter, im kubischen Stil in der Nachfolge des zentralisierenden Typus des frühen 18. Jahrhunderts“ (Dehio). Das Kircheninnere zeigt ein helles sparsam gegliedertes Langhaus mit einem kräftigen Gesims. Dem zentralen Joch mit einer Hängekuppel ist mit einer Quertonne im Eingang erweitert. Die Orgelempore steht auf toskanischen Holzsäulen und Pilastern. Der Chor ist platzlgewölbt. Die Orgel baute Johann M. Kauffmann 1939 in einem neogotischen Gehäuse.

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1845 wurde die Inneneinrichtung der Kirche zu Reichenau geschaffen. Das Altarbild mit dem Bilde der Hl. Barbara wurde von Friedrich Schilcher gemalt und gestiftet vom Hofschauspieler Ludwig Löwe.

ALTARBILD: Der Hofschauspieler Ludwig Löwe hat sich in der Art mittelalterlicher Stifterdarstellung im Vordergrund porträtgetreu verewigen lassen. Er stellt einen soeben glücklich aus dem Schacht zurückgekehrten Bergmann dar, der zusammen mit seiner Familie der Heiligen Barbara für ihre schützende Fürsprache dankt.

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Die Kirche wurde als Werkskirche erbaut und ist ein interessantes Bauwerk des kubischen Stils im österreichischen Spätbiedermeier. Geweiht wurde sie der heiligen Barbara, der Schutzpatronin des Berufstandes der Bergleute und Eisenarbeiter, am 9. August 1846 durch Fürst Erzbischof zu Wien, Vinzenz Eduard Milde. Ihr Patrozinium wird am 4. Dez. gefeiert. 1908 wurde Reichenau eine eigenständige Pfarre. Bis zu diesem Zeitpunkt gehörte sie zu Payerbach.

Reichenau an der Rax, Mai 2026 Reichenau an der Rax, Mai 2026

Die Einrichtung aus der Bauzeit ist spätklassizistisch teils aus marmoriertem Holz, 1973/1974 wurde die ursprüngliche Polychromierung wieder hergestellt.

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Über den Taufbrunnen befindet sich die Kopie des Gemäldes,, Johannes der Täufer " von Guido Reni.

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Kaiser Karl Reliquie von Reichenau in der Wochentagskapelle
Hier hat Kaiser Karl gemeinsam mit seiner Gemahlin, Kaiserin Zita regelmäßig die Hl. Messen mitgefeiert.

Reliquienmonstranz im Oratorium (Kaiser Karl-Kapelle) rechts vom Altarraum

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Reichenauer Schloss-Stuben am Schlossplatz

 Reichenau an der Rax, Mai 2026

Das Schloss Reichenau wurde um 1190 unter den Herren von Stuppach-Klamm an einer Flussschlinge der Schwarza errichtet (Veste Reichenau). Der Sitz der Herrschaft Reichenau wurde im Jahr 1256 erstmals urkundlich erwähnt, als adelige Dienstleute der Herren von Pitten-Klamm die Eigentumsrechte erwarben. Diese Eigentumsrechte wurden im Jahr 1311 an die Brüder Fallbach weiter veräußert. Herzog Otto der Fröhliche kaufte 1333 die Herrschaft Reichenau und das Schloss und schenkte das Schloss dem Stift Neuberg. Die Zisterziensermönche waren über 450 Jahre in Reichenau ansässig. Wegen des günstigen Klimas verbrachten mehrere Neuberger Äbte oft lange Zeit im Schloss Reichenau. Im Jahre 1784 ging die Herrschaft Reichenau in das Eigentum der Innerberger Hauptgewerkschaft über, die das Schloss als Amtssitz und Wohnung für hohe Beamte nutzte.

Die letzte Eigentümerin Margarethe Bader-Waissnix errichtete im Jahr 1992 eine Stiftung zu Gunsten der Gemeinde Reichenau. Der Zweck der Stiftung ist die Errichtung eines Kulturzentrums. In Entsprechung dieser Stiftung war im Jahr 2003 das Schloss Reichenau der Hauptausstellungsort der Niederösterreichischen Landesausstellung. Auch im Jahre 2004 konnte mit einer großen Eisenbahnausstellung zum Jubiläum 150 Jahre Semmeringbahn unter dem Motto Faszination Semmeringbahn eine Ausstellung gezeigt werden.

 Reichenau an der Rax, Mai 2026

Reichenauer Schloss-Stuben am Schlossplatz und die Katholische Kirche Reichenau an der Rax (St. Barbara)

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Historische Kutsche

 Reichenau an der Rax, Mai 2026

Kaisersteine bei der historischen Bahn - Haltestelle: Höllentalbahn Bahnhof Reichenau
An der Esplanade nahe des Bahnhofs Reichenau (der Höllentalbahn) in Reichenau an der Rax steht eine Skulptur aus mehreren Koffern mit Namen der Habsburger.

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Die niederösterreichische Höllentalbahn ist eine schmalspurige, elektrische Lokalbahn mit einer Spurweite von 760 mm, welche vom ÖBB-Bahnhof Payerbach-Reichenau an der Semmeringbahn auf einer ca. 5 km langen Strecke über Reichenau an der Rax nach Hirschwang bis zum Beginn des Höllentales führte. Heute wird sie ab der 400 m entfernten Station Payerbach Lokalbahn nur mehr als Museumsbahn betrieben.

LOKAL-(MUSEUMS-) BAHN: Schon 1868 versuchte man das Reichenauer Tal durch eine Bahnlinie, die nach Mürzzuschlag führen sollte, zu erschließen. Vor allem aus finanziellen Gründen blieb diesem und vielen ähnlichen Projekten die Verwirklichung versagt. Erst 1918 wurde im Zuge der Entwicklung der Rüstungsindustrie, eine Bahnlinie von Payerbach nach Hirschwang errichtet. 1926 nach Eröffnung der Rax-Seilbahn adaptierte man die Bahn auch für den Personenverkehr. Aus dieser Zeit stammt auch das kleine Stationsgebäude in Reichenau.
1963 mußte der Personenverkehr aus Rentabilitätsgründen eingestellt werden. Seit 1979 betreibt die "Österreichische Gesellschaft für Lokalbahnen" die Bahnstrecke zwischen Payerbach und Hirschwang als Museumsbahn.

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SCHLOSSBRÜCKE: Schon um 1190 bei Verlegung des Herrschaftssitzes von Schneedörfl ins Tal nach Reichenau, dürfte an der heutigen Stelle eine Brücke bestanden haben. Auf einer Abbildung aus dem Jahre 1670 ist diese deutlich erkennbar. 1886 in Stein ausgeführt, wurde sie im Jahre 1991 renoviert und auf zwei Fahrspuren verbreitert.

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JOHANNESKAPELLE: Die barocke Kapelle des Brückenheiligen Johannes von Nepomuk, deren Gitter eine besonders schöne Schmiedearbeit darstellt, stammt aus der Zeit vor 1734, denn in diesem Jahr wird sie bereits in einem Grundbuch der Herrschaft Reichenau erwähnt.

 Reichenau an der Rax, Mai 2026

Nepomukkapelle: Die barocke Kapelle des Brückenheiligen Johannes von Nepomuk, deren Gitter eine besonders schöne Schmiedearbeit darstellt, stammt aus der Zeit vor 1734, denn in diesem Jahr wird sie bereits in einem Grundbuch der Herrschaft Reichenau erwähnt. Die wahrscheinlich in Birnenholz geschnitzte Figur des Heiligen Nepomuk stammt von einem nicht bekannten Künstler. Sie wurde zuletzt im Frühling 2011 von dem in Reichenau wohnhaften Kunstmaler Mino Sudik restauriert.

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ERLANGERPARK: Als erste öffentliche Parkanlage in der Gemeinde Reichenau wurde 1881 vòm damaligen Verschönerungsverein der kleine Park an der Johannesbrücke errichtet. Man benannte ihn nach Viktor Baron Erlanger, einem Bankier aus Wien, der 1873 die Villa Trautenberg erworben batte, in der Sommergesellschaft eine bedeutende Rolle spielte und als großer Wohlt galt. 1886 erbaute man einen Musikpavillon, dessen Eisenkonstruktion in dem 1891 stillgelegten Edlacher Eisenwerk hergestellt worden war. Hier konzertierte vor Errichtung des Kurparkes, täglich die Kurkapelle. Die Einbahnregelung um die kleine Parkanlage besteht seit 1938.

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Kristallbrunnen im Erlanger-Park
Der Brunnen wurde anlässlich des "Jahres des Wassers" 2003 errichtet und soll das klare und saubere Wasser Wiens und Niederösterreichs symbolisieren. Reichenau ist die Wiege des Wiener Wassers.

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Österreichischer Alpenverein Sektion Reichenau

 Reichenau an der Rax, Mai 2026

Im Rahmen des europäischen Wettbewerbes Entente Florale Europe wurde Reichenau 2010 mit einer Silbermedaille in der Kategorie Dorf ausgezeichnet.

 Reichenau an der Rax, Mai 2026

 Reichenau an der Rax, Mai 2026

 Reichenau an der Rax, Mai 2026

Krieger-Denkmal
Zum Gedenken der Gefallenen Gestorbenen und Vermißten 1914-1918
Zum Gedenken der Gefallenen Gestorbenen und Vermißten 1939-1945

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 Reichenau an der Rax, Mai 2026

VILLA CORETH: Carl Graf Coreth, damals Rittmeister und Kämmerer wurde 1870 zum Erzieher des späteren Erzherzog-Thronfolgers Franz Ferdinand bestellt. Er war dann auch Erzieher der jüngeren Söhne des Erzherzogs Carl Ludwig, der mit seiner Familie die Sommerhalbjahre in der Villa Wartholz verbrachte. Wegen der durch seine Stellung enge Bindung an die erzherzogliche Familie, ließ sich Graf Coreth ebenfalls in Reichenau nieder und erbaute 1870/71 eine Villa in der Eichengasse. Hier wurde er mehrmals von den kaiserlichen Prinzen besucht. Die Villa ist unverändert erhalten, doch wurde später ein Anbau mit drei Geschossen angefügt.

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SCHLOSS HINTERLEITEN: 1883 erwarb Baron Nathaniel Rothschild mehrere Grundstücke in Reichenau/Hinterleiten und fügte sie zu einem 19 Hektar großen Park zusammen. Dort ließ er von den bekannten Architekten Armand Banqué und Albert Pio in zwei Bauetappen ein Schloß errichten. Zuerst entstand ab 1884 im englischen Landhausstil der Personaltrakt. Etwas später wurde mit dem Bau des eigentlichen Schlosses in der Art der französischen Renaissance begonnen. 1889 stellte Rothschild den Bau aber vorzeitig ein und widmete das zur Hälfte fertiggestellte Schloß als Stiftung den invaliden Offizieren der k.u.k. Armee. Die Ursache für diese Handlungsweise ist unbekannt. Der Biograph des Barons schrieb dazu: "Eine Laune schuf es und eine Laune gab es hin." Heute sind die altösterreichischen Militärstiftungen Eigentümer der Liegenschaft.

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Das Schloss Rothschild oder Schloss Hinterleiten in Hinterleiten in der niederösterreichischen Gemeinde Reichenau an der Rax wurde 1884 bis 1889 im Neo-Louis XIII-Stil für Nathaniel Meyer Freiherr von Rothschild nach Plänen von Amand Louis Bauqué und Albert Emilio Pio erbaut. Der aus zwei Teilen, dem Personaltrakt und dem eigentlichen Schloss bestehende Komplex wurde jedoch nie fertiggestellt und schließlich dem k.u.k. Kriegsministerium als Heim für invalide Subalternoffiziere gestiftet.

Das von einem 19 Hektar großen Park umgebene Schloss besteht aus einem Hauptbau und einem Personaltrakt, die je in einem anderen Architekturstil gehalten sind. Der vierflügelige Personaltrakt mit Innenhof ist in einem rustikalen Landhausstil als Fachwerkbau errichtet, während das eigentliche Schloss, ein Natur- und Backsteinbau im Louis XIII-Stil, mit seiner vielgestaltigen Fassade und den verschiedenen Gaube-, Giebel- und Rauchfangformen der stark gegliederten Dachlandschaft das Repräsentationsbedürfnis des Bauherrn widerspiegelt.

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An einem der schönsten Spazierwege oberhalb von Reichenau, dem Verbindungsweg zwischen Schloss Rothschild und Schloss Wartholz steht eine schöne, im neugotischen Stil errichtete Kapelle, die „Matthias-Kapelle“. Sie ist dem Heiligen Apostel Matthias geweiht. Matthias war ein Jünger Jesu von Anfang an. Über ihn schreibt Lukas in der Apostelgeschichte (Apg.1, 20-26) wie er nach dem Selbstmord des Judas Iskariot von den verbliebenen elf Aposteln durch Gebet und Losentscheid als einer von ihnen aufgenommen wurde. Der Name Matthias kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „Gottesgeschenk“. In der Literatur wird Matthias „Apostel der Treue“ genannt. Sein Gedenktag wird im deutschsprachigen Raum am 24. Februar begangen.

Maria von Schönerer, die Witwe des österreichischen Eisenbahnpioniers Matthias Ritter von Schönerer (geb. 1807, verst. 1881) ließ 1882 zum bleibenden Gedächtnis an ihren verstorbenen Gatten an diesem schönen Platz die Kapelle errichten.

MATTHIAS KAPELLE: Maria von Schönerer ließ in Erinnerung an ihren 1881 verstorbenen Ehemann, den Eisenbahnpionier Matthias Ritter von Schönerer, in neugotischem Stile eine Kapelle erbauen, die 1885 eingeweiht wurde.

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Gegenüber der Matthias-Kapelle kommen seit 1946 an jedem 1. November zu Allerheiligen Reichenauer Familien und Freunde beim Gedenkstein zusammen, um in einer Feier der 17 Opfer zu gedenken, die dort in unmittelbarer Nähe und im Gemeindegebiet von Reichenau in den letzten Apriltagen 1945, kurz vor Ende des 2. Weltkrieges, für ihre Treue zu Österreich und ihren Widerstand zum Nationalsozialismus ihr Leben lassen mussten.

GEDÄCHTNISSTEIN: Am 25. April 1945 - wenige Tage vor Kriegsende - wurde eine Gruppe von Gegnern des Nationalsozialismus hierher gebracht und ohne Gerichtsverfahren vor ein Erschießungskommando gestellt. Maria Czuba, Maria Karasek, Maria Reifböck und Dr. Josef Thaler fanden den Tod.

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Der Ingenieur Matthias Ritter von Schönerer war als Bauleiter maßgeblich am Bau der „Pferdeeisenbahn Linz-Budweis“ und der „Wien-Raaber-Bahn“ beteiligt. Vor allem war er der Erbauer der Südbahn, der „Wien-Gloggnitzer-Bahn“. Baubeginn 1840, Eröffnung am 5. Mai 1842, Christi Himmelfahrt. Der Erfolg der Bahnstrecke übertraf alle Erwartungen und sie entwickelte sich zur Touristenattraktion. An Sonn- und Feiertagen mussten Sonderzüge eingesetzt werden. Schönerer war der erste Eisenbahnbauer Österreichs und anschließend auch am Bau der Semmeringbahn mit Carl Ritter von Ghega beteiligt.

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Die Villa Wartholz oder Schloss Wartholz ist eine ehemalige Kaiservilla in Reichenau an der Rax in Niederösterreich. Der Name leitet sich von einer in der Nähe befindlichen spätgotischen Lichtsäule aus der Zeit um 1500 her, die den Namen Wartkreuz trug. In der Villa findet seit 2008 jährlich der Literaturwettbewerb Wartholz statt.

Wartholz wurde von Heinrich Missong (1844–nach 1901) nach einem Entwurf von Heinrich Ferstel im historistischen Baustil in den Jahren 1870 bis 1872 im Auftrag von Erzherzog Karl Ludwig, Bruder von Kaiser Franz Joseph I., gebaut. Der schlossartige Bau mit Türmen wurde weniger für Repräsentations- denn für Erholungszwecke geplant. Die Villa benutzten auch Kaiser Karl I. und Kaiserin Zita; Karl I. war privat Eigentümer der durch Erbschaft an ihn gelangten Villa. Sein Sohn Otto von Habsburg (1912–2011), nach Karls Tod 1922 bis 1973 Eigentümer der Villa, wurde in der Villa Wartholz geboren.

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Raxwald

 Reichenau an der Rax, Mai 2026

Raxwald

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Orthofstraße in Richtung Kletschka-Höhe

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WARTKREUZ: Spätgotische, aus der Zeit um 1500 stammende Lichtsäule. Beim Besuch der zum Stift Neuberg gehörenden Herrschaft Reichenau wurde hier der jeweilige Abt empfangen.

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Schloss Wartholz zeichnet sich durch eine bewegte und historisch bedeutsame Geschichte aus. Erbaut im Stil des Historismus, wurde Wartholz nach nur 3-jähriger Bauzeit im Jahr 1872 von Architekt Heinrich von Ferstel an den Bauherrn Erzherzog Karl Ludwig übergeben. Gesellschaftlich bedeutend waren Karl Ludwigs Offenheit für die Bevölkerung sowie seine Aktivitäten als Förderer von Wissenschaft, Kunst & Literatur, die Schloss Wartholz zu einem kulturellen Treffpunkt machten. 1911 wählte Karl, der Enkel des Erzherzogs, das Schloss als Wohnsitz und später als kaiserliche Residenz, wodurch es im Ersten Weltkrieg zum Mittelpunkt politischer Ereignisse wurde.

Am 20.11.1912 wurde hier Otto von Habsburg als ältester Sohn Kaiser Karls & Kaiserin Zita geboren. Als letztes offizielles Ereignis gilt die Promotion der Maria-Theresien Ritter durch Kaiser Karl an dessen Geburtstag, dem 17. August 1918. Schloss Wartholz war der Lieblingsaufenthaltsort der kaiserlichen Familie und, so wie wir heute, schätzten sie die traumhafte Natur des Rax-Schneeberggebietes, die frische Luft und das glasklare Wasser.

Schlossgärtnerei Wartholz

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Erzherzog Carl Ludwig (Bruder des Kaisers) ließ durch den bekannten Ringstraßenarchitekten Heinrich von Ferstel die 1874 fertiggestellte Villa Wartholz erbauen. Der Erzherzog und seine Familie verbrachten hier alljährlich die Zeit von Pfingsten bis nach Weihnachten. Die Villa war dann der Lieblingsaufenthalt des Erzherzogs Karl Franz Josef (ab 1916 Kaiser Karl I.) und seiner Gemablin Zita. Dr. Otto Habsburg-Lothringen wurde 1912 als deren ersten Sohn in der Villa Wartholz geboren. Von 1916 bis 1918 kaiserliche Sommerresidenz, kam es hier mit der Promotion der Maria Theresien-Ritter zu den letzten großen Staatsakten der Monarchie. Die Villa Wartholz war dann Fremdenpension und Schulungsheim. Heute befindet sie sich in Privatbesitz.

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Der selige Karl aus dem Hause Österreich - Kaiser von Österreich und König von Ungarn (*1887-†1922)
„Mein ganzes Streben geht stets dahin, so klar wie möglich in allem den Willen Gottes zu erkennen und zu erfüllen, und zwar so vollkommen wie nur möglich."

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EHEMALIGES FORSTAMT: Ab 1881 war Leo Ritter von Hertberg Alleinbesitzer der Herrschaft Reichenau. Nach Plänen des Architekten Lothar Abel ließ er 1894/95 das herrschaftliche Forstamt erbauen. Den im Stile der niederländischen Renaissance gehaltenen, historistischen Bau erwarb 1913 Paula Baronin Zedtwitz, die ihn zu einer Villa ausstatten ließ. 1917 ging die Liegenschaft auf Kaiser Karl I., über, der hier einen Teil seines Hofstaates unterbringen wollte. Von 1938 bis 1945 als Parteiheim der Nationalsozialisten in Verwendung, ist die Villa heute in Privatbesitz und ein Beispiel für die musterhafte Renovierung eines alten Villenbaues.

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DOMÄNENVERWALTUNG: Nach dem 1877 erfolgten Kauf der Herrschaft Reichenau durch ein Finanzkonsortium, dem auch der spätere Alleinbesitzer Leo Ritter von Hertberg angehörte, war es vordringlich, ein Verwaltungsgebäude zu errichten. Nach den Plänen der Architekten Heinrich Claus und Josef Groß wurde 1878 das bis heute fast unveränderte Gebäude der Domänenverwaltung errichtet. Um 1910 von der Gräfin Philippine Castel erworben, wurde dort ab 1911 während der Sommermonate ein Institut für höhere Töchter betrieben. Auch später und zwar bis 1975 hatten Kinder die Möglichkeit, im "Spatzennest" Erholung zu finden. Ab 1983 wurde die Villa zu einem Appartementhaus umgestaltet.

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Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: