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Die Cattedrale Santa Maria Assunta ist das geistliche
Zentrum in Reggio Emilia und vereint Jahrhunderte religiöser Kunst. Die
Kathedrale von Reggio Emilia wurde ursprünglich im 9. Jahrhundert
errichtet, als die Stadt sich zu einem wichtigen religiösen und
politischen Zentrum entwickelte.
Die Fassade der Kathedrale präsentiert sich in einem charakteristischen
Stil, der romanische Ursprünge mit Renaissance- und Barockelementen
verbindet. Besonders auffällig ist das unvollendete Aussehen, da
geplante Erweiterungen nie vollständig realisiert wurden. Dennoch
verleiht gerade diese Fragmentierung dem Bauwerk seinen besonderen
Reiz. Der Glockenturm erhebt sich imposant über die Piazza Prampolini,
dem zentralen Platz der Stadt, und dient seit Jahrhunderten als
markanter Orientierungspunkt.

Der Dom von Reggio Emilia, oder Duomo di Reggio Emilia, erhebt sich
stolz im Herzen von Reggio Emilia in Italien und ist ein Zeugnis
jahrhundertelanger architektonischer Entwicklung und religiöser
Hingabe. Dieses prächtige Bauwerk, das der Heiligen Maria von der
Himmelfahrt gewidmet ist, ist nicht nur die Mutterkirche der Diözese
Reggio Emilia-Guastalla, sondern auch ein Symbol des reichen
historischen Erbes der Stadt.

Über die Jahrhunderte hinweg erfuhr der Bau zahlreiche Erweiterungen
und Umbauten, die seine heutige Gestalt prägten. Besonders im 15. und
16. Jahrhundert wurde die Kirche grundlegend erneuert, wobei Teile der
ursprünglichen romanischen Struktur erhalten blieben. Diese Mischung
macht die Kathedrale zu einem Spiegelbild der wechselvollen Geschichte
der Stadt. Die Cattedrale Santa Maria Assunta zeigt mit romanischen und
barocken Elementen eine eindrucksvolle, teils unvollendete Fassade.

Das Innere der Kathedrale überrascht mit seiner Weite und Helligkeit.
Das Kirchenschiff wird von mächtigen Säulen getragen, die eine
feierliche Atmosphäre schaffen. Zahlreiche Kapellen säumen die Seiten
und sind reich mit Fresken, Altären und Stuckarbeiten verziert.
Besonders eindrucksvoll ist die Cappella del Sacramento mit Fresken von
Prospero Spani, die den Gläubigen eine lebendige Bildwelt eröffnen.
Auch Werke von Camillo Procaccini und anderen bedeutenden Künstlern der
Emilia-Romagna finden sich hier.

Beim Betreten des Doms von Reggio Emilia fühlt man sich wie in eine
großartige Erzählung von Kunst und Architektur versetzt. Das Innere,
das in einem lateinischen Kreuzlayout gestaltet ist, erstreckt sich
über 73,3 Meter in der Länge und verfügt über drei Schiffe mit
halbrunden Apsiden. Das zentrale Schiff, flankiert von Arkaden auf
kräftigen Säulen, führt zur großen Kuppel im Querschiff, einem
Meisterwerk, das 1623 vom lokalen Architekten Messori entworfen wurde.
Die Tonnengewölbe der Schiffe, die 1778 von Giuseppe Barlaam Vergnani
fertiggestellt wurden, verleihen der Kathedrale eine monumentale
Ausstrahlung.
Kürzliche Restaurierungen haben Spuren von Fresken aus dem 13. und 14.
Jahrhundert in verschiedenen Teilen des Schiffs und der Krypta zutage
gefördert und den historischen Reiz der Kathedrale weiter verstärkt.
Besonders bemerkenswert sind die Fresken in der Kapelle des
Allerheiligsten Sakraments, die in den 1530er Jahren von Giovanni
Giarola, einem Schüler von Correggio, gemalt wurden. Die Kuppelfresken,
die 1779 von Francesco Fontanesi geschaffen wurden, bereichern das
künstlerische Erbe der Kathedrale zusätzlich.


Der Hochaltar, geschmückt mit einem Gemälde der Himmelfahrt von
Federico Zuccari, ist ein zentraler Punkt der spirituellen und
künstlerischen Verehrung. Die Kapelle des Allerheiligsten Sakraments,
mit Statuen von Propheten von Paolo Emilio Besenzi und einem
aufwändigen Marmor-Ziborium, das von einem bronzenen Bild des
auferstandenen Christus gekrönt wird, ist ein weiteres Zeugnis des
künstlerischen Erbes der Kathedrale.

Neben den architektonischen Strukturen sind es vor allem die
Kunstwerke, die die Kathedrale zu einem Schatzhaus machen. Die Fresken,
Skulpturen und Altargemälde spiegeln das religiöse und kulturelle Leben
der Stadt über Jahrhunderte wider. Ein besonderes Augenmerk verdient
die Darstellung der Himmelfahrt Mariens, die dem Kirchenpatrozinium
entspricht und das zentrale Thema der Verehrung bildet. Diese
ikonografische Ausrichtung unterstreicht die Rolle der Jungfrau Maria
als Beschützerin der Gemeinde.

Die Kapellen innerhalb des Doms von Reggio Emilia sind wahre
Schatzkammern der Kunst und Geschichte. Die Brami-Kapelle zeigt ein
Altarbild von Jacopo Palma il Giovane, während die Toschi-Kapelle,
entworfen von Girolamo Rainaldi, Gemälde von Giuseppe Cesari,
Cristoforo Roncalli und Domenico Cresti beherbergt. Die Rangone-Kapelle
enthält das monumentale Grab von Bischof Ugo Rangone, das von Prospero
Sogari geschaffen wurde.

Weitere bemerkenswerte Kapellen sind die Fiordibelli-Kapelle mit einem
Gemälde von Giovan Francesco Barbieri, bekannt als Guercino, und die
Notariatskapelle, die das verehrte Basrelief der Madonna Tacoli
beherbergt, das jedes Jahr am 21. November als "Madonna der Gesundheit"
gefeiert wird. Die Kathedrale enthält auch Werke von Künstlern wie
Augusto Mussini, Carlo Bononi, Francesco Vellani, Sebastiano Vercellesi
und Orazio Talami.



Im Februar 2009 wurde bekannt gegeben, dass unter der Kathedrale ein
römischer Mosaikboden mit Szenen heidnischer Riten und orientalischer
Götter entdeckt worden war. Das 13 Quadratmeter große Mosaik aus dem 4.
Jahrhundert n. Chr. wurde bei archäologischen Untersuchungen in der
Krypta in einer Tiefe von etwa vier Metern freigelegt. Größe und
Gestaltung des Mosaiks lassen vermuten, dass es den Boden eines großen
Raumes bildete. Das Mosaik ist heute ein bedeutendes Ausstellungsstück
des Diözesanmuseums (Museo Diocesano), das auch Fragmente antiker
Kirchen aus der Zeit der Matilde von Canossa sowie ein
mittelalterliches Basrelief (Christus auf dem Thron inmitten von
Engeln) beherbergt, das sich ursprünglich im Hauptaltar der Kathedrale
befand.

Krypta

Krypta

Krypta

Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag,
kann sich gerne dieses Video antun: