Pfänder

mit der Pfänderbahn, August 2017

Der Pfänder ist ein 1062 m ü. A. hoher Nebengipfel des Hochbergs im Pfänderstock der Allgäuer Alpen. Er liegt am Ostende des Bodensees und gilt als "Hausberg" von Bregenz, liegt jedoch größtenteils auf dem Gemeindegebiet von Lochau. Mit seiner Aussicht auf den Bodensee und auf „240 Alpengipfel“ ist er einer der berühmtesten Aussichtspunkte der Region.

Die Pfänderbahn ist eine Luftseilbahn in Bregenz im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Sie verbindet die Talstation auf 419 m ü. A. mit der 1022 Meter hoch gelegenen Bergstation nahe der Pfänderspitze. Sie ist die einzige Seilbahn im Pfänderstock.

 Pfänder mit der Pfänderbahn, August 2017

Der Pfänder ist der dritthöchste Punkt des Pfänderstocks, der sich im Osten des Bodensees, oberhalb von Bregenz und Lochau, über eine Strecke von etwa 5 Kilometern hinzieht.

Pfänder 1.064 m Lochau am Bodensee

 Pfänder mit der Pfänderbahn, August 2017

Die Pfänderbahn wurde von Juli 1926 bis Februar 1927 erbaut und am 20. März 1927 als dritte Personen-Seilschwebebahn Österreichs durch Bundespräsident Michael Hainisch eröffnet.

 Pfänder mit der Pfänderbahn, August 2017

Unterhalb des Gipfels besteht ein Alpenwildpark mit heimischen Tieren, in dem u. a. Alpensteinböcke, Wildschweine und Rothirsche beobachtet werden können.

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Das Alpenmurmeltier ist in den Zentral- und Westalpen beheimatet. In Familiengruppen lebt es an sonnigen Hängen, wo ausgedehnte unterirdische Baue gegraben werden. Bei drohender Gefahr warnt es mit einem Pfiff die gesamte Kolonie. Seine Nahrung besteht aus Kräutern, Gräsern, Blättern, Blüten und Wurzeln. Von August an beißt es Gras ab um es zu trocknen und als Neststreu in den Bau zu tragen. Meistens 3 Junge. Der Winterschlaf dauert etwa 6 Monate.

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Das Alpenmurmeltier (Marmota marmota)
Murmeltiere leben in Kolonien ganzjährig auf Grashängen oberhalb der Baumgrenze. Sie ernähren sich von alpinen Gräsern und Kräutern. Im Sommer fressen sie sich eine dicke Speckschicht an. Im Herbst sammeln die Murmeltiere Heu und tragen es als Winterlager in den Bau.

Der schlimmste Feind der Murmeltiere ist der Steinadler. Gegen ihn und andere Feinde ist ständig ein Beobachter auf Wachposten. Bei Gefahr stößt er einen schrillen Pfiff aus, der auch von Gemsen als Warnruf verstanden wird. Die Tiere können bei der Flucht in den Bau erstaunliche Geschwindigkeiten erreichen. Die Männchen der Murmeltiere werden in der Jägersprache Bären genannt, die Weibchen sind die Katzen und Jungtiere werden als Affen bezeichnet.

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Der Rothirsch (Cervus elaphus hippelaphus)
Der Rothirsch gilt heute in der mitteleuropäischen Jagd als das edelste Wild. Dazu haben die stattliche Größe von bis zu 125 cm Widerrist-Höhe, ein Gewicht von bis zu 250 kg, sein imposantes Geweih und sein hochinteressantes Brunftverhalten beigetragen.

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Brunft auf Leben und Tod - Die für den Hirsch ausgesprochen anstrengende Brunft dauert vom September bis in den Oktober hinein. Dabei sammelt ein starker „Platzhirsch" bis zu 12 Hirschkühe im Brunftrudel, das er während der ca. 3 Wochen dauernder Brunft Tag und Nacht gegen die Beihirsche bewacht. Seine Anwesenheit markiert er durch lautes, weithin hörbares Röhren.

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Mit Widersachern kämpft der Platzhirsch lange und heftig - dabei kann es zu tödlichen Verletzungen durch Geweihstiche kommen - die Jägersprache nennt dies Forkeln.

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Kälberhunger und Geruchsignale - Das im Juni geborene Kalb hat weiße Tupfen und wird in den ersten zwei Wochen an einem sicheren Platz abgelegt. Ist es hungrig, öffnen sich die Vorderaugendrüsen. Das Geruchsignal veranlaßt die Hirschkuh zum Säugen des Kalbs.

Nur das männliche Tier, der Hirsch, trägt ein Geweih. Einmal im Jahr wirft der Rothirsch sein Geweih ab und ein neues wächst heran. Während des Wachstums ist das Geweih von einer durchbluteten Haut, dem Bast, überzogen. Ist das Geweih nach etwa fünf Monaten ausgewachsen, trocknet der Bast ein und wird beim „Fegen" abgescheuert.

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Das Wildschwein (Sus scrofa scrofa)
Das Wildschwein ist Urahn unserer Haussenweine. Allein in Deutschland werden etwa 32, weltweit etwa 850 Millionen Hausschweine gehalten. Aus dem Wildschwein wurden im Lauf der Zeit hunderte Hausschwein-Rassen gezüchtet, deren Eber teilweise bis zu 500 kg wiegen können. Männliche Wildschweine (Keiler) erreichen eine Höhe bis zu 110 cm und ein Maximalgewicht von etwa 250 kg.

Das Wildschwein, Stammform unseres Hausschweins, lebt rudelweise in Laub- und Mischwäldern mit Jungkulturen, Dickichten und sumpfigen Stellen, ist aber auch in Kulturland anzutreffen. Als Allesesser ernährt es sich von Bucheckern, Eicheln, Beeren, Gräsern, Kräutern, Wurzeln, Rüben, Kleintieren aller Art und Abfällen. Die Bache wirft bis zu 10 längsgestreifte Frischlinge. Die Eckzähne des Keilers sind gefährliche Waffen.

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Der Alpensteinbock (Capra ibex ibex)
Die Rudel des Alpensteinbocks bewohnen das ganze Jahr hindurch unzugängliche Felshänge und steile Rasen der hochalpinen Zone. Die Tiere kommen nur im extremen Hochwinter in tiefere Lagen.

Der Alpensteinbock lebt in den Hochgebirgen oberhalb der Waldgrenze in 1600-3200 m Höhe, bevorzugt in steilen und felsigen Hängen. Die Brunft dauert von Dezember-Januar. Die Geiß bringt meistens 1 Kitz zur Welt. Außerhalb der Paarungszeit lebt der Steinbock in getrennten Bock- und Geiß/Jungtier-Rudeln. Seine Nahrung besteht aus Gräsern, Kräutern und gelegentlich Holzgewachsen. Die Hörner der Böcke wachsen zeitlebens und werden bis zu 1 m lang.

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Die Bocksrudel leben außer im Januar zur Brunftzeit das ganze Jahr von den Geißen und Kitzen getrennt. Im Frühsommer setzen die Geißen normalerweise ein Kitz, das schon am ersten Tag der Geiß in schwierigem Gelände folgen kann. Es wird etwa ein halbes Jahr lang gesäugt. Im rauhen Hochgebirgsklima ist ein hoher Fettgehalt der Milch überlebensnotwendig. Bei Imponierkämpfen vor den Steingeißen stellen sich die brunftigen Widersacher auf die Hinterläufe und krachen die wuchtigen Hörner lautstark aufeinander.

Im Mittelalter wurden dem Gehörn, Herz, Blut und vor allem den sogenannten Bezoarsteinen im Magen von Steinböcken aphrodisische und magische Eigenschaften nachgesagt. Deshalb wurde der Steinbock im Alpenraum massiv gewildert. Im Jahr 1706 führte dies in Österreich zu seiner Ausrottung. Nur 54 Tiere überlebten im „Gran Paradiso", dem damaligen Jagdrevier des italienischen Königs Victor Emanuel II. Gezielte Zuchtmaßnahmen und strenger Schutz ermöglichten eine Wiedereinbürgerung in den Zentralalpen. Der heutige Bestand umfaßt wieder etwa 13.000 Tiere.

Hervorragende Kletterer - Das dicke Fell, der gedrungene, kräftige Körperbau und ein extrem genügsames Nahrungsspektrum ermöglichen den Tieren eine solche Lebenweise. Die auffallende Gewandtheit des Steinwildes läßt sich durch speziell zum Klettern geeignete Hufe, einen hochsensiblen Balance- und Lage-Sinn sowie seine große Sprungkraft erklären.

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Leichtmetallkabine der Pfänderbahn, die im Jahr 2017 90 Jahre feierte.

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Seit 1958 steht nahe dem Gipfel der Sender Pfänder des Österreichischen Rundfunks für Radio und Fernsehen, die 94,7 Meter hohe, freistehende Stahlfachwerkkonstruktion dient als Sendeturm.

Dieses Kreuz wurde 1994 auf vielfachen Wunsch der Besucher unseres Hausberges von der Gemeinde Lochau errichtet. Der Lochauer Bildhauer Prof. Hans Nitz schnitzte den wunderschönen Korpus. Es war leider sein letztes großes Werk, denn er verstarb bereits einen Monat nach der Einweihung dieses Gipfelkreuzes am 11. Oktober 1994.

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Bodensee: Tiefe: 252 m, Länge: 63 km, Breite: 14 km, Erdkrümmung: 41 m

 Pfänder mit der Pfänderbahn, August 2017

Der Höhenunterschied von 603 Metern wird auf einer Fahrstrecke von 2063 Metern mithilfe einer zweispurigen Pendelbahn überwunden. Das schräge Teilstück umfasst etwa 1980 Meter, die horizontale Länge rund 80 Meter. Die Spurweite ist in den Stationen auf 2,5 Meter reduziert, an Stütze 1 beträgt sie dagegen zehn Meter. Bei einer mittleren Neigung von 31 % bewegen sich die Kabinen mit einer Geschwindigkeit von bis zu zwölf Metern pro Sekunde. Die Fahrzeit beträgt etwa sechs Minuten, bei Bedarf können alle zehn Minuten 80 Personen befördert werden.

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Talstation Bregenz

 Pfänder mit der Pfänderbahn, August 2017



Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: