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Der Pfänder ist ein 1062 m ü. A. hoher Nebengipfel
des Hochbergs im Pfänderstock der Allgäuer Alpen. Er liegt am Ostende
des Bodensees und gilt als "Hausberg" von Bregenz, liegt jedoch
größtenteils auf dem Gemeindegebiet von Lochau. Mit seiner Aussicht auf
den Bodensee und auf „240 Alpengipfel“ ist er einer der berühmtesten
Aussichtspunkte der Region.
Die Pfänderbahn ist eine Luftseilbahn in Bregenz im österreichischen
Bundesland Vorarlberg. Sie verbindet die Talstation auf 419 m ü. A. mit
der 1022 Meter hoch gelegenen Bergstation nahe der Pfänderspitze. Sie
ist die einzige Seilbahn im Pfänderstock.

Der Pfänder ist der dritthöchste Punkt des Pfänderstocks, der sich im
Osten des Bodensees, oberhalb von Bregenz und Lochau, über eine Strecke
von etwa 5 Kilometern hinzieht.
Pfänder 1.064 m Lochau am Bodensee

Die Pfänderbahn wurde von Juli 1926 bis Februar 1927 erbaut und am 20.
März 1927 als dritte Personen-Seilschwebebahn Österreichs durch
Bundespräsident Michael Hainisch eröffnet.

Unterhalb des Gipfels besteht ein Alpenwildpark mit heimischen Tieren,
in dem u. a. Alpensteinböcke, Wildschweine und Rothirsche beobachtet
werden können.

Das Alpenmurmeltier ist in den
Zentral- und Westalpen beheimatet. In Familiengruppen lebt es an
sonnigen Hängen, wo ausgedehnte unterirdische Baue gegraben werden. Bei
drohender Gefahr warnt es mit einem Pfiff die gesamte Kolonie. Seine
Nahrung besteht aus Kräutern, Gräsern, Blättern, Blüten und Wurzeln.
Von August an beißt es Gras ab um es zu trocknen und als Neststreu in
den Bau zu tragen. Meistens 3 Junge. Der Winterschlaf dauert etwa 6
Monate.

Das Alpenmurmeltier (Marmota marmota)
Murmeltiere leben in Kolonien ganzjährig auf Grashängen oberhalb der
Baumgrenze. Sie ernähren sich von alpinen Gräsern und Kräutern. Im
Sommer fressen sie sich eine dicke Speckschicht an. Im Herbst sammeln
die Murmeltiere Heu und tragen es als Winterlager in den Bau.
Der schlimmste Feind der Murmeltiere ist der Steinadler. Gegen ihn und
andere Feinde ist ständig ein Beobachter auf Wachposten. Bei Gefahr
stößt er einen schrillen Pfiff aus, der auch von Gemsen als Warnruf
verstanden wird. Die Tiere können bei der Flucht in den Bau
erstaunliche Geschwindigkeiten erreichen. Die Männchen der Murmeltiere
werden in der Jägersprache Bären genannt, die Weibchen sind die Katzen
und Jungtiere werden als Affen bezeichnet.

Der Rothirsch (Cervus elaphus hippelaphus)
Der Rothirsch gilt heute in der mitteleuropäischen Jagd als das edelste
Wild. Dazu haben die stattliche Größe von bis zu 125 cm Widerrist-Höhe,
ein Gewicht von bis zu 250 kg, sein imposantes Geweih und sein
hochinteressantes Brunftverhalten beigetragen.

Brunft auf Leben und Tod - Die für den Hirsch ausgesprochen
anstrengende Brunft dauert vom September bis in den Oktober hinein.
Dabei sammelt ein starker „Platzhirsch" bis zu 12 Hirschkühe im
Brunftrudel, das er während der ca. 3 Wochen dauernder Brunft Tag und
Nacht gegen die Beihirsche bewacht. Seine Anwesenheit markiert er durch
lautes, weithin hörbares Röhren.

Mit Widersachern kämpft der Platzhirsch lange und heftig - dabei kann
es zu tödlichen Verletzungen durch Geweihstiche kommen - die
Jägersprache nennt dies Forkeln.

Kälberhunger und Geruchsignale - Das im Juni geborene Kalb hat weiße
Tupfen und wird in den ersten zwei Wochen an einem sicheren Platz
abgelegt. Ist es hungrig, öffnen sich die Vorderaugendrüsen. Das
Geruchsignal veranlaßt die Hirschkuh zum Säugen des Kalbs.
Nur das männliche Tier, der Hirsch, trägt ein Geweih. Einmal im Jahr
wirft der Rothirsch sein Geweih ab und ein neues wächst heran. Während
des Wachstums ist das Geweih von einer durchbluteten Haut, dem Bast,
überzogen. Ist das Geweih nach etwa fünf Monaten ausgewachsen, trocknet
der Bast ein und wird beim „Fegen" abgescheuert.

Das Wildschwein (Sus scrofa scrofa)
Das Wildschwein ist Urahn unserer Haussenweine. Allein in Deutschland
werden etwa 32, weltweit etwa 850 Millionen Hausschweine gehalten. Aus
dem Wildschwein wurden im Lauf der Zeit hunderte Hausschwein-Rassen
gezüchtet, deren Eber teilweise bis zu 500 kg wiegen können. Männliche
Wildschweine (Keiler) erreichen eine Höhe bis zu 110 cm und ein
Maximalgewicht von etwa 250 kg.
Das Wildschwein, Stammform unseres Hausschweins, lebt rudelweise in
Laub- und Mischwäldern mit Jungkulturen, Dickichten und sumpfigen
Stellen, ist aber auch in Kulturland anzutreffen. Als Allesesser
ernährt es sich von Bucheckern, Eicheln, Beeren, Gräsern, Kräutern,
Wurzeln, Rüben, Kleintieren aller Art und Abfällen. Die Bache wirft bis
zu 10 längsgestreifte Frischlinge. Die Eckzähne des Keilers sind
gefährliche Waffen.

Der Alpensteinbock (Capra ibex ibex)
Die Rudel des Alpensteinbocks bewohnen das ganze Jahr hindurch
unzugängliche Felshänge und steile Rasen der hochalpinen Zone. Die
Tiere kommen nur im extremen Hochwinter in tiefere Lagen.
Der Alpensteinbock lebt in den Hochgebirgen oberhalb der Waldgrenze in
1600-3200 m Höhe, bevorzugt in steilen und felsigen Hängen. Die Brunft
dauert von Dezember-Januar. Die Geiß bringt meistens 1 Kitz zur Welt.
Außerhalb der Paarungszeit lebt der Steinbock in getrennten Bock- und
Geiß/Jungtier-Rudeln. Seine Nahrung besteht aus Gräsern, Kräutern und
gelegentlich Holzgewachsen. Die Hörner der Böcke wachsen zeitlebens und
werden bis zu 1 m lang.

Die Bocksrudel leben außer im Januar zur Brunftzeit das ganze Jahr von
den Geißen und Kitzen getrennt. Im Frühsommer setzen die Geißen
normalerweise ein Kitz, das schon am ersten Tag der Geiß in schwierigem
Gelände folgen kann. Es wird etwa ein halbes Jahr lang gesäugt. Im
rauhen Hochgebirgsklima ist ein hoher Fettgehalt der Milch
überlebensnotwendig. Bei Imponierkämpfen vor den Steingeißen stellen
sich die brunftigen Widersacher auf die Hinterläufe und krachen die
wuchtigen Hörner lautstark aufeinander.
Im Mittelalter wurden dem Gehörn, Herz, Blut und vor allem den
sogenannten Bezoarsteinen im Magen von Steinböcken aphrodisische und
magische Eigenschaften nachgesagt. Deshalb wurde der Steinbock im
Alpenraum massiv gewildert. Im Jahr 1706 führte dies in Österreich zu
seiner Ausrottung. Nur 54 Tiere überlebten im „Gran Paradiso", dem
damaligen Jagdrevier des italienischen Königs Victor Emanuel II.
Gezielte Zuchtmaßnahmen und strenger Schutz ermöglichten eine
Wiedereinbürgerung in den Zentralalpen. Der heutige Bestand umfaßt
wieder etwa 13.000 Tiere.
Hervorragende Kletterer - Das dicke Fell, der gedrungene, kräftige
Körperbau und ein extrem genügsames Nahrungsspektrum ermöglichen den
Tieren eine solche Lebenweise. Die auffallende Gewandtheit des
Steinwildes läßt sich durch speziell zum Klettern geeignete Hufe, einen
hochsensiblen Balance- und Lage-Sinn sowie seine große Sprungkraft
erklären.

Leichtmetallkabine der Pfänderbahn, die im Jahr 2017 90 Jahre feierte.

Seit 1958 steht nahe dem Gipfel der Sender Pfänder des Österreichischen
Rundfunks für Radio und Fernsehen, die 94,7 Meter hohe, freistehende
Stahlfachwerkkonstruktion dient als Sendeturm.
Dieses Kreuz wurde 1994 auf vielfachen Wunsch der Besucher unseres
Hausberges von der Gemeinde Lochau errichtet. Der Lochauer Bildhauer
Prof. Hans Nitz schnitzte den wunderschönen Korpus. Es war leider sein
letztes großes Werk, denn er verstarb bereits einen Monat nach der
Einweihung dieses Gipfelkreuzes am 11. Oktober 1994.

Bodensee: Tiefe: 252 m, Länge: 63 km, Breite: 14 km, Erdkrümmung: 41 m

Der Höhenunterschied von 603 Metern wird auf einer Fahrstrecke von 2063
Metern mithilfe einer zweispurigen Pendelbahn überwunden. Das schräge
Teilstück umfasst etwa 1980 Meter, die horizontale Länge rund 80 Meter.
Die Spurweite ist in den Stationen auf 2,5 Meter reduziert, an Stütze 1
beträgt sie dagegen zehn Meter. Bei einer mittleren Neigung von 31 %
bewegen sich die Kabinen mit einer Geschwindigkeit von bis zu zwölf
Metern pro Sekunde. Die Fahrzeit beträgt etwa sechs Minuten, bei Bedarf
können alle zehn Minuten 80 Personen befördert werden.

Talstation Bregenz

Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag,
kann sich gerne dieses Video antun: