Theodor Kery WP 2/3, A-2491 Neufeld/L.
+43/2624/54014 - office@websteiner.com
Bei einer Reise nach Pecs darf der Besuch in die
Moschee Gazi Khassim (Gázi Kászim Dzsámi), Kirche der Heiligen Jungfrau
Maria
(Gyertyaszentelő Boldogasszony templom) und Kathedrale St. Peter und
Paul (Pécsi Bazilika) nicht fehlen. Beide Kirchen sind im Kombiticket
um Ft 5600 enthalten.
Die Moschee Gazi Khassim Pascha (ungarisch Gázi Kászim pasa dzsámija,
türkisch Gazi Kasım Paşa Camii), heute Kirche der gesegneten Jungfrau
Maria (Gyertyaszentelő Boldogasszony-templom), ist eine ehemalige
Moschee in der Stadtmitte von Pécs (deutsch Fünfkirchen) in Ungarn, die
heute als römisch-katholische Kirche genutzt wird.

Die Unterkirche ist die letzte Ruhestätte von zahlreichen namhaften
Persönlichkeiten (Bürgermeister Lajos Esztergár, Architekt Nándor
Körmendy, Familie Vasváry, Pfarrer und Schriftsteller Ágoston Mendlik).
Das Fresko der Bestattungskapelle in der Unterkirche stellt Mariä
Himmelfahrt dar, und an der Eingangswand erinnert eine rote Marmortafel
an die Pfarrer der Kirche.

An der westlichen Wand ist König Stephan der Heilige bei der
Anempfehlung Ungarns und der ungarischen Krone in den Schutz der
Heiligen Jungfrau Maria zu sehen. Dagegen sehen wir der Sieg bei
Nándorfehérvár. Die Freskszenen über dem Altar weisen auf die große
Prozession hin, als die Bewohner der Stadt für Schutz gegen
Kriegsgefahr beteten.

MOSCHEE DES PASCHAS GASI KASSIM - KIRCHE MARIA LICHTMESS
Die Geschichte der Kirche geht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als
König Andreas II. von seiner Reise ins Heilige Land eine Handreliquie
des Hl. Bartholomäus nach Ungarn mitbrachte. Die damalige Kirche wurde
zum Gedenken dieses Ereignisses nach dem Hl. Bartholomäus benannt. Sie
wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut und wies trotzdem vor
allem gotische Stilmerkmale auf.
Nach der Eroberung der Stadt durch die Osmanen im Jahre 1543 ließ
Pascha Gasi Kassim aus den Bausteinen der Bartholomäus Kirche eine nach
Mekka ausgerichtete Moschee, auch Dschami genannt, errichten. Der
zentrale Kern der Moschee, der die Kuppel, die quadratische Mauer
und die Kielbogenfenster umfasst, ist heute noch beinahe im
Originalzustand zu sehen. Das Minarett (Turm) dürfte einst auf der
südwestlichen Seite gestanden haben. Die Innenwände waren damals mit
kalligraphischen Malereien verziert. Die Kanzel war aus Stein gehauen,
und die Frauenempore auf der Eingangsseite ruhte ebenfalls auf
Steinsäulen.




Nach der Vertreibung der Osmanen wurde die Moschee 1766 von den
Jesuiten in eine katholische Barockkirche umgebaut. Im 18. Jahrhundert
wurde das Minarett abgerissen, ein Barockchor mit Kuppel errichtet und
auf der nordwestlichen Seite der Kirche ein Glockenturm gebaut. Die
Kuppel erhielt barocke Deckenfresken, und unter der Kirche wurde ein
Krypta eingerichtet, wo heute noch Bestattungen stattfinden. Die Kirche
erhielt ihre heutige Form durch die Umbauarbeiten im Jahr 1939.

Der frühere Moscheeraum ist von islamischen Elementen und Motiven
geprägt. An den beiden Seiten des Mihrab (islamische Gebetsnische in
der Mitte der Südmauer) sind gemalte Schriftzüge aus der Türkenzeit mit
den Namen Allah und Mohamed zum Vorschein gekommen. Das Kuppelfresko
ist ein Werk von Endre Graits aus dem Jahr 1883.

Gazi Khassim Pascha ließ die Moschee Mitte des 16. Jahrhunderts
erbauen. Das Bauwerk wurde auf den Gemäuern der alten
St.-Bartholomäus-Kirche aus dem 12. Jahrhundert errichtet. Die Kirche
entstammt einer Zeit, als der Anteil der ungarndeutschen Germanen und
turkstämmigen Petschenegen in der Region noch höher war. Die
Bartholomäuskirche wurde kurz nach der Eroberung der Stadt 1543 durch
die Osmanen zerstört, jedoch können übriggebliebene Teile der Krypta
noch heute besichtigt werden. In den 1660er Jahren berichtete der
türkische Reisende Evliya Çelebi über die an deren Stelle errichtete
Moschee.

Nach der christlichen Rückeroberung der Stadt wurde die Moschee im 18.
und 20. Jahrhundert verändert. Nachdem das Minarett zunächst ausgebaut
und vergrößert wurde, wurde es komplett abgerissen. Nur der Kern der
Moschee blieb noch erhalten, darunter der achteckige Tambour, der von
einer Kuppel bedeckt ist. Die Kuppel wurde zunächst nach dem Muster
traditioneller orthodoxer Kathedralen gestaltet.

Die Moschee Gazi Khassim befindet sich in der Nähe der Stadtmitte auf
dem berühmten Széchenyi-Platz von Pécs. Die Moscheenkirche ist täglich
geöffnet. Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit.

Im neuzeitlichen Anbau steht eine Orgel mit 2900 Pfeifen, gebaut 1942
in der Werkstatt des Pécser Orgel- und Harmoniumbauers József Angster.
Die Fresken sind Werke des Kunstmalers Ernő Gebauer.

Der Dom St. Peter und St. Paul zu Pécs (ungarisch Szent Péter és Szent
Pál Székesegyház), kurz der Fünfkirchener Dom (Pécsi Székesegyház), ist
eine römisch-katholische Kirche in der südungarischen Stadt Pécs
(deutsch Fünfkirchen) und Bischofskirche des Bistums Pécs.

KATHEDRALE ST. PETRUS UND PAULUS
Die Geschichte der Kathedrale in Pécs geht bis in die Zeit des
Römischen Reiches zurück, es war ja das Gelände des frühchristlichen
Friedhofs der Stadt Sopianae (4. Jh.), das die mittelalterlichen
Stifter zum Standort der Kirche bestimmt haben. Allerdings sind die
Kenntnisse über die Anfänge ziemlich spärlich. Bei der Gründung des
Bistums Pécs im Jahre 1009 dürfte eines der frühchristlichen
Friedhofsgebäude als erste bischöfliche Kathedrale gedient haben. Es
gibt dahingehende Meinungen, dass es sich dabei um die dreikantige
Kapelle in direkter Nachbarschaft der gegenwärtigen Kathedrale
gehandelt habe, die von dem 9. Jahrhundert an regelmäßig zu
liturgischen Zwecken benutz worden sei. Andere nehmen dagegen an, dass
vielmehr die heute noch vorhandene, siebenkantige Kapelle (Cella
Septichora) als erste Kathedrale angesehen werden könnte, die mit einer
Länge von 22,7 m und einer Breite von 17,45 m das größte Bauwerk im
frühchristlichen Friedhof war.

Das erste als Kathedrale benutzte Gebäude stellte jedoch nur eine
provisorische Lösung dar. Der aus Venedig stammende ungarische König
Peter Orseolo ließ eine neue Kathedrale errichten, in der er späteren
Quellen zufolge 1046 beigesetzt wurde. Die zweite Kirche entstand
zwischen 1038-1041 oder 1041-1046 und wurde dem Hl. Petrus geweiht.
Dieses Bauwerk brannte 1064 nieder.
Die dritte Kathedrale von Pécs war eine Basilika mit drei Apsiden und
ohne Querschiff. Dieser Bautyp erschien erst im letzten Quartal des 11.
Jahrhunderts in Ungarn. Die Pécser Kathedrale war monumentaler als die
vergleichbaren Bauten ihrer Zeit, und wies mit der riesigen
fünfschiffigen Unterkirche unter dem östlichen Chor eine richtige
Besonderheit auf. Sehr wahrscheinlich geht auch diese Hallengruft auf
einen spätrömischen Sakralbau zurück.

Während der osmanischen Besetzung zwischen 1543 und 1686 wurde die
Kathedrale samt Unterkirche sowohl zu liturgischen Zwecken als auch als
Getreidespeicher benutzt, was bedeutende Spuren an dem Bauwerk
hinterließ. Deshalb bemühten sich vom ausgehenden 17. Jahrhundert an
die Bischöfe, die Kathedrale je nach verschiedenen künstlerischen und
ästhetischen Grundsätzen zu erneuern. Im 18. Jahrhundert dominierten
bereits die barocken Stilelemente im Kircheninneren, am äußeren
Erscheinungsbild war jedoch keine entsprechende Veränderung zu
erkennen, weil das Vorhaben eines kompletten Barockumbaus mit dem Tode
des Bischofs György Klimo (1710-1777) endgültig gescheitert war. 1807
kam es dagegen zu einem Umbau der Kirche im klassizistischen Stil, und
zwar nach den Entwürfen von Mihály Pollack (1773-1855), einem der
größten Architekten seiner Zeit.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte man sich zum Ziel,
den eklektischen Charakter der Kathedrale durch die Wiederherstellung
des vermeintlichen Originalzustandes aus der Romanik zu eliminieren. Im
Zuge des Umbaus zwischen 1882 und 1891 nahm die Kirche ihre heutige
Gestalt an. Die Bauarbeiten erfolgten im Auftrag von Bischof Nándor
Dulánszky (1829-1896) unter der Leitung des österreichischen
Architekten Friedrich von Schmidt (1825-1891).


Die Länge der Kirche ist 70 Meter, ihre Breite ist 40 Meter. Die Türme
sind 60 Meter hoch. In den Türmen befinden sich insgesamt 4 Glocken.
Auf den südlichen Seite stehen die Statuen der 12 Aposteln, die Werke
von Károly Antal sind. An den Wänden der Nebenschiffe sind Szenen aus
dem Leben des heiligen Apostels Petrus und Paulus zu sehen. Die aus dem
Alten Testament genommen Bilder der Hauptschiff, und der Hl. Paulus
Zyklus wurden von Moritz von Beckerath (1838-1896) gemalt. Karl
Christian Andreae (1823-1904) malte die Szenen aus dem Neuen Testament
in der Heiligtum, sowie der Petrus Zyklus.
In der Orgelempore steht eine zwischen 2005 und 2007 renovierte
Angster-Orgel mit 4 Manualen und 6101 Pfeifen. Der älteste Teil der
Kathedrale ist die fünfschiffige romanische Unterkirche mit einer
Innenhöhe von 5 m. Die Wände der beiden Stufengäge zur Unterkirche sind
mit Reliefs von György Zala verziert - sie sind vermutlich
Nachbildungen der Darstellungen aus dem 11. Jahrhundert. Die Originale
sind im Domlapidarium zu sehen.

Die fünfschiffige Krypta des Doms ist die größte in Ungarn. Ihre
ursprüngliche Funktion ist ungeklärt, doch die ersten Steine standen
hier bereits in römischer Zeit, und die Erbauer nutzten diesen Ort als
Vorbild für den heutigen Dom. Die Fresken der Krypta wurden von Károly
Lotz, Bertalan Székely und Gustav Bamberg gemalt.
Links vom Treppenaufgang befindet sich das Grab von Janus Pannonius,
dem 25. Bischof des Bistums Pécs. 1991 entdeckten Arbeiter seine
sterblichen Überreste bei Restaurierungsarbeiten. Nach eingehenden
Untersuchungen bestätigten Forscher, dass es sich um sein Skelett
handelte. 2008 wurde er in der Dommauer beigesetzt.
Neben ihm befindet sich das Grab von Bischof Nándor Dulánszky. Er war
es, der die Kathedrale Ende des 19. Jahrhunderts wiederaufbaute, um die
statischen Probleme des Gebäudes zu beheben und den ursprünglichen
romanischen Stil wiederherzustellen. Er prägte die heutige Form des
Gebäudes. Drei Tafeln in der Mitte der Krypta zeigen die drei Fassaden
des Gebäudes. Die erste zeigt die romanische Kirche aus dem 13.
Jahrhundert. Die zweite die klassizistische Form vom Beginn des 19.
Jahrhunderts nach dem Plan von Mihály Pollack. Und die dritte die
heutige Kirche. In den drei Apsiden der Krypta befinden sich drei
Altäre. Der Hauptaltar in der Mitte ist der Altar des Heiligen Grabes.
Im Inneren des Altars befindet sich eine Statue des sterbenden Jesus
Christus von György Zala. Die beiden anderen sind der Altar der
Schmerzensreichen Jungfrau Maria und der Altar des Heiligen Andreas.

St.-Istvan-Altar: Der Altar in
der Apsis der Südseite der Kirche wurde zu Ehren von König Istvan, dem
Gründer unseres Landes und Bischof von Pécs, geweiht. In der zentralen
Zelle des Altars befindet sich eine Bronzestatue des ersten Königs, die
beidseitig von Engelsfiguren flankiert wird. Die Statuen stammen von
György Zala (1858–1937). Um sie herum sind Medaillons mit Szenen aus
dem Leben König Istvans dargestellt. Engel zieren die Seitenwand der
Apsis. Die dekorative Bemalung der Fensterscheibe stellt die vier
Elemente dar und verweist auf das Universum. Der Adler symbolisiert die
Luft, der Elefant die Erde, der Drache das Feuer und der Pelikan das
Wasser. In der goldenen Kuppel der Apsis ist die Büste des Königs in
einem Medaillon angebracht. Die Kuppel wird unten von einer Säule
eingefasst. Unter der Säule befindet sich die Inschrift: FECIT
MIRABILIA IN VITA SUA – Er wirkte Wunder in seinem Leben (Sir 31,9).


König Stephan II. gründete 1009 das Bistum Pécs. Vermutlich beherbergte
eines der frühchristlichen Gebäude die erste Kathedrale. In der ersten
Hälfte des 11. Jahrhunderts ließ der venezianische König von Ungarn,
Peter Orseolo, anstelle der ersten Kirche eine neue errichten, in der
er 1046 beigesetzt wurde. Diese Kirche fiel 1064 einem verheerenden
Brand zum Opfer. Ab dem 12. Jahrhundert wurde über einen Zeitraum von
mehr als hundert Jahren der romanische Vorgängerbau der heutigen
Kathedrale errichtet. Der Kircheninnenraum wurde ab 1200 in mehreren
Phasen ausgemalt. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts erhielt die Kathedrale
große gotische Fenster und ein Gewölbe.

Im 11. Jahrhundert umfasste der Bischofspalast, der sich nördlich der
Kathedrale befand, einen geräumigen Saal, einen mehrstöckigen Wohnturm
und eine Kapelle. Die Bischöfe erweiterten ihre Residenz später dem
sich wandelnden Zeitgeschmack entsprechend. Im Jahr 1355 ließ Bischof
Nikolaus Neszmélyi de Poroszló (1346–1360) neben dem Palast eine
gotische Kapelle mit acht Altären errichten. Im 16. Jahrhundert hob
Mikós Oláh die Schönheit der vergoldeten Marienkapelle hervor und
würdigte den beispielhaften Bischof Nikolaus in seinem Werk „Hungária“
(Ungarn).
Bischof Wilhelm von Coppenbach (1361–1374) übergab den Palast der 1367
gegründeten Universität. Zu dieser Zeit wurde die Residenz an ihren
heutigen Standort im südwestlichen Teil des Bischofspalastes verlegt.
Die bemerkenswertesten Renaissance-Bauwerke, insbesondere die reich
verzierten Fensterrahmen, gehen auf Bischof György Szatmári (1505–1521)
zurück.

Der Bischofspalast war ursprünglich von einem Wassergraben und einem
Damm umgeben. Nach dem Mongolensturm auf Ungarn begann Bischof Job
(1252–1280) aus dem Geschlecht der Záh, den Palast mit einer Steinmauer
zu umgeben. Bischof Bálint Alsáni (1374–1408) erweiterte und verstärkte
die innere Struktur des Bischofspalastes und verlängerte die äußere
Burgmauer bis an den Rand der Siedlung. Unter Bischof Sigismund Ernst
(1473–1505) wurden an der Nord- und Westseite der äußeren Burgmauer
quadratische Türme errichtet, deren Erdgeschosse schlüssellochförmige
Schießscharten für die Kanonen aufwiesen. Von den Rundbogen an den
Ecken der äußeren Burgmauer ist der südwestliche, der zum Schutz des
Burgtors errichtet wurde, heute noch erhalten. Der Haupteingang der
inneren Burg befand sich an der Südseite und war mit einem
quadratischen Torturm versehen, auf dem der Erbauer den Namen und das
Wappen von Bischof Ernuszt sowie das Gründungsjahr 1498 anbringen ließ.
1543 übergaben die Verteidiger den Bischofspalast kampflos an die
osmanische Armee. Die Türken hatten den Bau nicht fortgesetzt, sodass
die spätmittelalterliche Form bis zum Befreiungskrieg von 1686 erhalten
blieb.

HEILIGE PETRUS UND PAULUS KATHEDRALE
Die Herkunft der Kathedrale von Pécs führt in die Zeit des römischen
Reiches zurück. Am Ende des 4. Jahrhunderts wurden die Grundmauer der
heutigen Unterkirche niedergelegt. Diese wurde im 8-9. Jahrhundert in
westlicher Richtung erweitert. Die ursprüngliche Kirche wurde in der
Zeit König Stefan des Heiligen dadurch zu einer Unterkirche, dass man
darüber das heutige Heiligtum bauen liess. In dieser Zeit entstammen
wahrshceinlich auch die beiden östlichen Türme. Im Mittelalter bekam
die Kirche noch zwei Türme. In der Zeit der Gotik wurden die Kapellen
gestaltet.
Die Türkenherrschaft (1543-1686) überstand der Dom mit verschiedenen
Beschädigungen. Infolge der nacheinander fol-genden Bischöfen
veranlassten Restaurierungsarbeiten, ist eine Vermischung verschiedener
Kunststille zustande gekom-men. 1807 erhielt der Dom im Geiste des
Klassizismus nach den Plänen des Architekten Mihály Pollack eine
spitzbogige Stirnseite. Seine heutige Form bekam er durch den vom Jahre
1882 bis 1891 daurenden Umbau. Die Arbeiten wurden vom Architekt
Friedrich von Schmidt geführt, wer vom Bischof Nándor Dulánszky
beauftragt wurde. Jetzt erhielt der Dom seinen ursprünglichen
romanischen Charakter zurück und wurde zu unserem nationalen Schatz von
europäischem Ruf.
Die Länge der Kirche ist 70 Meter, ihre Breite ist 40 Meter, die Höhe
der Türme ist 60 Meter. In den Türmen befinden sich ins-gesamt 4
Glocken. An der südlichen Fassade stehen die von Károly Antal
angefertigten Skulpturen der 12 Apostel.

Die Bilder des Hauptschiffes vom Heiligtum zeigen die Geschehnisse des
Neuen Testaments: an den Wänden der Nebenschiffe sind Szenen aus dem
Leben des heiligen Apostels Petrus und zu sehen. Die Bilder wurden von
Karl Andräe aus Köln gemalt. Die Wände des Hauptschiffes zieren die aus
den Geschehnissen des Alten Testaments genommenen Bilder, gemalt von
Maurus Beckerath aus München. Er malte ebenfalls hier an den Wänden des
Nebenschiffes das Leben des heiligen Apostels Paulus. Der auf dem Chor stehende Orgel hat 4 Manualen und 6101 Pfeifen und
wurde in der Angster Orgelfabrik hergestellt. Sie wurde zwischen 2005
und 2007 neugebaut.
Die Reliefs (Biblia Pauperum), die bei den Abgangstreppen zur
Unterkirche zu sehen sind, sind die Werke des Bildhauerkünst-lers
György Zala. Sie sind Kopien der im 11. Jahrhundert angefertigten und
hier angebrauchten Originalwerke. Die ursprüng-lichen Reliefs sind im
neben der Basilika stehendes Dommuseum ausgestellt. Die Unterkirche ist
der älteste Teil des Doms. Sie hat 5 Schiffe und ist 5 Meter hoch.
Die Kappellen: die Herz Jesu- und die Corpus Christi Kapelle sind von
den Wandgemälden Károly Lotz verziert. In der Marie Kapelle und in der
nach dem Heiligen Maurus (Bicshof von Pécs), benannten Kapelle sind
weltberühmten Bilder von Ber-talan Székely zu betrachten, hier sind die
Geschehnisse der ungarischen Geschichte und das Leben des Bischofs
Heiligen Maurus dargestellt. Die letzte äußere und innere Restaurierung des Doms dauerte von 1962
bis 1968. Im Jahre 1991 besuchte die Kirche Johannes Paulus II.,
betete zwischen den uralten Wänden. Er gab der Kirche wegen ihrem
seelischen Leben den Titel „Basilica Minor"

Die Glocke des Hl. Franz von Assisi wiegt 1000 kg, ihr Durchmesser am
Boden beträgt 120 cm und sie hat den Ton Es. Sie wurde 1949 von Ráfael
Szlezák gegossen, um die im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmte Glocke zu
ersetzen. Auftraggeber war Ferenc Virág, Bischof von Pécs. Sie ist die
am seltensten zu hörende Glocke der Kirche und läutet sonntags um 11:50
Uhr, zur Elevation der Hostie, nur eine Minute lang.
Die Glocke der Mariä Himmelfahrt wiegt 800 kg, hat einen Durchmesser
von 108 cm und ist auf Ges gestimmt. Diese Glocke, 1804 von Franciscus
Millner gegossen, ist die älteste Glocke des Doms. Ein Teil ihrer
Inschrift lautet: „Patrona Hungariae, ora pro nobis!“ (Unsere Liebe
Frau von Ungarn, bitte für uns!). Diese Glocke hören wir jeden Morgen,
Mittag und Abend.
Die kleinste Glocke der Kirche ist die Glocke des Heiligen Paulus. Sie
wiegt 500 kg, hat einen Sockel von 100 cm und ist auf C gestimmt. Sie
wurde 1949 von Ráfael Szlezák in Rákospalota gegossen. Da die Kirche
keine kleinere Glocke besitzt, dient sie auch als Seelenglocke und ruft
zusammen mit der Glocke der Heiligen Mariä Himmelfahrt die Gläubigen
zur Heiligen Messe.

Jesus Christus Pantokrator: In der goldenen Kuppel der Hauptapsis des
Heiligtums befindet sich die Darstellung des Pantokrators, die den
göttlichen Charakter Jesu Christi und seine erlösende Herrschaft über
die Welt unterstreicht. Der Pantokrator ist der Christus des Jüngsten
Gerichts, der als Richter annimmt oder ablehnt. Diese Darstellungen
sind charakteristisch dafür, dass Christus den Betrachter direkt
anblickt, in seiner linken Hand ein Buch hält und mit der rechten den
Segen spendet. Neben dem Pantokrator der Kathedrale von Pécs befinden
sich rechts die Jungfrau Maria und der heilige Stephanus, links die
Schutzpatrone der Diözese Pécs: der heilige Petrus mit einer
Schriftrolle in der Hand und der heilige Paulus mit einem Schwert.
Engel knien neben dem Thron Christi. Das Wasser des Lebens entspringt
aus vier Quellen an den unteren Stufen des Throns. Das Bild wird am
unteren Rand von einer Säule eingefasst. UNTER DEM VORHANG STEHT DIE
INSCHRIFT: ESTO FIDELIS USQUE AD MORTEM ET DABO TIBI CORONAM VITAE -
SEI TREUE BIS IN DEN TOD, UND ICH WERDE DIR DAS LEBEN ALS KRONE GEBEN
(Offb 2,10)


Zur Basilika gehören insgesamt vier Kapellen. In der Herz-Jesu- und der
Corpus-Christi-Kapelle sind Wandmalereien von Károly Lotz zu sehen,
während Bertalan Székelys Wandgemälde in der Marien- und der
Mauruskapelle Szenen aus der ungarischen Geschichte bzw. dem Leben des
heiligen Pécser Bischofs Maurus darstellen.

ALTAR: Für Teile des Altars wurden verschiedene Marmorsorten verwendet.
Die Tischplatte besteht aus Salzburger Urbano-Rosa-Marmor und ruht auf
zwei Platten aus belgischem Brekzienmarmor. Die Vorderseite ist durch
Arkaden aus serpentinengrünem Marmor gegliedert, in die Lilien
eingearbeitet sind. Die Seiten sind mit vergoldeten Reliefs verziert.
Der Altar trägt die Inschrift: SANCTAE MARIAE PATRONAE HUNGARIAE – DER
JUNGFRAU MARIA, PFLANZERIN UNGARNS.
FRESKOS: DIE FRESKOS DER KAPELLE WURDEN VON BERTALAN SZÉKELY
(1835–1910) IN DEN SPÄTEN 1880ER JAHREN WÄHREND DES NEUROMANISCHEN
UMSETZUNGSPROZESSES DER KATHEDRALE GEMALT UND ZEIGEN UNGARISCHE HEILIGE
UND SZENEN AUS DEM LEBEN DER JUNGFRAU MARIA.
ÖSTLICHE Wand: DER HEILIGE STEPHANUS ÜBERREICHT DIE HEILIGE KRONE, SYMBOLIK UNGARN, DER IM HIMMEL THRONENDEN JUNGFRAU MARIA
HUNGARORUM APOSTOLUS DEI GENITRICEM PATRONAM HUNGARIAE INSTIUIT – DER
APOSTEL VON UNGARN MACHT DIE MUTTER GOTTES ZUR PORTONIN UNGARNS
SÜDLICHE Wand: DAS REINHEITSGELÖBNIS DES HEILIGEN EMERICH
VOTO PERPETUAE) VIRGIN (ATIS) GRATIAM DEIPARAE V(IRGINIS) GENTI
CONCILIAT – DURCH SEIN GELÖBNIS DER EWIGEN JUNGFRAUSCHAFT ERWIRBTE ER
DIE GNADE DER MUTTER GOTTES FÜR DAS VOLK
DER HEILIGE LADISLAUS SCHLÄGT DEN AUFSTAND DER KROATISCHEN HERREN NIEDER UND STÄRKT DIE KATHOLISCHE KIRCHE
DRAVUM AD VASKAM TRAIICIT ET CROATIAM HUNGARIAE SOCIAT – ÜBERQUERUNG DER DRAWA BEI VASKA UND VEREINIGUNG KROATIENS MIT UNGARN
DIE HEILIGE MARGARETTE ZIEHT SICH IN DAS KLOSTER AUF DER KANINCHENINSEL ZURÜCK
PRO REGNI INCOLUMITATE PATRONAE HUNGARIAF) DEVOTA CLAUSTRO DATUR –
WEIHE SIE ZUR SCHÜTZIN UNGARNS FÜR DIE SICHERHEIT DES LANDES. SIE WIRD
EINEM KLOSTER ÜBERGEGEBEN
WESTWAND: KRÖNUNG MARIAS
DIE MESSE DES HEILIGEN JOHANNES VON CAPISTRANO
IN AGUSTIIS ANTE VICTORIAM AD TAURUNUM OPEM DIVAE PATRONAE IMPLORANT
SIE BITTEN VOR DEM SIEG IN BELGRAD UM DIE HILFE DER HIMMLISCHEN PATRONIN
NORDWAND: HEILIGE ANNA
APOST ANDREIS
HEILIGE KINGA AUS DEM HAUS ARPAD
HEILIGER GEORG, MÄRTYRER
HEILIGER MARTIN, BISCHOF

Die letzte Innen- und Außenrenovierung der Kirche dauerte von 1962 bis
1968. Die Kathedrale wurde 1991 von Papst Johannes Paul II. zur
„Basilica Minor" erhoben. 2015 fanden Bestandserhaltungsarbeiten statt,
und der Südostturm wurde für Besucher geöffnet. Vom Turm bietet sich
eine einzigartige Aussicht auf die Stadt.

Die Marienkapelle
Diese Kapelle wurde im 19. Jahrhundert von Bertalan Székely (1835–1910)
während der neoromanischen Umgestaltung ausgeschmückt. Die Fresken
zeigen Ereignisse aus dem Leben der Jungfrau Maria und ungarische
Heilige.
Ostwand: Der heilige Stephan, der erste ungarische König, überreicht der Jungfrau Maria die Krone.
Südwand: Der heilige Emerich legt das Keuschheitsgelübde ab; der
heilige Leslie schlägt den Aufstand der Kroaten nieder und festigt die
katholische Kirche; die heilige Margareta geht ins Kloster auf der
Margareteninsel.
Westwand: Krönung der Jungfrau Maria; Messe des heiligen Johannes von Capistrano.
Nordwand: Die heilige Anna; der Apostel Andreas; die heilige Kinga aus
dem Hause Árpád; der heilige Märtyrer Georg; der heilige Martin.
An der Westwand befindet sich eine Renaissance-Epitaph aus Alabaster,
die im 16. Jahrhundert in den Niederlanden gefertigt wurde. Diese
Epitaph stellt die Entstehung und die Erlösung dar.
An der Nordwand kann man die Statue des Heiligen Sebastian sehen, die von Antonio Giuseppe Sartori (1714-1791) geschaffen wurde.


Die Grundmauern der heutigen Unterkirche des Doms von Pécs stammen aus
spätrömischer Zeit. Sie gehen auf das Ende des 4. Jahrhunderts zurück.
Es wird vermutet, dass sich hier eine altchristliche Basilika befand,
die im 8. bis 9. Jahrhundert in westlicher Richtung erweitert wurde.
Zur Zeit König Stephans I. des Heiligen wurde die ursprüngliche Kirche
zur Unterkirche und über ihr erhob sich der Vorläuferbau der heutigen
Kathedrale. Vermutlich stammen die zwei westlichen Türme ebenfalls aus
dieser Zeit. Mit den Bauarbeiten der romanischen Basilika wurde nach
dem großen Brand von 1064 unter Beteiligung oberitalienischer
Architekten begonnen. Im Mittelalter wurde die Kirche um zwei Türme und
die gotischen Seitenkapellen erweitert. Nach Beschädigungen und Verfall
während der 1543 bis 1686 dauernden Türkenherrschaft kam es zu
Wiederaufbaumaßnahmen in verschiedenen Stilrichtungen.

Im Jahre 1807 wurde die Kirche nach den Entwürfen des Architekten
Mihály Pollack klassizistisch umgestaltet. An der Fassade wurden die
zwölf Apostelfiguren von Mihály Bartalits angebracht. Die heutige
neoromanische Gestalt des Doms entstand zwischen 1882 und 1891 nach den
Plänen des Wiener Dombaumeisters Friedrich von Schmidt im Zusammenhang
mit dem sogenannten Millennium der magyarischen Landnahme, das 1896 mit
großen Festlichkeiten begangen werden sollte. Auftraggeber des
ehrgeizigen Projekts war Bischof Nándor Dulánszky, finanziert wurde es
unter anderem durch die Erträge der dem Bistum gehörenden Kohlengruben
im Mecsek-Gebirge. Geplant war, den „ursprünglichen“ Dom aus dem
Zeitalter der Árpáden wieder zu errichten. Die Länge der Kirche beträgt
70 Meter, die Breite 22 Meter, die Höhe der Türme 60 Meter. Im Jahr
1991 verlieh Papst Johannes Paul II. der Kathedrale zusätzlich den
Titel einer Basilica minor.

Moschee Gazi Khassim, Kirche der Heiligen Jungfrau Maria
Gyertyaszentelő Boldogasszony templom Gázi Kászim Dzsámi, Pécs, April 2026:
Pécsi Bazilika, Kathedrale St. Peter und Paul in Pécs, April 2026: