Moschee Gazi Khassim & Pécsi Bazilika

Pécs, April 2026

Bei einer Reise nach Pecs darf der Besuch in die Moschee Gazi Khassim (Gázi Kászim Dzsámi), Kirche der Heiligen Jungfrau Maria (Gyertyaszentelő Boldogasszony templom) und Kathedrale St. Peter und Paul (Pécsi Bazilika) nicht fehlen. Beide Kirchen sind im Kombiticket um Ft 5600 enthalten.

Die Moschee Gazi Khassim Pascha (ungarisch Gázi Kászim pasa dzsámija, türkisch Gazi Kasım Paşa Camii), heute Kirche der gesegneten Jungfrau Maria (Gyertyaszentelő Boldogasszony-templom), ist eine ehemalige Moschee in der Stadtmitte von Pécs (deutsch Fünfkirchen) in Ungarn, die heute als römisch-katholische Kirche genutzt wird.

 Moschee Gazi Khassim in Pécs, April 2026

Die Unterkirche ist die letzte Ruhestätte von zahlreichen namhaften Persönlichkeiten (Bürgermeister Lajos Esztergár, Architekt Nándor Körmendy, Familie Vasváry, Pfarrer und Schriftsteller Ágoston Mendlik). Das Fresko der Bestattungskapelle in der Unterkirche stellt Mariä Himmelfahrt dar, und an der Eingangswand erinnert eine rote Marmortafel an die Pfarrer der Kirche.

 Moschee Gazi Khassim in Pécs, April 2026

 An der westlichen Wand ist König Stephan der Heilige bei der Anempfehlung Ungarns und der ungarischen Krone in den Schutz der Heiligen Jungfrau Maria zu sehen. Dagegen sehen wir der Sieg bei Nándorfehérvár. Die Freskszenen über dem Altar weisen auf die große Prozession hin, als die Bewohner der Stadt für Schutz gegen Kriegsgefahr beteten.

 Moschee Gazi Khassim in Pécs, April 2026

MOSCHEE DES PASCHAS GASI KASSIM - KIRCHE MARIA LICHTMESS
Die Geschichte der Kirche geht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als König Andreas II. von seiner Reise ins Heilige Land eine Handreliquie des Hl. Bartholomäus nach Ungarn mitbrachte. Die damalige Kirche wurde zum Gedenken dieses Ereignisses nach dem Hl. Bartholomäus benannt. Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut und wies trotzdem vor allem gotische Stilmerkmale auf.

Nach der Eroberung der Stadt durch die Osmanen im Jahre 1543 ließ Pascha Gasi Kassim aus den Bausteinen der Bartholomäus Kirche eine nach Mekka ausgerichtete Moschee, auch Dschami genannt, errichten. Der zentrale Kern der Moschee, der die Kuppel, die quadratische Mauer und die Kielbogenfenster umfasst, ist heute noch beinahe im Originalzustand zu sehen. Das Minarett (Turm) dürfte einst auf der südwestlichen Seite gestanden haben. Die Innenwände waren damals mit kalligraphischen Malereien verziert. Die Kanzel war aus Stein gehauen, und die Frauenempore auf der Eingangsseite ruhte ebenfalls auf Steinsäulen.

 Moschee Gazi Khassim in Pécs, April 2026

 Moschee Gazi Khassim in Pécs, April 2026

 Moschee Gazi Khassim in Pécs, April 2026

 Moschee Gazi Khassim in Pécs, April 2026

Nach der Vertreibung der Osmanen wurde die Moschee 1766 von den Jesuiten in eine katholische Barockkirche umgebaut. Im 18. Jahrhundert wurde das Minarett abgerissen, ein Barockchor mit Kuppel errichtet und auf der nordwestlichen Seite der Kirche ein Glockenturm gebaut. Die Kuppel erhielt barocke Deckenfresken, und unter der Kirche wurde ein Krypta eingerichtet, wo heute noch Bestattungen stattfinden. Die Kirche erhielt ihre heutige Form durch die Umbauarbeiten im Jahr 1939.

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Der frühere Moscheeraum ist von islamischen Elementen und Motiven geprägt. An den beiden Seiten des Mihrab (islamische Gebetsnische in der Mitte der Südmauer) sind gemalte Schriftzüge aus der Türkenzeit mit den Namen Allah und Mohamed zum Vorschein gekommen. Das Kuppelfresko ist ein Werk von Endre Graits aus dem Jahr 1883.

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Gazi Khassim Pascha ließ die Moschee Mitte des 16. Jahrhunderts erbauen. Das Bauwerk wurde auf den Gemäuern der alten St.-Bartholomäus-Kirche aus dem 12. Jahrhundert errichtet. Die Kirche entstammt einer Zeit, als der Anteil der ungarndeutschen Germanen und turkstämmigen Petschenegen in der Region noch höher war. Die Bartholomäuskirche wurde kurz nach der Eroberung der Stadt 1543 durch die Osmanen zerstört, jedoch können übriggebliebene Teile der Krypta noch heute besichtigt werden. In den 1660er Jahren berichtete der türkische Reisende Evliya Çelebi über die an deren Stelle errichtete Moschee.

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Nach der christlichen Rückeroberung der Stadt wurde die Moschee im 18. und 20. Jahrhundert verändert. Nachdem das Minarett zunächst ausgebaut und vergrößert wurde, wurde es komplett abgerissen. Nur der Kern der Moschee blieb noch erhalten, darunter der achteckige Tambour, der von einer Kuppel bedeckt ist. Die Kuppel wurde zunächst nach dem Muster traditioneller orthodoxer Kathedralen gestaltet.

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Die Moschee Gazi Khassim befindet sich in der Nähe der Stadtmitte auf dem berühmten Széchenyi-Platz von Pécs. Die Moscheenkirche ist täglich geöffnet. Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit.

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Im neuzeitlichen Anbau steht eine Orgel mit 2900 Pfeifen, gebaut 1942 in der Werkstatt des Pécser Orgel- und Harmoniumbauers József Angster. Die Fresken sind Werke des Kunstmalers Ernő Gebauer.

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Der Dom St. Peter und St. Paul zu Pécs (ungarisch Szent Péter és Szent Pál Székesegyház), kurz der Fünfkirchener Dom (Pécsi Székesegyház), ist eine römisch-katholische Kirche in der südungarischen Stadt Pécs (deutsch Fünfkirchen) und Bischofskirche des Bistums Pécs.

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KATHEDRALE ST. PETRUS UND PAULUS
Die Geschichte der Kathedrale in Pécs geht bis in die Zeit des Römischen Reiches zurück, es war ja das Gelände des frühchristlichen Friedhofs der Stadt Sopianae (4. Jh.), das die mittelalterlichen Stifter zum Standort der Kirche bestimmt haben. Allerdings sind die Kenntnisse über die Anfänge ziemlich spärlich. Bei der Gründung des Bistums Pécs im Jahre 1009 dürfte eines der frühchristlichen Friedhofsgebäude als erste bischöfliche Kathedrale gedient haben. Es gibt dahingehende Meinungen, dass es sich dabei um die dreikantige Kapelle in direkter Nachbarschaft der gegenwärtigen Kathedrale gehandelt habe, die von dem 9. Jahrhundert an regelmäßig zu liturgischen Zwecken benutz worden sei. Andere nehmen dagegen an, dass vielmehr die heute noch vorhandene, siebenkantige Kapelle (Cella Septichora) als erste Kathedrale angesehen werden könnte, die mit einer Länge von 22,7 m und einer Breite von 17,45 m das größte Bauwerk im frühchristlichen Friedhof war.

 Pécsi Bazilika in Pécs, April 2026

Das erste als Kathedrale benutzte Gebäude stellte jedoch nur eine provisorische Lösung dar. Der aus Venedig stammende ungarische König Peter Orseolo ließ eine neue Kathedrale errichten, in der er späteren Quellen zufolge 1046 beigesetzt wurde. Die zweite Kirche entstand zwischen 1038-1041 oder 1041-1046 und wurde dem Hl. Petrus geweiht. Dieses Bauwerk brannte 1064 nieder.

Die dritte Kathedrale von Pécs war eine Basilika mit drei Apsiden und ohne Querschiff. Dieser Bautyp erschien erst im letzten Quartal des 11. Jahrhunderts in Ungarn. Die Pécser Kathedrale war monumentaler als die vergleichbaren Bauten ihrer Zeit, und wies mit der riesigen fünfschiffigen Unterkirche unter dem östlichen Chor eine richtige Besonderheit auf. Sehr wahrscheinlich geht auch diese Hallengruft auf einen spätrömischen Sakralbau zurück.

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Während der osmanischen Besetzung zwischen 1543 und 1686 wurde die Kathedrale samt Unterkirche sowohl zu liturgischen Zwecken als auch als Getreidespeicher benutzt, was bedeutende Spuren an dem Bauwerk hinterließ. Deshalb bemühten sich vom ausgehenden 17. Jahrhundert an die Bischöfe, die Kathedrale je nach verschiedenen künstlerischen und ästhetischen Grundsätzen zu erneuern. Im 18. Jahrhundert dominierten bereits die barocken Stilelemente im Kircheninneren, am äußeren Erscheinungsbild war jedoch keine entsprechende Veränderung zu erkennen, weil das Vorhaben eines kompletten Barockumbaus mit dem Tode des Bischofs György Klimo (1710-1777) endgültig gescheitert war. 1807 kam es dagegen zu einem Umbau der Kirche im klassizistischen Stil, und zwar nach den Entwürfen von Mihály Pollack (1773-1855), einem der größten Architekten seiner Zeit.

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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte man sich zum Ziel, den eklektischen Charakter der Kathedrale durch die Wiederherstellung des vermeintlichen Originalzustandes aus der Romanik zu eliminieren. Im Zuge des Umbaus zwischen 1882 und 1891 nahm die Kirche ihre heutige Gestalt an. Die Bauarbeiten erfolgten im Auftrag von Bischof Nándor Dulánszky (1829-1896) unter der Leitung des österreichischen Architekten Friedrich von Schmidt (1825-1891).

 Pécsi Bazilika in Pécs, April 2026

 Pécsi Bazilika in Pécs, April 2026

Die Länge der Kirche ist 70 Meter, ihre Breite ist 40 Meter. Die Türme sind 60 Meter hoch. In den Türmen befinden sich insgesamt 4 Glocken. Auf den südlichen Seite stehen die Statuen der 12 Aposteln, die Werke von Károly Antal sind. An den Wänden der Nebenschiffe sind Szenen aus dem Leben des heiligen Apostels Petrus und Paulus zu sehen. Die aus dem Alten Testament genommen Bilder der Hauptschiff, und der Hl. Paulus Zyklus wurden von Moritz von Beckerath (1838-1896) gemalt. Karl Christian Andreae (1823-1904) malte die Szenen aus dem Neuen Testament in der Heiligtum, sowie der Petrus Zyklus.

In der Orgelempore steht eine zwischen 2005 und 2007 renovierte Angster-Orgel mit 4 Manualen und 6101 Pfeifen. Der älteste Teil der Kathedrale ist die fünfschiffige romanische Unterkirche mit einer Innenhöhe von 5 m. Die Wände der beiden Stufengäge zur Unterkirche sind mit Reliefs von György Zala verziert - sie sind vermutlich Nachbildungen der Darstellungen aus dem 11. Jahrhundert. Die Originale sind im Domlapidarium zu sehen.

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Die fünfschiffige Krypta des Doms ist die größte in Ungarn. Ihre ursprüngliche Funktion ist ungeklärt, doch die ersten Steine ​​standen hier bereits in römischer Zeit, und die Erbauer nutzten diesen Ort als Vorbild für den heutigen Dom. Die Fresken der Krypta wurden von Károly Lotz, Bertalan Székely und Gustav Bamberg gemalt.

Links vom Treppenaufgang befindet sich das Grab von Janus Pannonius, dem 25. Bischof des Bistums Pécs. 1991 entdeckten Arbeiter seine sterblichen Überreste bei Restaurierungsarbeiten. Nach eingehenden Untersuchungen bestätigten Forscher, dass es sich um sein Skelett handelte. 2008 wurde er in der Dommauer beigesetzt.

Neben ihm befindet sich das Grab von Bischof Nándor Dulánszky. Er war es, der die Kathedrale Ende des 19. Jahrhunderts wiederaufbaute, um die statischen Probleme des Gebäudes zu beheben und den ursprünglichen romanischen Stil wiederherzustellen. Er prägte die heutige Form des Gebäudes. Drei Tafeln in der Mitte der Krypta zeigen die drei Fassaden des Gebäudes. Die erste zeigt die romanische Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Die zweite die klassizistische Form vom Beginn des 19. Jahrhunderts nach dem Plan von Mihály Pollack. Und die dritte die heutige Kirche. In den drei Apsiden der Krypta befinden sich drei Altäre. Der Hauptaltar in der Mitte ist der Altar des Heiligen Grabes. Im Inneren des Altars befindet sich eine Statue des sterbenden Jesus Christus von György Zala. Die beiden anderen sind der Altar der Schmerzensreichen Jungfrau Maria und der Altar des Heiligen Andreas.

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St.-Istvan-Altar: Der Altar in der Apsis der Südseite der Kirche wurde zu Ehren von König Istvan, dem Gründer unseres Landes und Bischof von Pécs, geweiht. In der zentralen Zelle des Altars befindet sich eine Bronzestatue des ersten Königs, die beidseitig von Engelsfiguren flankiert wird. Die Statuen stammen von György Zala (1858–1937). Um sie herum sind Medaillons mit Szenen aus dem Leben König Istvans dargestellt. Engel zieren die Seitenwand der Apsis. Die dekorative Bemalung der Fensterscheibe stellt die vier Elemente dar und verweist auf das Universum. Der Adler symbolisiert die Luft, der Elefant die Erde, der Drache das Feuer und der Pelikan das Wasser. In der goldenen Kuppel der Apsis ist die Büste des Königs in einem Medaillon angebracht. Die Kuppel wird unten von einer Säule eingefasst. Unter der Säule befindet sich die Inschrift: FECIT MIRABILIA IN VITA SUA – Er wirkte Wunder in seinem Leben (Sir 31,9).

 Pécsi Bazilika in Pécs, April 2026

 Pécsi Bazilika in Pécs, April 2026

König Stephan II. gründete 1009 das Bistum Pécs. Vermutlich beherbergte eines der frühchristlichen Gebäude die erste Kathedrale. In der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts ließ der venezianische König von Ungarn, Peter Orseolo, anstelle der ersten Kirche eine neue errichten, in der er 1046 beigesetzt wurde. Diese Kirche fiel 1064 einem verheerenden Brand zum Opfer. Ab dem 12. Jahrhundert wurde über einen Zeitraum von mehr als hundert Jahren der romanische Vorgängerbau der heutigen Kathedrale errichtet. Der Kircheninnenraum wurde ab 1200 in mehreren Phasen ausgemalt. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts erhielt die Kathedrale große gotische Fenster und ein Gewölbe.

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Im 11. Jahrhundert umfasste der Bischofspalast, der sich nördlich der Kathedrale befand, einen geräumigen Saal, einen mehrstöckigen Wohnturm und eine Kapelle. Die Bischöfe erweiterten ihre Residenz später dem sich wandelnden Zeitgeschmack entsprechend. Im Jahr 1355 ließ Bischof Nikolaus Neszmélyi de Poroszló (1346–1360) neben dem Palast eine gotische Kapelle mit acht Altären errichten. Im 16. Jahrhundert hob Mikós Oláh die Schönheit der vergoldeten Marienkapelle hervor und würdigte den beispielhaften Bischof Nikolaus in seinem Werk „Hungária“ (Ungarn).

Bischof Wilhelm von Coppenbach (1361–1374) übergab den Palast der 1367 gegründeten Universität. Zu dieser Zeit wurde die Residenz an ihren heutigen Standort im südwestlichen Teil des Bischofspalastes verlegt. Die bemerkenswertesten Renaissance-Bauwerke, insbesondere die reich verzierten Fensterrahmen, gehen auf Bischof György Szatmári (1505–1521) zurück.

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Der Bischofspalast war ursprünglich von einem Wassergraben und einem Damm umgeben. Nach dem Mongolensturm auf Ungarn begann Bischof Job (1252–1280) aus dem Geschlecht der Záh, den Palast mit einer Steinmauer zu umgeben. Bischof Bálint Alsáni (1374–1408) erweiterte und verstärkte die innere Struktur des Bischofspalastes und verlängerte die äußere Burgmauer bis an den Rand der Siedlung. Unter Bischof Sigismund Ernst (1473–1505) wurden an der Nord- und Westseite der äußeren Burgmauer quadratische Türme errichtet, deren Erdgeschosse schlüssellochförmige Schießscharten für die Kanonen aufwiesen. Von den Rundbogen an den Ecken der äußeren Burgmauer ist der südwestliche, der zum Schutz des Burgtors errichtet wurde, heute noch erhalten. Der Haupteingang der inneren Burg befand sich an der Südseite und war mit einem quadratischen Torturm versehen, auf dem der Erbauer den Namen und das Wappen von Bischof Ernuszt sowie das Gründungsjahr 1498 anbringen ließ. 1543 übergaben die Verteidiger den Bischofspalast kampflos an die osmanische Armee. Die Türken hatten den Bau nicht fortgesetzt, sodass die spätmittelalterliche Form bis zum Befreiungskrieg von 1686 erhalten blieb.

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HEILIGE PETRUS UND PAULUS KATHEDRALE
Die Herkunft der Kathedrale von Pécs führt in die Zeit des römischen Reiches zurück. Am Ende des 4. Jahrhunderts wurden die Grundmauer der heutigen Unterkirche niedergelegt. Diese wurde im 8-9. Jahrhundert in westlicher Richtung erweitert. Die ursprüngliche Kirche wurde in der Zeit König Stefan des Heiligen dadurch zu einer Unterkirche, dass man darüber das heutige Heiligtum bauen liess. In dieser Zeit entstammen wahrshceinlich auch die beiden östlichen Türme. Im Mittelalter bekam die Kirche noch zwei Türme. In der Zeit der Gotik wurden die Kapellen gestaltet.

Die Türkenherrschaft (1543-1686) überstand der Dom mit verschiedenen Beschädigungen. Infolge der nacheinander fol-genden Bischöfen veranlassten Restaurierungsarbeiten, ist eine Vermischung verschiedener Kunststille zustande gekom-men. 1807 erhielt der Dom im Geiste des Klassizismus nach den Plänen des Architekten Mihály Pollack eine spitzbogige Stirnseite. Seine heutige Form bekam er durch den vom Jahre 1882 bis 1891 daurenden Umbau. Die Arbeiten wurden vom Architekt Friedrich von Schmidt geführt, wer vom Bischof Nándor Dulánszky beauftragt wurde. Jetzt erhielt der Dom seinen ursprünglichen romanischen Charakter zurück und wurde zu unserem nationalen Schatz von europäischem Ruf.

Die Länge der Kirche ist 70 Meter, ihre Breite ist 40 Meter, die Höhe der Türme ist 60 Meter. In den Türmen befinden sich ins-gesamt 4 Glocken. An der südlichen Fassade stehen die von Károly Antal angefertigten Skulpturen der 12 Apostel.

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Die Bilder des Hauptschiffes vom Heiligtum zeigen die Geschehnisse des Neuen Testaments: an den Wänden der Nebenschiffe sind Szenen aus dem Leben des heiligen Apostels Petrus und zu sehen. Die Bilder wurden von Karl Andräe aus Köln gemalt. Die Wände des Hauptschiffes zieren die aus den Geschehnissen des Alten Testaments genommenen Bilder, gemalt von Maurus Beckerath aus München. Er malte ebenfalls hier an den Wänden des Nebenschiffes das Leben des heiligen Apostels Paulus. Der auf dem Chor stehende Orgel hat 4 Manualen und 6101 Pfeifen und wurde in der Angster Orgelfabrik hergestellt. Sie wurde zwischen 2005 und 2007 neugebaut.

Die Reliefs (Biblia Pauperum), die bei den Abgangstreppen zur Unterkirche zu sehen sind, sind die Werke des Bildhauerkünst-lers György Zala. Sie sind Kopien der im 11. Jahrhundert angefertigten und hier angebrauchten Originalwerke. Die ursprüng-lichen Reliefs sind im neben der Basilika stehendes Dommuseum ausgestellt. Die Unterkirche ist der älteste Teil des Doms. Sie hat 5 Schiffe und ist 5 Meter hoch.

Die Kappellen: die Herz Jesu- und die Corpus Christi Kapelle sind von den Wandgemälden Károly Lotz verziert. In der Marie Kapelle und in der nach dem Heiligen Maurus (Bicshof von Pécs), benannten Kapelle sind weltberühmten Bilder von Ber-talan Székely zu betrachten, hier sind die Geschehnisse der ungarischen Geschichte und das Leben des Bischofs Heiligen Maurus dargestellt. Die letzte äußere und innere Restaurierung des Doms dauerte von 1962 bis 1968. Im Jahre 1991 besuchte die Kirche Johannes Paulus II., betete zwischen den uralten Wänden. Er gab der Kirche wegen ihrem seelischen Leben den Titel „Basilica Minor"

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Die Glocke des Hl. Franz von Assisi wiegt 1000 kg, ihr Durchmesser am Boden beträgt 120 cm und sie hat den Ton Es. Sie wurde 1949 von Ráfael Szlezák gegossen, um die im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmte Glocke zu ersetzen. Auftraggeber war Ferenc Virág, Bischof von Pécs. Sie ist die am seltensten zu hörende Glocke der Kirche und läutet sonntags um 11:50 Uhr, zur Elevation der Hostie, nur eine Minute lang.

Die Glocke der Mariä Himmelfahrt wiegt 800 kg, hat einen Durchmesser von 108 cm und ist auf Ges gestimmt. Diese Glocke, 1804 von Franciscus Millner gegossen, ist die älteste Glocke des Doms. Ein Teil ihrer Inschrift lautet: „Patrona Hungariae, ora pro nobis!“ (Unsere Liebe Frau von Ungarn, bitte für uns!). Diese Glocke hören wir jeden Morgen, Mittag und Abend.

Die kleinste Glocke der Kirche ist die Glocke des Heiligen Paulus. Sie wiegt 500 kg, hat einen Sockel von 100 cm und ist auf C gestimmt. Sie wurde 1949 von Ráfael Szlezák in Rákospalota gegossen. Da die Kirche keine kleinere Glocke besitzt, dient sie auch als Seelenglocke und ruft zusammen mit der Glocke der Heiligen Mariä Himmelfahrt die Gläubigen zur Heiligen Messe.

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Jesus Christus Pantokrator: In der goldenen Kuppel der Hauptapsis des Heiligtums befindet sich die Darstellung des Pantokrators, die den göttlichen Charakter Jesu Christi und seine erlösende Herrschaft über die Welt unterstreicht. Der Pantokrator ist der Christus des Jüngsten Gerichts, der als Richter annimmt oder ablehnt. Diese Darstellungen sind charakteristisch dafür, dass Christus den Betrachter direkt anblickt, in seiner linken Hand ein Buch hält und mit der rechten den Segen spendet. Neben dem Pantokrator der Kathedrale von Pécs befinden sich rechts die Jungfrau Maria und der heilige Stephanus, links die Schutzpatrone der Diözese Pécs: der heilige Petrus mit einer Schriftrolle in der Hand und der heilige Paulus mit einem Schwert. Engel knien neben dem Thron Christi. Das Wasser des Lebens entspringt aus vier Quellen an den unteren Stufen des Throns. Das Bild wird am unteren Rand von einer Säule eingefasst. UNTER DEM VORHANG STEHT DIE INSCHRIFT: ESTO FIDELIS USQUE AD MORTEM ET DABO TIBI CORONAM VITAE - SEI TREUE BIS IN DEN TOD, UND ICH WERDE DIR DAS LEBEN ALS KRONE GEBEN (Offb 2,10)

 Pécsi Bazilika in Pécs, April 2026

 Pécsi Bazilika in Pécs, April 2026

Zur Basilika gehören insgesamt vier Kapellen. In der Herz-Jesu- und der Corpus-Christi-Kapelle sind Wandmalereien von Károly Lotz zu sehen, während Bertalan Székelys Wandgemälde in der Marien- und der Mauruskapelle Szenen aus der ungarischen Geschichte bzw. dem Leben des heiligen Pécser Bischofs Maurus darstellen.

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ALTAR: Für Teile des Altars wurden verschiedene Marmorsorten verwendet. Die Tischplatte besteht aus Salzburger Urbano-Rosa-Marmor und ruht auf zwei Platten aus belgischem Brekzienmarmor. Die Vorderseite ist durch Arkaden aus serpentinengrünem Marmor gegliedert, in die Lilien eingearbeitet sind. Die Seiten sind mit vergoldeten Reliefs verziert. Der Altar trägt die Inschrift: SANCTAE MARIAE PATRONAE HUNGARIAE – DER JUNGFRAU MARIA, PFLANZERIN UNGARNS.

FRESKOS: DIE FRESKOS DER KAPELLE WURDEN VON BERTALAN SZÉKELY (1835–1910) IN DEN SPÄTEN 1880ER JAHREN WÄHREND DES NEUROMANISCHEN UMSETZUNGSPROZESSES DER KATHEDRALE GEMALT UND ZEIGEN UNGARISCHE HEILIGE UND SZENEN AUS DEM LEBEN DER JUNGFRAU MARIA.

ÖSTLICHE Wand: DER HEILIGE STEPHANUS ÜBERREICHT DIE HEILIGE KRONE, SYMBOLIK UNGARN, DER IM HIMMEL THRONENDEN JUNGFRAU MARIA
HUNGARORUM APOSTOLUS DEI GENITRICEM PATRONAM HUNGARIAE INSTIUIT – DER APOSTEL VON UNGARN MACHT DIE MUTTER GOTTES ZUR PORTONIN UNGARNS
SÜDLICHE Wand: DAS REINHEITSGELÖBNIS DES HEILIGEN EMERICH
VOTO PERPETUAE) VIRGIN (ATIS) GRATIAM DEIPARAE V(IRGINIS) GENTI CONCILIAT – DURCH SEIN GELÖBNIS DER EWIGEN JUNGFRAUSCHAFT ERWIRBTE ER DIE GNADE DER MUTTER GOTTES FÜR DAS VOLK
DER HEILIGE LADISLAUS SCHLÄGT DEN AUFSTAND DER KROATISCHEN HERREN NIEDER UND STÄRKT DIE KATHOLISCHE KIRCHE
DRAVUM AD VASKAM TRAIICIT ET CROATIAM HUNGARIAE SOCIAT – ÜBERQUERUNG DER DRAWA BEI VASKA UND VEREINIGUNG KROATIENS MIT UNGARN
DIE HEILIGE MARGARETTE ZIEHT SICH IN DAS KLOSTER AUF DER KANINCHENINSEL ZURÜCK
PRO REGNI INCOLUMITATE PATRONAE HUNGARIAF) DEVOTA CLAUSTRO DATUR – WEIHE SIE ZUR SCHÜTZIN UNGARNS FÜR DIE SICHERHEIT DES LANDES. SIE WIRD EINEM KLOSTER ÜBERGEGEBEN
WESTWAND: KRÖNUNG MARIAS
DIE MESSE DES HEILIGEN JOHANNES VON CAPISTRANO
IN AGUSTIIS ANTE VICTORIAM AD TAURUNUM OPEM DIVAE PATRONAE IMPLORANT SIE BITTEN VOR DEM SIEG IN BELGRAD UM DIE HILFE DER HIMMLISCHEN PATRONIN
NORDWAND: HEILIGE ANNA
APOST ANDREIS
HEILIGE KINGA AUS DEM HAUS ARPAD
HEILIGER GEORG, MÄRTYRER
HEILIGER MARTIN, BISCHOF

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Die letzte Innen- und Außenrenovierung der Kirche dauerte von 1962 bis 1968. Die Kathedrale wurde 1991 von Papst Johannes Paul II. zur „Basilica Minor" erhoben. 2015 fanden Bestandserhaltungsarbeiten statt, und der Südostturm wurde für Besucher geöffnet. Vom Turm bietet sich eine einzigartige Aussicht auf die Stadt.

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Die Marienkapelle
Diese Kapelle wurde im 19. Jahrhundert von Bertalan Székely (1835–1910) während der neoromanischen Umgestaltung ausgeschmückt. Die Fresken zeigen Ereignisse aus dem Leben der Jungfrau Maria und ungarische Heilige.

Ostwand: Der heilige Stephan, der erste ungarische König, überreicht der Jungfrau Maria die Krone.
Südwand: Der heilige Emerich legt das Keuschheitsgelübde ab; der heilige Leslie schlägt den Aufstand der Kroaten nieder und festigt die katholische Kirche; die heilige Margareta geht ins Kloster auf der Margareteninsel.
Westwand: Krönung der Jungfrau Maria; Messe des heiligen Johannes von Capistrano.
Nordwand: Die heilige Anna; der Apostel Andreas; die heilige Kinga aus dem Hause Árpád; der heilige Märtyrer Georg; der heilige Martin.
An der Westwand befindet sich eine Renaissance-Epitaph aus Alabaster, die im 16. Jahrhundert in den Niederlanden gefertigt wurde. Diese Epitaph stellt die Entstehung und die Erlösung dar.

An der Nordwand kann man die Statue des Heiligen Sebastian sehen, die von Antonio Giuseppe Sartori (1714-1791) geschaffen wurde.

Pécsi Bazilika in Pécs, April 2026

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Die Grundmauern der heutigen Unterkirche des Doms von Pécs stammen aus spätrömischer Zeit. Sie gehen auf das Ende des 4. Jahrhunderts zurück. Es wird vermutet, dass sich hier eine altchristliche Basilika befand, die im 8. bis 9. Jahrhundert in westlicher Richtung erweitert wurde. Zur Zeit König Stephans I. des Heiligen wurde die ursprüngliche Kirche zur Unterkirche und über ihr erhob sich der Vorläuferbau der heutigen Kathedrale. Vermutlich stammen die zwei westlichen Türme ebenfalls aus dieser Zeit. Mit den Bauarbeiten der romanischen Basilika wurde nach dem großen Brand von 1064 unter Beteiligung oberitalienischer Architekten begonnen. Im Mittelalter wurde die Kirche um zwei Türme und die gotischen Seitenkapellen erweitert. Nach Beschädigungen und Verfall während der 1543 bis 1686 dauernden Türkenherrschaft kam es zu Wiederaufbaumaßnahmen in verschiedenen Stilrichtungen.

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Im Jahre 1807 wurde die Kirche nach den Entwürfen des Architekten Mihály Pollack klassizistisch umgestaltet. An der Fassade wurden die zwölf Apostelfiguren von Mihály Bartalits angebracht. Die heutige neoromanische Gestalt des Doms entstand zwischen 1882 und 1891 nach den Plänen des Wiener Dombaumeisters Friedrich von Schmidt im Zusammenhang mit dem sogenannten Millennium der magyarischen Landnahme, das 1896 mit großen Festlichkeiten begangen werden sollte. Auftraggeber des ehrgeizigen Projekts war Bischof Nándor Dulánszky, finanziert wurde es unter anderem durch die Erträge der dem Bistum gehörenden Kohlengruben im Mecsek-Gebirge. Geplant war, den „ursprünglichen“ Dom aus dem Zeitalter der Árpáden wieder zu errichten. Die Länge der Kirche beträgt 70 Meter, die Breite 22 Meter, die Höhe der Türme 60 Meter. Im Jahr 1991 verlieh Papst Johannes Paul II. der Kathedrale zusätzlich den Titel einer Basilica minor.

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Moschee Gazi Khassim, Kirche der Heiligen Jungfrau Maria Gyertyaszentelő Boldogasszony templom Gázi Kászim Dzsámi, Pécs, April 2026:



Pécsi Bazilika, Kathedrale St. Peter und Paul in Pécs, April 2026: