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Bukarest (rumänisch București) ist die Hauptstadt
Rumäniens. Sie ist mit etwas mehr als 1,7 Millionen Einwohnern die
neuntgrößte Stadt der Europäischen Union. Die kosmopolitische
Hochkultur und der dominierende französische Einfluss der neubarocken
Architektur der Stadt brachten ihr den Beinamen Micul Paris („Kleines
Paris“, auch „Paris des Ostens“) ein. In der Amtszeit des rumänischen
Diktators Nicolae Ceaușescu wurden weiträumig historische Stadtviertel
zerstört, um dem monumentalen Zuckerbäckerstil des Staatsoberhaupts
Platz zu machen.
* * *
Reiterstandbild Karl I. (Statuia Ecvestră a lui Carol I) vor der
Zentralen Universitätsbibliothek Karl I. (Biblioteca Centrală
Universitară Carol I) an der Piața Revoluției

Denkmal der Wiedergeburt (Memorialul Renașterii) - Hohes Marmordenkmal
mit einer Metallkrone zu Ehren der Opfer der rumänischen Revolution von
1989.

Denkmal von Iuliu Maniu (Monumentul lui Iuliu Maniu) an der Piața Revoluției
Iuliu Maniu war dreimaliger Ministerpräsident Rumäniens und eine
Schlüsselfigur im Kampf für Demokratie und nationale Einheit. Er
verteidigte die Rechte der Rumänen in den turbulenten Zeiten des 20.
Jahrhunderts und starb als politischer Gefangener des kommunistischen
Regimes. Das Denkmal erinnert an sein Leben, seine Verdienste und seine
Opfer und ist ein Ort des Respekts und der historischen Erinnerung für
Besucher und Einheimische gleichermaßen.
Das Gebäude im Hintergrund ist das Zentralkomitee der KP (heute Sitz
des Innenministeriums, Ministerul Afacerilor Interne) am Piața
Revoluției (Revolutionsplatz). Nicolae Ceaușescu hielt seine letzte
Rede am 21. Dezember 1989 vom Balkon des Gebäudes des Zentralkomitees
der Rumänischen Kommunistischen Partei in Bukarest. Von genau diesem
Balkon aus kippte die Stimmung der Menge – Buhrufe, Pfiffe, Chaos – ein
Schlüsselmoment der Rumänischen Revolution. Einen Tag später war
Ceaușescus Herrschaft vorbei. Drei Tage später wurde er mit seiner Frau exekutiert.

Rumänische Athenäum (Ateneul Român) ist ein berühmtes klassizistisches
Konzerthaus von 1888 und Sitz der Staatsphilharmonie George Enescu.
Davor die Statue von Mihai Eminescu (Statuia Lui Mihai Eminescu). Die
Statue von Mihai Eminescu wurde 1966 im Garten des Rumänischen
Athenäums in Bukarest enthüllt. Das Bronzewerk wurde vom Bildhauer
Gheorghe D. Anghel als Hommage an den bedeutendsten rumänischen Dichter
geschaffen und zählt zu den geschützten Kulturdenkmälern der Stadt.

Büste von Corneliu Coposu bei der Kretzulescu Kirche (Biserica
Kretzulescu), einer orthodoxen Backsteinkirche mit Kirchtürmen aus den
1720er-Jahren sowie Heiligenbildern und Fresken im Innenraum.

Die Kretzulescu-Kirche (rumänisch: Biserica Kretzulescu oder
Crețulescu) ist eine orthodoxe Kirche im Zentrum von Bukarest,
Rumänien. Sie wurde im Brâncovean-Stil erbaut und befindet sich in der
Calea Victoriei 45A, an einer Ecke des Revolutionsplatzes, neben dem
ehemaligen Königspalast.

Die Kirche wurde 1720–1722 von dem Bojaren Iordache Crețulescu und
seiner Frau Safta, einer Tochter von Fürst Constantin Brâncoveanu, in
Auftrag gegeben. Ursprünglich war die Außenfassade bemalt, doch seit
der Restaurierung 1935–1936 (unter der Leitung des Architekten Ștefan
Balș) besteht sie aus Ziegeln. Die Fresken an der Vorhalle stammen aus
der ursprünglichen Bauzeit, während die Fresken im Inneren 1859–1860
von Gheorghe Tattarescu gemalt wurden.

Die Kirche, die beim Erdbeben von Vrancea 1940 beschädigt worden war,
wurde 1942/43 wiederaufgebaut. Zu Beginn des kommunistischen Regimes
sollte die Kretzulescu-Kirche abgerissen werden, konnte aber dank des
Engagements von Architektinnen wie Henriette Delavrancea-Gibory
gerettet werden. Nach dem Bukarester Erdbeben von 1977 und der
Revolution von 1989 erfolgten weitere Renovierungsarbeiten. Neben der
Kirche steht heute eine Gedenkbüste von Corneliu Coposu.

Die Regenschirmstraße (Strada cu Umbrele) in der Pasajul Victoria

Rumänisches Geld hat als Währung den Leu (RON).

Odeon Theater (Teatrul Odeon) am Odeonsplatz (Piața Odeon) mit Mustafa Kemal Atatürk-Denkmal.

Cișmigiu-Park (Grădina Cișmigiu) - Ruhiger, baumbestandener Park im
englischen Stil mit See, Rosengarten und Pavillon. Der Cișmigiu-Park
(amtlich: „Grădina Cișmigiu“, deutsch:
Cișmigiu-Garten) ist der größte und älteste öffentliche Park im Zentrum
von Bukarest, Rumänien. Der Park hat eine Fläche von 17 ha.
Uhr von Cișmigiu (Ceasul din Cișmigiu) am Eingang vom Cișmigiu-Park (Grădina Cișmigiu)

Im Herzen von Bukarest gelegen, erstreckt sich der 1860 eingeweihte
Cişmigiu-Garten über eine Fläche von 17 Hektar. Der Hain, der sich
einst an dieser Stelle befand, besaß eine Tümpel, gespeist von den
nahegelegenen Quellen (siehe die heutige Straße Şipotul Fântânilor).
Diese Tümpel wird bereits zu Zeiten von Matei Basarab unter dem Namen
„Duras Tümpel, des Kaufmanns“ urkundlich erwähnt. Die Geschichte des
Parks beginnt mit einem Erlass des Herrschers Alexandru Ipsilanti aus
dem Jahr 1779. Aufgrund der wiederholten Überschwemmungen des Flusses
Dâmboviţa und der damit einhergehenden Überflutungen ließ er zwei
Brunnen errichten. Der Leiter der Anlage wurde „Der Große Cişmigiu“
genannt, daher der Name des Parks.

1830 wurde beschlossen, auf diesem Gelände einen öffentlichen Garten
anzulegen, und 1845 begannen die Sanierungs- und
Landschaftsgestaltungsarbeiten unter der Leitung des deutschen
Landschaftsarchitekten Carl Friedrich Wilhelm Meyer (1817–1852), der
zuvor bereits den Kiselsff-Park angelegt hatte. Mit Zustimmung des Herrschers Gheorghe Bibescu verwandelte Meyer die
Pfütze in einen wunderschönen See mit einer Abwasseranlage, die
erweitert und gereinigt werden sollte. Die Alleen wurden angelegt und
über 30.000 einheimische (Ahorn, Linden, Tannen, Ulmen) sowie seltene
(Hibiskus, Geißblatt, Kastanie, Platane) Bäume gepflanzt. Der deutsche
Botaniker Ulrich Hoffmann und der deutsche Landschaftsmaler Friedrich
Rebhuhn prägten die heutige Form des Gartens.
Brücke im Cișmigiu-Park (Grădina Cișmigiu)

Kathedrale St. Josef (Catedrala Catolică "Sfântul Iosif")
Prunkvolle, 1884 geweihte Kirche mit Marmoraltar, Buntglasfenstern und farbenprächtigen Fresken.

Die Kathedrale St. Josef (rumänisch Catedrala Sfântul Iosif) in der
rumänischen Hauptstadt Bukarest ist die Bischofskirche des
römisch-katholischen Erzbistums Bukarest. Sie wurde 1875–1883 nach
Plänen des seinerzeit berühmten Wiener Architekten Friedrich von
Schmidt erbaut, am 15. Februar 1884 durch Erzbischof Ignatius Paoli
geweiht und gilt als historisches Architekturdenkmal.

Die römisch-katholische Gemeinde in Bukarest wuchs seit der Mitte des
19. Jahrhunderts vor allem durch Zuwanderer aus West-, Mittel- und
Südeuropa. Papst Leo XIII. unterzeichnete am 27. April 1883 den
apostolischen Brief Praecipuum munus, in dem er das apostolische
Vikariat der Walachei zum Erzbistum erklärte und Ignatius Paoli in den
Rang eines Erzbischofs beförderte, der die Kathedrale am Freitag, den
15. Februar 1884 einweihte. Der Stuhl des Erzbischofs war jedoch
zunächst aus konfessionspolitischen Gründen, nach dem Zweiten Weltkrieg
dann auf Druck des kommunistischen Regimes häufig vakant.
Bei der Bombardierung von Bukarest 1944 wurde die Kathedrale stark
betroffen. Sie erlitt mehrfach Erdbebenschäden, die schwersten beim
Erdbeben von 1977, als auch große Teile der Inneneinrichtung vernichtet
wurden.

Die Kirche besitzt eine historische Orgel der Firma Carl Leopold
Wegenstein. Sie wurde 1930 unter Wiederverwendung von Pfeifen der
kleineren Vorgängerorgel von Joseph Merklin (1892) errichtet. Sie
enthält bei drei Manualen und Pedal 54 Register mit 3.375 Pfeifen.

Die St.-Josefs-Kathedrale, nach Plänen des Architekten Friedrich von
Schmidt in den Jahren 1875–1883 entstanden, ist eine im Wesentlichen
neuromanische Backstein-Basilika, versetzt mit neugotischen Elementen,
ohne Querhaus und Turm. Das Gebäude ist 40 m lang und 22 m breit. Die
Gliederung der Wände ist durch weiß verputzte Flächen hervorgehoben. An
das dreischiffige, fünfjochige Langhaus schließt sich im Süden ein
niedrigerer, eingezogener Chor an. Die Portalfassade an der Nordseite
enthält eine große Fensterrosette.

Fontänen von Bukarest (Fântânile București)
In der Geschichte des Unirii-Platzes in Bukarest gab es zwei
entscheidende Wendepunkte, an denen jeweils das gleiche Ziel verfolgt
wurde: Der öffentliche Platz sollte so aufgewertet werden, dass er
nicht nur wieder ein beliebter Treffpunkt für die Menschen in Bukarest
wird, sondern gleichzeitig die größte Attraktion der Stadt. Bis Mitte
der 80er Jahre diente der Platz den Bewohnern als kleiner, aber
zentraler Treffpunkt mit überdachten Lebensmittelmärkten. Um sich zur
echten Attraktion zu mausern, wurde der Platz zum einen vergrößert, zum
anderen wurde ein zentraler großer Brunnen gebaut, sowie 44 weitere
Brunnen entlang des anliegenden Unirii-Boulevards. Das Konzept ging
zunächst auf, doch die Anlage verfiel mit der Zeit immer mehr, bis sie
2018 kaum noch Wasser führte und einige Teile der Anlage komplett
zerstört waren.

Mit ca. 4.500 eingesetzten Komponenten ist die als Bukarest Fontäne
bekannte Anlage maximal flexibel und kann über Wasser, Licht und Sound
auf beeindruckend vielfältige Art Geschichten erzählen und Emotionen
bei den Zuschauern wecken. Die eingesetzte Technik erlaubt es, die
gesamte Anlage über die 44 einzelnen Springbrunnen auf einfache Art zu
orchestrieren und nach Belieben neue Choreographien zu konfigurieren.
Durch dieses zukunftsfähige Setup wird die Anlage davor bewahrt, erneut
in Vergessenheit zu geraten und eine Komplettüberholung wie die von
2018 wird so schnell nicht wieder nötig.
Bukarest Fontäne Unirii Platz
Weltrekord: Mit 1,4 km die längste choreografierte Fontänenanlage der
Welt in 44 synchronisierten Springbrunnen. Ca. 4500 über DMX
ansteuerbare Komponenten.

Die Neue St.-Georgs-Kirche
(rumänisch: Biserica Sfântul Gheorghe Nou) ist eine rumänisch-orthodoxe
Kirche in Bukarest, Rumänien. Sie liegt an der zentralen Nord-Süd-Achse
der Stadt, im Viertel Lipscani. Die Kirche ist dem Heiligen Georg
geweiht und eng mit Konstantin Brâncoveanu verbunden: Sie wurde während
seiner Regierungszeit erbaut, und er ist dort begraben.
Die Statue von Constantin Brâncoveanu (Statuia lui Constantin
Brâncoveanu), geschaffen von Oscar Han im Jahr 1939, ehrt Brâncoveanus
Glauben und sein Martyrium. Die über drei Meter hohe Statue zeigt den
walachischen Herrscher in Tracht und steht in der Nähe seines Grabes in
der Kirche Sfântul Gheorghe Nou. Sie ist ein historisches und
kulturelles Denkmal.

Die größte Kirche der Brâncovenesc-Bewegung ähnelt mehreren
zeitgenössischen Kirchen in Bukarest, die sich alle hinsichtlich ihres
vergrößerten Narthex und ihrer Kreuzform von der Fürstenkirche St.
Nikolaus in Curtea de Argeș inspirieren ließen. Der Portikus weist
sieben Bögen an der Vorderseite und je drei an den Seiten auf, die auf
zwölf Säulen mit blumenverzierten Kapitellen ruhen; das Ganze steht auf
einer skulptierten, durchbrochenen Brüstung. Die Decke des Portikus ist
in zwei Gewölbe unterteilt, die durch einen breiten Bogen getrennt
sind. Der große, quadratische Narthex wird von vier Säulen getragen,
die die zentrale Kuppel stützen. Drei auf Säulen ruhende Bögen
markieren den Eingang zum Kirchenschiff; dahinter folgt die schmalere
Krypta, die von einem sehr breiten Bogen überdacht wird. Die
Seitenapsiden sind leicht reliefartig und etwas breiter als der
Narthex. Eine zweite, größere Kuppel erhebt sich über dem
Kirchenschiff; beide sind achteckig mit quadratischen Basen. Säulen,
Brüstungen und Kuppeln stammen alle aus der Balș-Restaurierung.

Die Fassaden sind durch ein breites, ornamentales Gesims in zwei nahezu
gleich große Abschnitte unterteilt. Der untere Teil besteht aus
rechteckigen Feldern mit dazwischenliegenden Fenstern; die Rahmen sind
aus Stein gefertigt. Die oberen Felder haben dieselben Abmessungen,
jedoch Blendbögen. Die Kuppeln weisen schmale Fenster innerhalb einer
Reihe immer kleiner werdender Bögen auf. Die Kuppelbasen sind ebenfalls
mit Blendbögen versehen. Reliquien des Heiligen Nikolaus werden
ausgestellt; sie wurden 1599 in die Walachei gebracht, mit vergoldetem
Silber überzogen und von Michael dem Tapferen, Doamna Stanca und ihrem
Sohn Nicolae Pătrașcu in ein kleines Reliquiar aus Sterlingsilber
gelegt.

Die Reliquien von Brâncoveanu, seinen Söhnen und seinem Berater
Văcărescu, die 1992 als Märtyrer heiliggesprochen wurden, befinden sich
ebenfalls im Inneren. Ursprünglich wurde der Name des Fürsten nur von
seiner Witwe und Tochter auf dem silbernen Kandelaber über dem Grab
eingraviert; eine Inschrift aus dem Jahr 1720 auf diesem Kandelaber
wurde erst 1914 von Iorga entdeckt. Die hölzerne Ikonostase von
Brâncoveanu ist gut erhalten und besteht aus mehreren Bogenreihen und
kleinen Säulen, die reich mit floralen Elementen verziert sind; die
Gesimse, die die Ebenen unterteilen, sind durchbrochen. Während ihrer
Restaurierung wurde sie vorübergehend durch die neugotische Ikonostase
der Kirche von Bradu-Staicu ersetzt, die 1987 abgerissen wurde. König
Michael I. besuchte die Kirche zu Ostern 1992 anlässlich seiner
Rückkehr nach Rumänien nach 44 Jahren im Exil.

Die Kirche wurde zwischen 1851 und 1855 unter der Leitung des
Architekten Xavier Villacrosse repariert; Constantin Lecca und Mișu
Popp gestalteten den Innenraum. Dieser Eingriff, so Nicolae Iorga,
„verunstaltete“ ein „strahlendes Denkmal muntenischer Architektur“. Der
Garten wurde in den 1860er Jahren angelegt. Das Erdbeben von 1940
verursachte schwere Schäden und ließ den Glockenturm samt Uhrwerk
einstürzen. Es folgten Reparaturen, wobei die Malereien 1950
restauriert wurden. Eine Restaurierung unter der Leitung von Ștefan
Balș und mit Beteiligung von Henrieta Delavrancea begann 1968 und wurde
1987 weitgehend abgeschlossen. Man versuchte, das ursprüngliche
Erscheinungsbild der Kirche wiederherzustellen, stieß aber auch auf
Kritik. 1998 wurde mit der Anbringung neuer Fresken im Innenraum
begonnen.



Spitalul Colțea (Krankenhaus Colțea) ist ein Krankenhaus im 3. Sektor
der Stadt Bukarest. Es beherbergte eine der ersten Medizinschulen
Rumäniens: Akademie der Medizinischen Wissenschaften (Academia De
Ştiinţe Medicale).
Das Krankenhaus Colțea wurde am
14. Dezember 1704 als erstes Krankenhaus in Bukarest eröffnet.
Angrenzend an das Krankenhaus befand sich schon davor das
Colțea-Kloster, das zwischen 1695 und 1697 erbaut wurde und dessen
Klosterkirche auch heute noch existiert. Ursprünglich verfügte das
Krankenhaus über 24 Betten. An das Krankenhaus wurden noch weitere
Gebäude wie die Medizinschule, ein Gasthaus und mehrere Lager für
Heilpflanzen angebaut, bevor im Jahre 1719 eine Mauer zum Schutz vor
Überfällen um den ganzen Gesundheitskomplex errichtet wurde. Nach dem
Erdbeben im Jahre 1802 wurde das Gebäude 1836–1842 wiedererbaut, doch
wegen weiterer Erdbeben 1887 erneut abgerissen, um für den heutigen
Colțea-Palast Platz zu schaffen, der auch heute noch als Krankenhaus
dient.

Die Colțea-Kirche, auch bekannt als Kirche der Heiligen Drei Hierarchen
(rumänisch: Biserica Colțea), ist eine rumänisch-orthodoxe Kirche aus
dem 16. Jahrhundert, die sich unweit des Universitätsplatzes in
Bukarest befindet. Sie ist den Heiligen Drei Hierarchen geweiht.
Drei-Hierarchen-Kirche - Coltea (Biserica Sfintii Trei Ierarhi - Coltea)

„Die drei Heiligen Hierarchen“ – Kirche von Colțea
Erbaut vom Konstabler Mihai Cantacuzino auf dem von den Nachkommen des
Clucer Colțea Doicescu erworbenen Land, ersetzte sie die Holzkirche des
Sluger Udrea (1641–1642) und wurde am 18. Oktober 1702 geweiht. Sie
gilt als repräsentatives Denkmal des Brancovan-Stils durch ihre
harmonischen Proportionen und die dekorativen Techniken, die lokale
Tradition mit orientalischen, barocken und spätrenaissancezeitlichen
Einflüssen verbinden. Die originalen Außenfresken werden Pârvu Mutu
zugeschrieben, die Ölgemälde im Inneren stammen von Gh. Tattarescu
(1871).

Die Statue zeigt den rumänischen Dramatiker, Kurzgeschichtenautor, Journalisten, Publizisten und Theatermanager Ion Luca Caragiale
und befindet sich vor dem Nationaltheater "Ion Luca
Caragiale". Die Skulptur wurde von dem rumänischen Bildhauer Ioan
Iacob entworfen. Die ungewöhnliche Darstellung zeigt Caragiale in
einer entspannten, fast schwebenden Pose, die seine unkonventionelle
Art widerspiegelt.

Dies ist die Skulptur "Der Heuwagen" (Căruța cu paiațe) des rumänischen
Bildhauers Ioan Bolborea. Die Bronzeskulptur befindet sich in Bukarest
vor dem Nationaltheater Ion Luca Caragiale. Sie wurde 1999
enthüllt und zeigt eine Gruppe von Artisten und Musikern auf einem
Wagen. Das Werk ist bekannt für seinen dynamischen und
ausdrucksstarken Stil. Es handelt sich um 16 Skulpturen des Künstlers
Ioan Bolborea, die bekannte Figuren aus den Werken von Ion Luca
Caragiale darstellen.

Grand Hotel Bucharest und die Skulptur "Der Heuwagen" (Căruța cu paiațe) des rumänischen Bildhauers Ioan Bolborea am Parcul TNB.

Der Suţu-Palast ist eine der ältesten Adelsresidenzen Bukarests und
eines der wenigen Gebäude, die seit über 150 Jahren unverändert
geblieben sind. Er wurde zwischen 1833 und 1835 von Costache Suţu nach
den Entwürfen der Architekten Conrad Schwink und Johann Veit erbaut.
Bis ins 20. Jahrhundert war der Palast ein Privathaus und wurde 1956
zum neuen Hauptsitz des Bukarester Stadtmuseums
(Muzeul Municipiului București), das noch im selben Jahr für die
Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Seit seiner Eröffnung
beherbergt das Museum zahlreiche Sammlungen und Ausstellungen zur
Geschichte Bukarests sowie zu anderen Aspekten des Stadtlebens.

Colțea Klinikum (Spitalul Clinic Colțea) mit Statue von Mihail Cantacuzino (Statuia lui Mihail Cantacuzino)

Neue St.-Georgs-Kirche (Biserica Sfântul Gheorghe Nou) mit Statue von
Constantin Brâncoveanu (Statuia lui Constantin Brâncoveanu)

Fontänen von Bukarest (Fântânile București) am Piața Unirii, București, Rumänien

Fontänen von Bukarest (Fântânile București) am Piața Unirii, București, Rumänien

Jahreszeitenbrunnen (Fântânile Anotimpurilor) am Bulevardul Unirii beim
Piața Constituției vor dem Palast des Volkes (Palatul Parlamentului)

Piața Constituției vor dem Palast des Volkes (Palatul Parlamentului) -
Kolossales Parlamentsgebäude und internationales Konferenzzentrum mit
reich verzierten Innenräumen.

Die alte Kirche „Heiliger Spyridon“ (Biserica Sfântul Spiridon Vechi)

Pod Pietonal Dâmbovița als Aussichtspunkt auf den Fluss Dâmbovița

CEC-Palast (Casa de Economii și Consemnațiuni) - Berühmtes Bankgebäude
von 1900 mit verglaster Kuppel und kunstvollen architektonischen
Details.
Sparkassenpalast 1896-1900. Architekt: Paul Gottereau. Das Gebäude, ein
typisches Beispiel des Akademismus, zeichnet sich durch seine Kuppel
aus Glas und Metall aus. Es befindet sich auf dem Gelände des
ehemaligen Klosters „Sankt Johannes der Große“.

Zlatari-Kirche (Biserica Zlătari) in der Calea Victoriei

Nationaler Millitärverein (Cercul Militar Național) am Flaggenplatz (Piața Drapelului)
Der Flaggenplatz (Piața Drapelului), auch Dreifarbenplatz (Piața
Tricolorului) genannt, ist ein kleiner öffentlicher Platz an der
Kreuzung von Siegesallee und Königin-Elisabeth-Boulevard in der
historischen Altstadt von Bukarest. In der Mitte des Platzes weht eine
große rumänische Flagge, daher der Name Flaggenplatz bzw.
Dreifarbenplatz, der sich auf die drei Farben der rumänischen Flagge
bezieht.
Neben der Flagge befindet sich der Sărindar-Brunnen, ein Denkmal für
das ehemalige Sărindar-Kloster, das sich einst an diesem Ort befand.

Odeon-Theater (Teatrul Odeon) am Odeonsplatz (Piața Odeon) mit Mustafa Kemal Atatürk-Denkmal

Grand Hotel Continental Bucharest an der Calea Victoriei

Kretzulescu Kirche (Biserica Kretzulescu) mit der Büste von Corneliu Coposu (Bust Corneliu Coposu)

Denkmal der Wiedergeburt (Memorialul Renașterii) am Piața Revoluției
vor dem Ministerium für Arbeit und soziale Solidarität (Ministerul
Muncii și Justiției Sociale) und Innenministerium (Ministerul
Afacerilor Interne)

Nationales Kunstmuseum von Rumänien (Muzeul Național de Artă)

Zentrale Universitätsbibliothek Karl I. (Biblioteca Centrală Universitară Carol I) mit Reiterstandbild Karl I.
(Statuia Ecvestră a lui Carol I)

Rumänische Athenäum (Ateneul Român)

Aussicht auf den Bulevardul Nicolae Bălcescu

Mihai Viteazul (Michael der Tapfere) (1558 - 1601) war Woiwode der
Walachei (1593–1601), von Siebenbürgen (1599–1600) und der Moldau
(1600). Er ist einer der rumänischen Nationalhelden, da er das erste
Mal für vier Monate die drei heute zu Rumänien gehörenden Fürstentümer
unter seiner Herrschaft vereinigte.
Statue von Michael der Tapfere (Mihai Viteazul) am Universitätsplatz (Piața Universității)

Der Universitätsplatz (Piața Universității) befindet sich in der
Bukarester Innenstadt, vor der dortigen Universität. Auf dem Platz
befinden sich vier Statuen, welche Ion Heliade-Rădulescu, Michael den
Tapferen, Gheorghe Lazăr und Spiru Haret darstellen.

Die Macca-Villacrosse-Passage (Pasajul Macca-Villacrosse)
Idyllische Passage aus dem 19. Jh. mit vielen Bars und Restaurants sowie gelber Glasüberdachung.
Rechts an der Calea Victoriei, direkt gegenüber dem Polizeipräsidium
der Hauptstadt und in der Nähe des Dacia-Palastes, befinden sich die
beiden eleganten Passagen Macca und Villacrosse. Gegen Ende des 19.
Jahrhunderts erwarb der hohe Beamte Serafim, ein Übersetzer des
französischen Konsulats in Bukarest, ein Anwesen im Slum Doamnei, an
der Seite zur Mogosoaia-Brücke. Später teilte er das Anwesen als
Mitgift unter seinen Töchtern Polixenia und Anastasia auf, als diese
Xavier Villacrosse, den Chefarchitekten von Bukarest (1837–1841), bzw.
den Pelzhändler und liberalen Politiker Mihail Macca heirateten.
Zwischen 1960 und 1990 trug die Passage den Namen Pasajul Bijuteria
(„Schmuckladenpassage“), erhielt aber später ihren ursprünglichen Namen
zurück.

Pasajul Macca-Vilacrosse
(Passage Macca-Villacrosse) ist eine gabelförmige, mit gelbem Glas
bedeckte Arkadenstraße im Zentrum von Bukarest, Rumänien, deren
Konstruktion im Jahr 1891 vollendet worden ist.
Die beiden schmalen Straßen sind mit einem Glasdach überdeckt, so dass
sie sowohl natürliches Licht als auch gleichzeitig Schutz vor Regen
bieten. Das Erdgeschoss wurde für Geschäfte bestimmt, während die
Zimmer auf der ersten Etage vermietet wurden. Ein Zweig der Passage
wurde Vilacrosse genannt, während der andere Macca genannt wurde, nach
Mihalache Macca, dem Bruder des Erbauers. Die zwei Enden öffnen sich
auf die Calea Victoriei, eine der Hauptstraßen von Bukarest, das andere
Ende in Richtung der Nationalbank in der Altstadt Lipscani.

Denkmal für Eugeniu Carada vor
dem Hauptgebäude der Nationalbank von Rumänien (BNR) in der Altstadt
von Bukarest. Eugeniu Carada (1836-1910) war ein rumänischer Politiker,
Journalist und Gründer der Nationalbank von Rumänien. Die Skulptur
wurde 1924 vom rumänischen Bildhauer Ion Jalea geschaffen. Das Denkmal
zeigt Carada als Büste auf einem hohen Sockel, flankiert von
allegorischen Figuren, die den Handel (links) und die Landwirtschaft
(rechts) symbolisieren. Es ehrt Caradas wesentlichen Beitrag zur
rumänischen Finanzwelt und zur Gründung der Zentralbank des Landes.

Kloster Stavropoleos (Biserica Mănăstirii "Stavropoleos")
Orthodoxes Kloster und Kirche von 1724, nach einem Erdbeben im frühen 20. Jh. teilweise wiederaufgebaut.
Die Stavropoleos-Kirche ist eine orthodoxe Kirche im Brincoveanu-Stil,
die sich im Herzen Bukarests befindet. Sie ist den Erzengeln Michael
und Gabriel geweiht. Der Name Stavropoleos leitet sich vom rumänischen
Wort für das griechische Stauropolis („Stadt des Kreuzes“) ab. Erbaut
wurde die Kirche 1724 von Archimandrit Ioanichie Stratonikeas während
der zweiten Regierungszeit von Nicolae Mavrocordat (Herrscher der
Walachei von 1719 bis 1730). Innerhalb des Geländes seines Gasthauses
errichtete Ioanichie sowohl die Kirche als auch ein Kloster, dessen
Finanzierung vom Gasthaus übernommen wurde (eine damals übliche
Praxis). 1726 wurde Abt Ioanichie zum Metropoliten von Stavropoleos und
Exarchen der Region Karien gewählt. Zu dieser Zeit erhielt das von ihm
erbaute Kloster den Namen Stavropoleos, nach der alten Metropole. Am 7.
Februar 1742 starb Ionichie im Alter von 61 Jahren und wurde in der
Kirche beigesetzt. Von den ursprünglichen Kloster- und Gasthausgebäuden
ist nur die Kirche erhalten geblieben. Daneben steht ein Gebäude aus
dem frühen 20. Jahrhundert, das eine Bibliothek, einen Konferenzsaal
und eine Galerie mit alten Ikonen (aus dem frühen 18. Jahrhundert) und
Kultgegenständen sowie Freskenfragmenten aus während der
kommunistischen Herrschaft zerstörten Kirchen beherbergt. Das neue
Gebäude wurde vom Architekten Ion Mincu entworfen.

Das Kloster Stavropoleos
(rumänisch Mănăstirea Stavropoleos) ist ein Rumänisch-Orthodoxes
Kloster in Bukarest. Es wurde 1724 im Brâncoveanu-Stil von dem
griechischen Mönch Ioanichie Stratonikeas gebaut und gilt als eines der
schönsten und bedeutendsten Architekturdenkmäler der rumänischen
Hauptstadt. Die Kirche ist den heiligen Erzengeln Michael und Gabriel
geweiht.

Ioanichie baute hier zunächst im Jahr 1720 eine Karawanserei. Die
Kirche und das Kloster wurden im Innenhof der Herberge während der
zweiten Herrschaftszeit des Fürsten Nicolae Mavrocordat in der Walachei
(1719–1730) errichtet. Mit ihm begann in den rumänischen Fürstentümern
faktisch die sogenannte Phanariotenzeit. Finanziert wurde das Kloster
(wie die meisten Bukarester Klöster der Zeit) durch die Einnahmen der
dazugehörigen Herberge.

Das Kloster liegt im Zentrum von Bukarest in der gleichnamigen Straße
(rumänisch Strada Stavropoleos), unweit der Calea Victoriei, der
historisch bedeutendsten Straße der Altstadt von Bukarest. Vom
ursprünglichen Gebäudekomplex ist nur die Kirche erhalten geblieben.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurden nach Plänen des Architekten Ion
Mincu ein neuer Innenhof und ein Gebäude errichtet, das heute neben den
Nonnenzellen eine Bibliothek, einen Konferenzsaal und eine Sammlung
alter Ikonen und Kultgegenstände sowie einige Fresken der vom
kommunistischen Regime zerstörten Bukarester Kirchen beherbergt.

Eine vielbeachtete Besonderheit der Kirche ist der seit 1994
bestehende, national wie international geschätzte Kirchenchor (Grupul
Stavropoleos), der die alten Traditionen der byzantinischen und
postbyzantinischen Musik wieder belebt.

Die Kreuze aus dem Stavropoleos-Kloster im Innenhof

Cărturești Carusel ist eine
Buchhandlung in der Lipscani 55 in der Altstadt von Bukarest in
Rumänien. Das Gebäude, das heute eine Buchhandlung beherbergt, wurde zu
Beginn des 20. Jahrhunderts im Auftrag der Bankiersfamilie
Chrissoveloni erbaut. Während der ersten Jahrzehnte seines Bestehens
war in dem Haus die Hauptfiliale des Bankhauses Chrissoveloni
untergebracht und später ein Gemischtwarenladen. Gegen Ende der 1990er
bis Anfang der 2000er Jahre verfiel das Gebäude. Nach fünfjähriger
Restaurierung öffnete es im Jahre 2015 als Buchladen.

In der Altstadt von Bukarest befindet sich ein Buchladen, in dem man
Tage verbringen könnte. Auf sechs Etagen kannst du bei Cărturești
Carusel – was übersetzt so viel wie Karussell des Lichts bedeutet – in
Tausenden Büchern schmökern. Das Gebäude, in dem sich die Buchhandlung
befindet, wurde lange dem Verfall überlassen. Heute laden viele
gemütliche Ecken dazu ein, für eine Weile in ein Buch reinzuschnuppern.
Wer müde wird, kann sich im Bistro im obersten Stock mit Kaffee und
Kuchen stärken.

Statue des „Wolfes von Rom“ am Piata Roma - Lupoaica (Lupa Capitolina)
Sie wurde von der Stadt Rom anlässlich der Eröffnung der rumänischen
Generalausstellung im Jahr 1906 im Carol Park errichtet, um die
lateinische Identität des rumänischen Volkes zu feiern.

Verkündigungskirche „St. Antonius“ (Biserica "Sfântul Anton")
Die Kirche „Verkündigung“ und „Sankt Antonius“ (Fürstliche Kirche am
Alten Hof) wurde 1559 von Mircea Ciobanul gegründet und gilt als
älteste Kirche Bukarests. Nach dem großen Brand von 1847 erhielt sie
durch Reparaturen (Architekt I. Schlatter) ein neugotisches
Erscheinungsbild und wurde durch die Restaurierungen von 1914
(Architekt Gh. Lupu) und 1928–1935 (Architekt H. Teodoru) in ihre
ursprüngliche Form zurückversetzt. Die Fassadengestaltung ist typisch
für die Sakralbauten der Walachei im 16. Jahrhundert: Sichtbare
Ziegelreihen wechseln sich mit Gipsplatten ab. Bemerkenswert ist das
geschnitzte Steinportal (1715).

Die Kirche Curtea Veche - Biserica Curtea Veche - , auch Sankt
Antonius, Verkündigungskirche oder alte Hofkirche genannt ist das
älteste erhaltene Bauwerk von Bukarest. Die Dreikonchenanlage wurde von
Mircea Ciobanul nach 1545 gestiftet und nach dem Tod des Stifters
vollendet. Anfangs diente sie dem angrenzenden Fürstenhof Curtea Veche,
nach dem sie auch benannt ist, als Kapelle.

In der Hofkirche wurden alle Fürsten der Walachei bis 1842 gesalbt. Im
Laufe der Zeit wurde das Gebäude mehrfach durch Kriege, Brände und
Erdbeben beschädigt und von mehreren Fürsten umgebaut oder saniert. Bei
einer Restauration in den Jahren 1928 bis 1938 wurde der ursprüngliche
Zustand annähernd wieder hergestellt.
Das Besondere an dem Bauwerk sind die rötlichen Streifenornamente und
der reliefartige Kranz aus Wellenlinien am oberen Teil der Fassade.
Ungewöhnlich für eine Kirche der Walachei sind auch die Strebepfeiler,
die aus der moldauischen Architektur übernommen wurden. Die heutigen
etwas länglichen Fenster im Stil der Neugotik stammen aus dem 19. Jh..

Die Kirche des Heiligen Antonius des Großen ist die älteste Kirche
Bukarests. Sie wurde von Fürst Mircea Ciobanul während seiner zweiten
Regierungszeit (1558–1559) erbaut. Der Fürst ließ das Gotteshaus als
Fürstenkirche an der Stelle einer Vorgängerkirche errichten, die von
Fürst Mircea dem Alten, dem Gründer des Fürstenhofs (1398–1401), erbaut
worden war. 1715 fügte Fürst Ştefan Cantacuzino dem Kircheneingang eine
imposante Steinvorhalle hinzu.
Am 23. März 1847 brannte das Zentrum Bukarests nieder. Auch Teile der
Verkündigungskirche wurden zerstört. Das Feuer vernichtete zudem die
nahegelegene kleine Kirche des Heiligen Antonius, deren Weihefest in
die Fürstenkirche verlegt worden war. Die Gemälde wurden 1847 von dem
berühmten Maler Constantin Lecca und der Lettner von Babic unter der
Leitung des Architekten Gh. Lupu restauriert.

Curtea Veche – Fürstenhof und Hofkirche
Der alte Fürstenhof wurde zwischen 1386 und 1418 erbaut und war der
erste Fürstenhof der Hauptstadt. Mircea der Ältere, unter dessen
Herrschaft der Fürstenhof errichtet wurde, gilt als einer der
wichtigsten Fürsten der Walachei. Er war der Großvater von dem
sagenumwobenen Vlad III Drăculea, der im 15. Jahrhundert ebenfalls im
alten Fürstenhof lebte.
Die Kirche des Heiligen Antonius ist ein eindrucksvolles Beispiel für
die in Europa einzigartigen Konstruktionslösungen und dekorativen
Effekte, die mit Ziegeln erzielt werden können. Es ist erstaunlich,
welch eindrucksvolle Wirkung die Linien der Ziegelviertel und -dreiecke
an den Kirchenwänden erzielen.

Die alte Hofkirche Curtea Veche (auch Sankt Antonius,
Verkündigungskirche oder genannt) ist das älteste erhaltene Bauwerk
Bukarests. Die Biserica wurde um 1545 von Mircea Ciobanul, dem
damaligen Fürsten der Walachei, gestiftet und nach seinem Tod fertig
gebaut. Sie ist nach dem angrenzenden Fürstenhof Curtea Veche benannt
und diente diesem als Kapelle. In der Biserica Curtea Veche wurden bis
1842 alle Fürsten der Walachei gesalbt.

Der Curtea Veche ist ein „Freiluft-Museum“. Auf einer Fläche von 5000qm
lässt sich der alte Fürstenhof bestaunen. Das Museum ist täglich
zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet.

Statue von Șerban Cantacuxino (Statuia lui Şerban Cantacuzino),
Herrscher der Walachei zwischen 1678 und 1688, aus der großen
byzantinischen Familie der Cantacuzines. Zu seiner Zeit wurde die erste
Bibel in rumänischer Sprache gedruckt (1688), die auf der Statue
abgebildet ist.

Dealul Mitropoliei ist ein Hügel im Zentrum Bukurests mit einem Komplex
aus religiösen und administrativen Gebäuden aus verschiedenen Epochen.
Neben der Kathedrale stehen hier das Patriarchalpalais, der Glockenturm
und andere historische Strukturen, die zusammen ein visuell prägnantes
Ensemble bilden. Der Hügel wurde Ende des 17. Jahrhunderts zu einem
religiösen Zentrum, als die Kathedrale erbaut wurde, um als Sitz der
rumänischen Kirche zu dienen. Im Laufe der Jahrzehnte wurden
zusätzliche Gebäude hinzugefügt, die den Komplex zu einem Symbol der
kirchlichen und politischen Macht erweiterten.
Hauptsitz des rumänischen Patriarchats mit der Patriarchalkirche
(Ursprungskirche aus dem 17. Jhr.) mit den Gebeinen des Heiligen
Dimitris - Beschützer der Stadt und des Landes.


Patriarchalkathedrale „Heilige Kaiser Konstantin und Helena“ (Catedrala Patriarhală din București)
Gegründet von Fürst Konstantin Şerban Basarab nach dem Vorbild der
Klosterkirche Curtea de Argeş an der Stelle der von Oprea Luzbaşa
erbauten hölzernen Einsiedelei. Die heutigen Wandmalereien stammen von
Dimitrie Belizarie (1932–1935). Lediglich die Ikone des Kirchenpatrons
über dem Portal ist von den ursprünglichen Fresken (1665) erhalten.
1668 wurde sie zur Metropolitankathedrale und 1925 zur
Patriarchalkathedrale erhoben.

Die Patriarchalkathedrale von Bukarest mit dem Patrozinium der Heiligen
Konstantin und Helena (rumän. Catedrala Patriarhală Sf. Împărați
Constantin și Elena) ist die Kathedrale des Patriarchen der
rumänisch-orthodoxen Kirche in der rumänischen Hauptstadt Bukarest.


Die heutige Kathedrale entstand als Teil eines Klosters, das Constantin
Șerban Basarab, Fürst der Walachei, im Jahr 1656 gründete. Sie wurde
1658 geweiht. Wenige Jahre später wurde das Kloster Sitz des
Metropoliten von Bukarest. 1925 erhielt die rumänisch-orthodoxe Kirche
den Rang eines Patriarchats und die Metropolitankirche wurde zur
Patriarchalkathedrale erhoben – zunächst mit der Absicht, später eine
größere Kathedrale zu bauen. Stattdessen wurde die vorhandene
Kathedrale im 18., 19., 20. und 21. Jahrhundert schrittweise
restauriert, nach Westen erweitert und reicher ausgestattet. In den
1960er Jahren wurde dabei anhand des Vorbilds der Kathedrale von Argeș
eine Wiederannäherung an den ursprünglichen Zustand angestrebt.

Die Kathedrale ist im Kern ein Zentralbau mit Kuppel auf dem Grundriss
eines griechischen Kreuzes. Nach Westen ist sie um einen Vorbau mit
einer weiteren Haupt- und mehreren Nebenkuppeln sowie um einen
mosaikengeschmückten Narthex ergänzt. Die reiche Ausstattung mit
Bauschmuck, Ikonen, Fresken und Schnitzwerk stammt aus allen
Jahrhunderten ihrer Geschichte.

Der Patriarchenpalast (ehemals
Palast der Abgeordnetenkammer, rumänisch Palatul Patriarhiei) ist ein
denkmalgeschütztes Gebäude im 4. Sektor in Bukarest, der Hauptstadt von
Rumänien. Eine erste urkundliche Erwähnung des Hügels, auf dem der
Palast der Abgeordnetenkammer gebaut wurde, stammt aus dem Jahr 1650.
Zu der Zeit wurde auf dem Hügel Wein für die Mönche von der damals
schon existierenden Patriarchalkathedrale von Bukarest angebaut. Aus
dem 17. Jahrhundert ist das Eingangstor im Brâncoveanu-Stil erhalten.
Erst um 1700 entstand dort der Palast der Abgeordnetenkammer. Die 80
Meter lange Fassade des Gebäudes ist im neoklassizistischen Stil
gestaltet. Der zentrale Eingang wird von einer Säulenhalle mit sechs
ionischen Säulen, von denen vier jeweils in Zweiergruppen angeordnet
sind, dominiert. Die seitliche Fassade im Nordosten ist symmetrisch,
und die durchgestaltete Architektur gibt ihr eine beeindruckende Form.
Nur von der Straße der Vereinten Nationen aus sind die vier Ebenen des
Gebäudes zu sehen.
Patriarchenpalast (Palatul Patriarhiei)
Aufgrund einer Veranstaltung werde ich aus dem Foyer gleich wieder hinausbefördert.

Patriarchale Residenz (Reședința Patriarhală) am Dealul Mitropoliei

Eingang A1 zum Besucherzentrum im Palast des Volkes (Palatul Parlamentului)

Der prächtige Parlamentspalast in Bukarest, Rumänien, ist das
zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt und verfügt über beeindruckende
Dimensionen und eine bewegte Geschichte. Es ist das schwerste und
zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt. Mit einer Fläche von 365.000
Quadratmetern ist der Parlamentspalast das zweitgrößte
Verwaltungsgebäude der Welt. Es ist nicht nur groß, sondern mit einem
Gewicht von 4,098 Millionen Tonnen auch das schwerste Gebäude der Welt.
Der Palast trägt auch den Titel des teuersten Verwaltungsgebäudes, das
jemals gebaut wurde.

Der Parlamentspalast Bukarest hat viele Namen. Der imposante
Parlamentspalast in Bukarest, Rumänien, ist unter mehreren Namen
bekannt, die seine historische und politische Bedeutung widerspiegeln.
Im Volksmund wird es oft "Haus des Volkes Bukarest" oder "Volkspalast
Bukarest" genannt. Andere Namen sind "Palast des Volkes", "Haus der
Republik", "Rumänisches Parlament" und "Ceausescu-Palast".

Das rumänische Parlamentsgebäude hat eine immense Funktionalität. Der
Parlamentspalast hat mehrere Funktionen, unter anderem beherbergt er
das rumänische Parlament, Museen und Konferenzzentren. Er ist Gastgeber
der Abgeordnetenkammer und des Senats und bietet Ausstellungshallen und
eine Tiefgarage für 20.000 Autos. Mit mehreren Stockwerken unter der
Erde gibt es sogar Atombunker und Geheimtunnel.

Der Bau des Parlamentsgebäudes war sehr umstritten. Der Bau des
Parlamentspalastes verursachte immense finanzielle und soziale Kosten,
die auf Milliarden von Dollar geschätzt werden. Tausende von Einwohnern
wurden dadurch vertrieben, was zu weit verbreiteter Unzufriedenheit
führte. Das Projekt zerstörte über Nacht ganze Stadtteile, vertrieb
40.000 Menschen und zerstörte 9.000 Häuser sowie historische Denkmäler
und Kirchen.

Die Architekten haben einen innovativen Ansatz für die
Architekturvisualisierung gewählt. Für den Bau des Parlamentspalastes
wurden detaillierte Schaumstoffmodelle im Maßstab 1/1000 angefertigt,
die die Stadt Bukarest mit ihren Straßen, Plätzen, Gebäuden und
Wahrzeichen zeigen. Dieser innovative Ansatz erleichterte dem Ehepaar
Ceaușescu das Verständnis der architektonischen Entwürfe, da sie durch
die Modelle navigierten und Anweisungen gaben, was zu häufigen
Änderungen der Entwürfe führte.

Die Instandhaltung des Gebäudes hat einen hohen Preis. Die
Instandhaltung des Parlamentsgebäudes in Bukarest ist keine kleine
Leistung. Aufgrund seiner enormen Größe und der komplizierten
Architektur erfordert das Gebäude einen erheblichen
Unterhaltungsaufwand, der jährlich mehr als 6 Millionen Euro kostet.
Dazu gehören auch Maßnahmen zur Erhaltung der strukturellen Integrität
des Gebäudes und zur Bewahrung seiner üppigen Innenausstattung.

Der Aufwand für seine Konstruktion war enorm. Am Bau des Volkspalastes
in Bukarest waren etwa 100.000 Arbeiter beteiligt, von denen bis zu
20.000 24 Stunden am Tag in drei Schichten arbeiteten. Tragischerweise
ist eine beträchtliche Anzahl von Menschen durch Unfälle ums Leben
gekommen. Außerdem waren zwischen 1984 und 1990 rund 12.000 Soldaten an
den Bauarbeiten beteiligt.

Der Parlamentspalast ist immer noch unvollendet. Trotz seiner
prachtvollen Erscheinung ist ein Großteil des Parlamentspalastes seit
dem Baubeginn 1984 unvollendet geblieben. Vor allem die Kellergeschosse
sind unvollendet, mit riesigen Rohbetonflächen. In einigen Bereichen
sind die Arbeiter noch dabei, Fliesen und Dekorationen anzubringen,
während andere Bereiche renoviert werden.

Der Parlamentspalast (rumänisch Palatul Parlamentului [paˈlatul
parlaˈmentului̯]) in der rumänischen Hauptstadt Bukarest ist eines der
größten Gebäude der Welt. Der neoklassizistische Palast wurde 1984 im
Auftrag des kommunistischen Diktators Nicolae Ceaușescu unter der
Leitung der Architektin Anca Petrescu begonnen. Für das seinerzeit Haus
des Volkes (Casa Poporului) bzw. Haus der Republik (Casa Republicii)
genannte Gebäude wurden große Teile der historischen Altstadt
abgerissen. Nach der Revolution wurde der Palast 1997 vollendet und
beherbergt gegenwärtig das rumänische Parlament und mehrere Museen.

Das Gebäude wurde von 1983 bis 1989 nach den Vorstellungen des
diktatorisch regierenden rumänischen Staatspräsidenten Nicolae
Ceaușescu errichtet; die offizielle Grundsteinlegung fand am 25. Juni
1984 statt. Die Architektin des Gebäudes, Anca Petrescu (1949–2013),
gewann den Wettbewerb für den Palastbau gleich nach Abschluss ihres
Studiums im Alter von 26 Jahren und blieb nach der Fertigstellung
Hauptverantwortliche für dessen Ausgestaltung. Um Platz für das Bauwerk
der Superlative zu schaffen, zu dessen Gesamtkomplex auch weite Teile
neuer Plätze und Alleen gehören, wurden Ende der 1970er Jahre teilweise
historische Wohnhäuser mit rund 40.000 Wohnungen, ein Dutzend Kirchen
und drei Synagogen abgerissen sowie Teile der Altstadt zwangsgeräumt.
Auch das Kloster Mihai Vodă sollte abgerissen werden, wurde aber nach
weltweitem Protest verschont und stattdessen um ein paar hundert Meter
verschoben. Rund 20.000 Arbeiter, vor allem Militärangehörige,
errichteten im Dreischichtbetrieb den Palast.


Ursprünglich wurde das Bauwerk Casa Poporului (deutsch Haus des Volkes)
genannt, von den Bukarestern damals jedoch spöttisch als „Haus des
Sieges über das Volk“ bezeichnet. Nach der Rumänischen Revolution und
der Hinrichtung Ceaușescus 1989 entbrannten Diskussionen um die weitere
Nutzung des Bauwerkes. Im April 1991 fiel die Entscheidung, dass der
Gebäudekomplex nicht abgerissen und in „Palast des Parlaments“
umbenannt wird. Nach weiteren Umbauten dient das Gebäude seit 1997 als
Sitz der rumänischen Abgeordnetenkammer, 2005 bezog auch der Senat
seinen Sitz im Palast. Außerdem gibt es ein internationales
Konferenzzentrum, in dem zum Beispiel im April 2008 die
Parlamentarische Versammlung der NATO stattfand. In den oberen Etagen
befindet sich eine internationale Zoll- und Polizeiorganisation. Auf
der Rückseite des Gebäudes ist das Nationalmuseum für Moderne Kunst
untergebracht.

Der Bau beschäftigte mehr als fünf Jahre lang 20.000 Arbeiter und – je
nach Quelle – 400 bis 700 Architekten. Seine bebaute Fläche beträgt
65.000 m², die Geschossfläche 365.000 m² – zum Vergleich: Das Pentagon
hat 610.000 m² Geschossfläche. Die größte Galerie des Gebäudes ist 150
Meter lang und der größte Saal ist 16 Meter hoch und 2200 m² groß. Die
Baukosten sind nur schwer zu beziffern, in einer Schätzung ist von 3,3
Milliarden Euro die Rede, was bis zu 40 Prozent des jährlichen
Bruttosozialprodukts Rumäniens entsprach.

Stilistisch wird der Parlamentspalast zum Neoklassizismus gerechnet.
Seine Monumentalität weist ihn jedoch als reine Herrschaftsarchitektur
aus und sprengt jeden bisher gekannten Rahmen der klassizistischen und
neoklassizistischen Vorbilder. Der britische Historiker Tony Judt sah
den Palast als „eine monströse Metapher für maßlose Tyrannei“.

Bebaute Fläche: 65.000 m²; Geschossfläche: 365.000 m²
Höhe: 86 Meter über dem Boden, 92 Meter im Untergrund
Länge: 275 Meter; Breite: 235 Meter
5.100 Räume, davon sind 3.000 Zimmer, der Rest sind Hallen und Flure
(30 Konferenzsäle), über 30 Räume und Salons sind zwischen 200 und
2.000 m² groß
200 Toiletten; 31 Aufzüge; 480 Kronleuchter; 150.000 Glühlampen
52.000 m² an Teppichen; 2.000 km elektrische Leitungen; 1.000.000 m³ Marmor aus Siebenbürgen
3500 t Kristallglas, aus denen 480 Kronleuchter, 1409 Deckenleuchten sowie Spiegel hergestellt wurden

Die Nationalkathedrale
(Catedrala Națională), auch bekannt als Kathedrale der Erlösung des
Volkes (Catedrala Mântuirii Neamului) ist ein Kirchengebäude der
Rumänisch-Orthodoxen Kirche in Bukarest. Sie ist das höchste und größte
orthodoxe Kirchengebäude der Welt. Die Kathedrale steht auf dem Gelände
des Izvor-Parks in unmittelbarer Nähe des Parlamentspalastes. Hier
befand sich zuvor das Kloster Mihai Vodă. Die Bauarbeiten begannen am
3. September 2010 mit der Segnung des Grundstücks durch Patriarch
Daniel. Die Fertigstellung war für Ende 2018 geplant.
Der Neubau mit 120 m Länge, 70 m Breite und 127 m Höhe bietet 5.000
Menschen Platz und ist damit die größte orthodoxe Kirche weltweit,
obgleich der Dom des Heiligen Sava in Belgrad, die bislang größte
orthodoxe Kirche weltweit, bis zu 12.000 Gläubige aufnehmen kann.
Darüber hinaus beansprucht sie zahlreiche andere Superlative – wie
größte Ikonostase Rumäniens, größte freischwingende Glocke in einer
Kirche, größte Mosaiksammlung der Welt – für sich, die zum Teil aber
erst mit der endgültigen Fertigstellung erreicht werden.

Nationalkathedrale - Kathedrale der Erlösung des Volkes (Catedrala
Națională a României), zur Reisezeit noch Großbaustelle und leider auch
unzugänglich. Fertigstellung wird erst 1,5 Jahre später im Oktober 2025
erfolgt sein.
Die Idee zum Bau einer neuen rumänischen Nationalkirche war bereits
mehr als 150 Jahre alt, bestand schon unter König Karl I.
(1866/81-1914). Die bisherige Kathedrale Sankt Konstantin und Helena
aus der Mitte des 17. Jahrhunderts war ursprünglich eine Klosterkirche
und wurde erst spät zur Bischofskirche. Mit ihren nur rund 500 Plätzen
war sie schon lange viel zu klein. Mit der Gründung des rumänischen
Patriarchats 1925 wurde sie zwar zur Hauptkirche des Landes, aber im
Grunde stets als Provisorium empfunden.

Triumphbogen (Arcul de Triumf) - 27 m hoher Granitbogen zum Gedenken an die Soldaten des Ersten Weltkriegs, mit Innentreppe und Stadtblick. Wie in Paris strömt auch hier der Verkehr von einer Reihe großer Straßen sternförmig auf den mächtigen Bogen zu.

Arcul de Triumf ist ein Triumphbogen in der rumänischen Hauptstadt
Bukarest. Das Bauwerk wurde zu Ehren des Triumphes im Ersten Weltkrieg
errichtet. Ein erster Vorläufer wurde 1878, nach Erlangung der
Selbständigkeit des Landes, provisorisch aus Holz errichtet. Dieses
Bauwerk wurde 1922 durch ein größeres, immer noch provisorisches aus
Holz und Stuck ersetzt – woraufhin der berühmte rumänische Musiker und
Komponist George Enescu einen spöttischen Brief an den Bürgermeister
mit der Frage schrieb, wann denn die Hauptstadt einmal einen echten
Triumphbogen erhalten werde.

Der jetzige Triumphbogen wurde 1935 bis 1936 von Petre Antonescu nach
dem Vorbild des Arc de Triomphe de l’Étoile in Paris zu einem riesigen
Bauwerk nach klassisch-römischer Art vollendet und zum Nationalfeiertag
am 1. Dezember 1936 eingeweiht – ein Beispiel dafür, dass
jahrzehntelange bombastische Provisorien in Bukarest durchaus Tradition
haben. Der Arcul de Triumf ist mit zahlreichen Eintragungen und
bemerkenswerten Reliefs verziert. Die Umrisse sind die eines Rechtecks
mit einer Grundfläche von 25 × 11,50 m. Die Öffnung des Bogens ist 11 m
hoch und 9,50 m breit.

Kretzulescu Park (Parcul Kretzulescu) mit Kretzulescu Kirche (Biserica Kretzulescu)

Piața Revoluției mit Denkmal der Wiedergeburt (Memorialul Renașterii) und Denkmal von Iuliu Maniu (Monumentul lui Iuliu Maniu)

Naturkundemuseum Grigore Antipa (Muzeul Național de Istorie Naturală Grigore Antipa) am Piața Victoriei

Die Oromolu-Villa (Casa Oromolu) in der Bulevardul Aviatorilor 8 in
Bukarest wurde in der Zwischenkriegszeit vom Architekten Petre
Antonescu für den ehemaligen Gouverneur der Nationalbank, Mihai
Oromolu, erbaut. Das dreigeschossige Gebäude in L-Form umschließt die
altehrwürdige Villa und bildet einen öffentlichen Raum – eine Art
Vorplatz für den Siegesplatz (den wichtigsten Platz Bukarests, der mit
dem rumänischen Regierungsgebäude verbunden ist).

Guvernul Romaniei am Piața Victoriei 1, București, Rumänien
Die rumänische Regierung (Guvernul României) bildet die eine Hälfte der
Exekutive des rumänischen Staates (die andere Hälfte ist das Amt des
Präsidenten). Sie wird vom Ministerpräsidenten geleitet und besteht aus
den Ministerien, verschiedenen nachgeordneten Institutionen und
Behörden sowie den 42 Präfekturen. Der Sitz der rumänischen Regierung
befindet sich im Victoria-Palast in Bukarest.
Die Regierung ist die Exekutivgewalt des Staates und beruht auf dem
Vertrauensvotum des Parlaments. Sie gewährleistet die Umsetzung der
rumänischen Innen- und Außenpolitik und übt die allgemeine Führung der
öffentlichen Verwaltung aus. Die Regierung wird vom Präsidenten
Rumäniens auf Grundlage des vom Parlament erteilten Vertrauensvotums
ernannt.

George Enescu National Museum (Muzeul Național "George Enescu")

Kirche „Heiliges Kreuz und Basilius der Große“ (Biserica Sfântul Vasile cel Mare - Victoria)
Die im Zentrum von Bukarest gelegene Kirche des Heiligen Kreuzes und
des Heiligen Basilius des Großen ist ein bedeutendes Denkmal, das bei
Einheimischen und Touristen gleichermaßen für seinen religiösen und
kulturellen Wert bekannt ist. Als Ort der Meditation und des Gebets im
Herzen der rumänischen Hauptstadt besticht die Kirche durch ihre
spektakuläre Architektur und ihre einzigartige Geschichte.

Die rumänisch-orthodoxe St.-Nikolaus-Kirche (Biserica ,,Sfântul
Nicolae" - Tabacu), die erste Holzkirche, wurde im 17. Jahrhundert
erbaut; sie wurde 1710 von Dima Tabacu und 1864 erneut umgebaut.

Der Königspalast von Bukarest
(Palatul Regal din București) beheimatet das Nationales Kunstmuseum von
Rumänien (Muzeul Național de Artă), die Galerie für moderne rumänische
Kunst (Galeria de Artă Modernă Românească), die Galerie rumänischer
alter Kunst (Galeria de Artă Veche Românească) und die Die Galerie für
europäische Kunst (Galeria de Artă Europeană).

Reiterstandbild Karl I. (Statuia Ecvestră a lui Carol I) vor der
Zentrale Universitätsbibliothek Karl I (Biblioteca Centrală
Universitară Carol I) an der Calea Victoriei beim Piața Revoluțieis

Das Königliche Schloss
(rumänisch Palatul Regal) im Zentrum von Bukarest war bis 1947 die
Residenz der Könige von Rumänien und ist seit 1950 der Sitz des
Nationalen Kunstmuseums Rumäniens. Die Geschichte des Bukarester
Schlosses beginnt 1820, als Dinicu Golescu an dieser Stelle ein Palais
errichtete, das Alexandru Ghica ab 1837 umbaute und erweiterte. Im
Fürstentum Rumänien diente es ab 1859 Alexandru Ioan Cuza und ab 1866
Karl von Hohenzollern-Sigmaringen als Schloss.
Der geräumige, viereckige königliche Speisesaal
zeichnet sich durch die englisch inspirierte, gewölbte Kassettendecke
(im Stil von Robert Adam, 1760–1800), den Schachbrettboden aus
französischem und belgischem Marmor sowie die Kamine aus
Ruşchița-Marmor aus. All diese Elemente spiegeln die stilistischen
Vorlieben von Königin Maria und König Carol II. wider. Zur originalen
Dekoration gehören auch Werke bekannter Maler der Zwischenkriegszeit:
An der Nordwand hängen die großformatigen Gemälde „Landfest“, „Pierrot“
und „Colombina“ von Iosif Iser (1881–1958), an der Südwand „Früchte der
Erde“ und „Die Jagd“ von Rudolf Schweitzer Cumpăna (1886–1975); alle
vier werden von einer kleineren Landschaftsdarstellung derselben
Künstler überragt. Der Speisesaal ist über zwei Eingänge zugänglich:
links der für den König und seine Gäste, rechts der für Würdenträger.
Bis 1990 wurde der königliche Speisesaal für Dinner mit höchstem
Protokoll genutzt.

Der Königspalast – Eine historische Betrachtung
Die Geschichte des Königspalastes beginnt in der ersten Hälfte des 19.
Jahrhunderts mit dem Bojarenhaus von Dinicu Golescu in der Nähe der
Kretzulescu-Kirche. Dieses Gebäude diente Alexandru Dimitrie Ghica
(1834–1848), nach der Einigung 1859 Alexandru Ioan Cuza sowie Prinz
Carol I. von Hohenzollern als fürstliche Residenz. Er war der erste
Monarch, der umfangreiche Umbauarbeiten in Auftrag gab, um das Gebäude
in eine königliche Residenz zu verwandeln. Der französische Architekt
Paul Gottereau leitete die Bauarbeiten zwischen 1882 und 1885 und
entwarf den neoklassizistischen, U-förmigen Bau mit klar definierten
Funktionen: Der Kretzulescu-Flügel beherbergte die Privatgemächer der
Familie, der Mittelflügel die repräsentativen Räume – den Thronsaal und
weitere Empfangsräume –, während der Ştirbei-Flügel den Wachflügel und
im ersten Stock luxuriöse Gemächer für fürstliche Gäste umfasste.
Später stieß der Architekt Karl Liman zu Gottereau, mit dem König Carol
I. und Königin Elisabeth bereits bei der Fertigstellung von Schloss
Peleș in Sinaia zusammengearbeitet hatten. Nach dem verheerenden Brand
im Dezember 1926 wurde der Mittelflügel zerstört. Die
Restaurierungsarbeiten des Schlosses zielten zunächst darauf ab, die
Empfangsräume zu erweitern und die Fassaden der drei Flügel zu
harmonisieren.
Nach dem Tod König Ferdinands und der Rückkehr König Carols II. im Jahr
1930 gewann das Restaurierungsprogramm an Fahrt. Das Architektenteam
unter der Leitung von Nicolae Nenciulescu wurde im Laufe der Zeit
mehrfach überarbeitet. Nach der Einweihung des Mittelbaus am 1. Januar
1935 erfolgte die umfassende Erweiterung und Umgestaltung des gesamten
Ensembles nach den Wünschen und unter der direkten Aufsicht von König
Carol II. Das heutige Bauwerk ist monumental; sein repräsentativer
Charakter wird durch die Verwendung klassischer Stilelemente
(kannelierte Säulen, Pilaster, korinthische Kapitelle) und die Qualität
des für die Fassadenverkleidung verwendeten Materials (Bașchioi-Stein)
unterstrichen.

Die monumentale Woiwodentreppe,
erbaut aus Carrara-Marmor, der aus der großen Treppe des alten Palastes
stammt, führt zum Thronsaal im ersten Stock. Zu ihrer symbolischen
Dekoration gehören die beiden versilberten und patinierten
Bronzekronen, die die Säulen am Fuß der Treppe krönen, sowie das
Gemälde und die Basreliefs der Decke. Sie scheint von einer Galerie
gelber Stuckmarmorsäulen getragen zu werden und ist mit einer
allegorischen Szene der Vereinigung von Artur Verona (1868–1946) und
einem Porträtfries des Bildhauers Cornel Medrea (1888–1946) verziert,
der die wichtigsten Woiwoden und Könige Rumäniens in Medaillons
darstellt.
Der Treppenabsatz ist mit Gemälden von Dimitrie Ghiață (1888–1972)
geschmückt: Alt-Bukarest – St. Spiridons Slum (links), Neu-Bukarest –
Blick auf die Innenstadt (rechts), Alter Königspalast (gegenüber dem
Thronsaal, rechts, über der Zugangstür zum privaten Theater des Königs,
das heute nicht mehr existiert). In der Halle vor dem Thronsaal
befinden sich vier dekorative Tafeln von Ion Theodorescu – Sion
(1882–1939): Die Tafeln links zeigen „Frauentypen aus dem Volk“ in
einer natürlichen Umgebung, die an die Curtea de Argeș, eine ehemalige
Fürstenresidenz und königliche Nekropole, erinnert; die Tafeln rechts
zeigen statische Naturdarstellungen vor einer Landschaft aus Constanța
und Baltschik, wo sich eine der Lieblingsresidenzen von Königin Maria
befand.

DECKE DER WOIWODEN-TREPPE
Die Deckendekoration fügt sich in das Gesamtbild der repräsentativen
Räume des Palastes ein und unterstreicht das Nationalgefühl und die
Rolle des Königshauses. Das Gemälde „Unirea“
von Artur Verona (1868–1946) stellt allegorisch die Feier der
Vereinigung von 1918 dar. Figuren in Trachten, geschmückt mit
Girlanden, Ährenkränzen und Blumen, lenken den Blick auf den
Mittelpunkt des Bildes. Hier befindet sich der Sockel, auf dem eine
junge Frau gekrönt ist – eine allegorische Darstellung des Landes. Am
Fuß des Sockels halten zwei Figuren das Wappen Großrumäniens in Form
eines unterteilten Schildes, der die fünf Embleme der historischen
Provinzen um das Wappen des Hauses Hohenzollern vereint. Dieses Wappen,
das in der Verfassung von 1921 eingeführt wurde, findet sich auch in
der Dekoration des Thronsaals. Die gesamte Szene wird von einem
Zierband mit Pflanzen- und Tiermotiven eingerahmt, das Fülle
symbolisiert.
Die Decke scheint auf einem Fries mit Basrelief-Medaillons zu ruhen,
die nach dem Entwurf des Bildhauers Cornel Medrea (1888–1964) gefertigt
wurden. Diese stellen Porträts legendärer Herrscher und Könige dar,
darunter: Mircea der Alte, Alexandru cel Bun, Vlad Țepeş, Ştefan cel
Mare, Petru Rareş, Mihai Viteazul, Matei Basarab, Vasile Lupu,
Constantin Brâncoveanu und Alexandru Ioan Cuza. Ihre Reihe endet
chronologisch auf der Seite, die dem Thronsaal zugewandt ist, wo die
Figur der Kriegsgöttin Bellona von königlichen Porträts umrahmt wird;
Carol I. ist in der Generalsuniform abgebildet, mit der ihn die
offizielle Ikonographie nach dem Unabhängigkeitskrieg von 1877-1878
weihte, während Ferdinand, der Einiger, den typischen Helm des Ersten
Weltkriegs trägt, der als „Krieg der nationalen Wiedervereinigung“
(1916-1918) bekannt ist.

Als stummer Zeuge der Geschichte der letzten 150 Jahre beginnt das
Gebäude des ehemaligen Königspalastes heute, seine eigene Geschichte
wiederzuentdecken, indem es eine zersplitterte Erinnerung neu
zusammensetzt. Die meisten materiellen Spuren der älteren Gebäude mit
ähnlicher Funktion, die innerhalb des Palastgeländes aufeinander
folgten, sind verloren gegangen und haben Raum für Erinnerungen,
offizielle Dokumente, Memoiren sowie einige Kunst- und
Dekorationsgegenstände geschaffen. Die Geschichte dieser Räumlichkeiten
in ihrer heutigen Form beginnt um 1930 mit den Restaurierungsarbeiten
am Mittelteil nach dem Brand vom 6./7. Dezember 1926 und der
Beteiligung von König Carol II. an diesem Prozess. Seit ihrer
Einweihung im Jahr 1935 bis heute haben die historischen Räume im
Mittelteil des Palastes – der Thronsaal, der Königliche Speisesaal und
die Woiwodentreppe – die Spuren des Krieges, der kommunistischen Ära
und der Ereignisse vom Dezember 1989 erlebt. Die Einweihung des
Thronsaals 1935 markierte zugleich den Beginn der Umgestaltung des
gesamten Palastes. Ab 1938 und während des gesamten Zweiten Weltkriegs
wurden die Erweiterungsarbeiten fortgesetzt, später führte der
Regimewechsel zu einer neuen Nutzung der Räumlichkeiten. 1951 wurde das
Kunstmuseum der Republik eröffnet, das zunächst im Kreţulescu-Flügel
und ab 1961 im Ştirbei-Flügel untergebracht war, der an die modernen
Standards einer solchen Institution angepasst wurde. Der Rest des
Palastes stand weiterhin dem Staatsrat zur Verfügung und wurde nur
selten für offizielle Anlässe genutzt.

Thronsaal
Die repräsentativen Räume im Mittelteil des ehemaligen Königspalastes
zeichnen sich durch ihre imposanten Proportionen, die Qualität der
verwendeten Materialien und den Reichtum der Dekoration aus. Dies
spiegelt Königin Marias Vorliebe für den englischen Adam-Stil
(1760–1800) wider. Im Thronsaal verbergen die ornamentalen Motive
klassischen Ursprungs und großer dekorativer Wirkung mitunter
technische Neuerungen wie die Beleuchtung (verborgen unter dem
niedrigen Gesims der Decke) oder die Belüftungsanlage (versteckt hinter
filigranen Verzierungen).

Fresko von Cecilia Cuțescu-Storck (1879–1969)
Das Fresko präsentiert in verherrlichter Form die Entwicklung der
Künste während der Regierungszeit von König Carol II. (1930–1940). Es
veranschaulicht allegorisch die wichtigsten Kunstformen und -gattungen.
Neben den bekanntesten Gattungen der antiken Kultur (Tanz, Musik,
Poesie) und den traditionellen (Malerei, Bildhauerei) treten auch neue
in Erscheinung (die dekorativen Künste). Das Fresko ist kreisrund
(Tondo). Ein weiter Kreisbogen umschließt die profilierten Figuren vor
dem Hintergrund klassischer Architektur in perspektivischer Verzerrung.
Drei am Himmel schwebende Figuren krönen die großen zeitgenössischen
Kunstwerke mit Lorbeerkränzen.
Die Malerin Cecilia Cuţescu Storck (1879–1969) ist vor allem für ihre
monumentalen Kunstwerke aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts
bekannt: „Landwirtschaft, Industrie und Handel“ (1916, Ehrenhalle der
Marmorosch Blank Bank) und „Geschichte des rumänischen Handels“ (1933,
großer Saal der Wirtschaftsakademie). Ab 1916 lehrte sie als
Professorin am Lehrstuhl für Dekorative Kunst der Kunstakademie in
Bukarest und war damit die erste Professorin an einer europäischen
Kunsthochschule.

In der griechischen Mythologie waren die Musen die Töchter von Zeus und
Mnemosyne, der Personifikation der Erinnerung. Die Künste dienten der
Pflege des Gedächtnisses.
GESCHICHTE hat Clio (griechisch für „Glanz“, umbenannt in „Glanz“) als
Muse, die ein Buch hält, in dem die wichtigsten Ereignisse
aufgezeichnet sind. Die Verbindung zur Zeit legt die Idee nahe, dass
die Geschichte alle Orte und Epochen umfasst.
ZEIT wird durch einen älteren Mann mit einer Sanduhr in der Hand dargestellt, der sich in der Nähe von Clio befindet.
MALEREI wird durch eine Frau repräsentiert, die in ihrer linken Hand Palette und Pinsel hält.
TRAGÖDIE hat Melpomene (griechisch für „singen“) als Muse, die in ihrer linken Hand eine Trauermaske hält.
TANZ hat Terpsichore (griechisch für „die Tanzende“) als Muse, eine
junge Frau mit einem Tamburin in der linken Hand. Neben ihr sind
fragmentarisch weitere Musikinstrumente zu sehen, ein Hinweis auf die
klassische Musik, und ein junger Mann, der Dudelsack spielt und die
Volksmusik symbolisiert.
ASTRONOMIE hat Urania (griechisch: die Himmlische) als Muse, die einen Globus in der Hand hält.
DEKORATIVE KUNST wird durch einen Mann repräsentiert, dessen Arm mit einem Oltenia-Teppich behängt ist.
MUSIK und POESIE haben Euterpe (griechisch: die, die zu gefallen weiß) als Muse, die eine Leier trägt.
BILDHAU wird durch eine Frau repräsentiert, die nachdenklich eine Büste betrachtet.
KOMÖDIE hat Thalia (griechisch: die Erblühende) als Muse, die eine lächelnde Maske in ihrer rechten Hand hält.

Ausblick vom Königspalast von Bukarest (Palatul Regal din București)
auf das Reiterstandbild Karl I. (Statuia Ecvestră a lui Carol I)

Königliches Wappen Rumäniens
Die Stahlkrone befand sich vom ersten Tag der Ausrufung des Königreichs
Rumänien bis zur Abdankung von König Michael am 30. Dezember 1947 auf
dem Wappen. Die Königskrone wurde vom Maler Theodor Aman in Tusche
gezeichnet. Auf ausdrücklichen Wunsch von König Carol I. wurden drei
Kronen aus dem Stahl der Kanone gegossen, die er 1877 während des
Unabhängigkeitskrieges bei Plewna erbeutet hatte. Diese befanden sich
in den drei königlichen Residenzen: dem Palast an der Calea Victoriei,
dem Cotroceni-Palast und Schloss Peleș. Die Krone wurde ihm anlässlich
der Ausrufung des Königreichs Rumänien und seiner Krönung zum König am
10./22. Mai 1881 überreicht. König Carol I. trug die Krone nie und
wurde auch nicht mit einer Krone dargestellt.
Über dem Haupteingang prangt das Wappen des Landes, getragen von
aufgerichteten Löwen und bekrönt von einer geschlossenen Krone. Es
umfasst die Wappen der historischen Provinzen, gruppiert um den Schild
des Hauses Hohenzollern: den gekreuzten Adler, umrahmt von Sonne und
Mond (Walachei), den Stierkopf mit einem goldenen Stern zwischen den
Hörnern (Moldau) und den goldenen Löwen, der eine Brücke über das Meer
überquert (Oltenien und Banat). Der schwarze Adler über sieben Türmen
(Siebenbürgen), zwei goldene, einander zugewandte Delfine mit gesenkten
Köpfen (Dobrudscha). Am unteren Rand befindet sich das Halsband des
Ordens von Karl I. und das goldene Motto des Königshauses: „NIHIL SINE
DEO“ (Nichts ohne Gott). Das Wappen wird von den Porträts der Könige
Karl I. und Ferdinand eingerahmt, gemalt von Aurel Bordenache
(1902–1987).

Das im Dezember 1989 schwer beschädigte Palastgebäude wurde 1990
vollständig dem Nationalen Kunstmuseum Rumäniens übertragen, das für
seine Restaurierung verantwortlich war. Die Wiedereröffnung des Museums
erfolgte schrittweise, abhängig vom Abschluss der umfangreichen
Renovierungs- und Umbauarbeiten: Im Jahr 2000 wurde die Europäische
Kunstgalerie, 2001 die Galerie für Moderne Rumänische Kunst und 2002
die Galerie für Alte Rumänische Kunst eröffnet. Trotz der zahlreichen
Zerstörungen bewahrt der Palast noch immer einige Zeugnisse vergangener
Zeiten: den Marmor der Fußböden und einiger Säulen, Kronleuchter, die
prunkvolle Zeremonien erhellten, sowie Gemälde und Skulpturen, die die
Augen der damaligen Betrachter erfreuten.
Die Ausstellung „Fragmente der Erinnerung“ hat zum Ziel, in den
wiederhergestellten und kürzlich restaurierten Räumlichkeiten Momente
aus der Geschichte der Königsfamilie (im Anbau des Thronsaals) und des
Königspalastes (im Anbau des Königlichen Speisesaals) zu
rekonstruieren. Epochenfotografien, Baupläne, Möbelstücke, königliche
Porträts und diverse andere Gegenstände, die bis heute erhalten
geblieben sind, werden heute ausgestellt als Zeugen, als Überlebende
vergangener Zeiten, die noch immer darauf warten, ihren Platz im
emotionalen Gedächtnis der Gegenwart zurückzuerobern.
* * *
Georg Peter Alexander Healy (1813–1894): Porträt von Prinz Karl von Hohenzollern-Sigmaringen, 1873, Öl auf Leinwand
Ernest Dubois (1863–1930): Porträt von König Karl I., 1910, Bronze
Georg Peter Alexander Healy (1813–1894): Porträt der Prinzessin
Elisabeth von Wied, Gemahlin von Prinz Karl von Hohenzollern, 1873, Öl
auf Leinwand

Carol Storck (1854–1926): König Carol I., 1881–1882, Marmor

Nach Gründung des Königreiches Rumänien beauftragte der nunmehrige
erste König Karl I. 1882 die Architekten Paul Gottereau und Karel Liman
mit dem Umbau und der Erweiterung des Schlosses, das bis 1906 seine
heutige Ausdehnung erreichte. In seinem Testament legte Karl I. fest,
dass seine Kunstsammlung dem Königshaus erhalten bleiben sollte.
Während der Herrschaft von Ferdinand I. zerstörte 1926 ein Brand den
Mittelflügel des Gebäudes. Der Wiederaufbau begann 1930 unter Karl II.,
der die Architekten Nicolae Nenciulescu und Arthur Lorentz damit
beauftragte, und endete 1940 unter Michael I. Das alte Palais wurde
abgerissen, um Platz für das neue Schloss zu schaffen, das auch
Ausstellungsräume für die Kunstsammlungen beherbergen sollte. Zunächst
wurde der Mittelflügel wiederaufgebaut, dann ein neuer Südflügel
(1935–1937) und schließlich ein neuer Nordflügel (1938–1940) errichtet.
Nach dem Königlichen Staatsstreich in Rumänien während des Zweiten
Weltkrieges wurde auch das Gebäude am 31. August 1944 durch von Hitler
befohlene Luftangriffe beschädigt.

Nach Beginn der kommunistischen Diktatur wurde das Schloss 1948 zum
„Palast der Republik“ und der Thronsaal zum „Saal des Ministerrates“
erklärt. In den restaurierten Räumen eröffnete 1950 das Nationale
Kunstmuseum mit der Galerie für rumänische Kunst, der Galerie für
ausländische Kunst und der Galerie für altrumänische Kunst. 1965 wurde
der kommunistische Staats- und Parteichef Gheorghe Gheorghiu-Dej im
Schloss aufgebahrt. Sein Nachfolger Nicolae Ceaușescu nutzte die Räume
zu repräsentativen Zwecken. Bei der Revolution von 1989 wurden große
Teile des Gebäudes beschädigt und viele Werke der Sammlung zerstört.
Zwischen 1990 und 2000 blieb es wegen umfassender Restaurierung
geschlossen. Dabei wurden nicht nur die Ausstellungsräume des
Kunstmuseums, sondern auch ein Teil der Prunkräume des Königshauses
wiederhergestellt. Seitdem dient das Bukarester Schloss erneut als Sitz
des Nationalen Kunstmuseums Rumäniens. 2017 wurde der letzte König
Michael I. im Thronsaal aufgebahrt.

Rumänisches Königshaus
Karl-Anton von Hohenzollern-Sigmaringen (1811–1885)
verh. 1834 Josephine von Baden (1813–1900)
sechs Kinder, darunter:
Karol I. (1839–1914), Prinz (1866–1881), König (1881–1914)
verh. 1869 Elisabeth I., Prinzessin von Wied (= Carmen Sylva) (1843–1916)
Kind: Maria (1871–1874)
Da es keinen direkten Erben gab, wurde der Nachfolger Karls I. auf dem rumänischen Thron bestimmt.
Leopold (1835–1905)
verh. 1861 Antonia von Portugal (1845–1913)
mehrere Kinder, darunter diese drei Söhne
FERDINAND I. (1865–1927) König (1914–1927)
verh. 1893 Maria von Sachsen-Coburg und Gotha (1875–1938)
CAROL II. (1893–1953) König (1930–1940)
verh. 1921 Elena von Griechenland (1896–1982)
MIHAI I. (1921–2017) König (1927-1930); (1940–1947)
verh. 1948 Anna von Bourbon Parma (1923–2016)

Kreuzung Strada Știrbei Vodă und Strada Luterană

Der Bahnhof București Nord
(Gara București Nord oder kurz Gara de Nord) ist der Hauptbahnhof von
Bukarest und gleichzeitig der größte Bahnhof in Rumänien. Es handelt
sich um einen Kopfbahnhof mit 14 Gleisen. Er wurde in den Jahren 1868
bis 1872 errichtet.

Diese Dampflokomotive befindet sich im Muzeul Căilor Ferate Române
(Rumänisches Eisenbahnmuseum). Es handelt sich um die Rumänische
Eisenbahn-Dampflokomotive Nr. 43 „Călugăreni", gebaut 1869 im
Canada-Werk in Birkenhead als Werksnummer 233. Die Lok 43 Calugareni
wurde die 1869 anlässlich der Eröffnung der ersten rumänischen
Eisenbahnlinie zwischen Bukarest und Giurgiu konstruiert.

Eisenbahnmuseum (Muzeul Istoriei Feroviare Române) beim Hauptbahnhof

STEUERTABELLE FÜR DEN ENERGIEDISPONSOR DER EISENBAHN

Gustav der Schwere
1934, in Erwartung eines Krieges mit Frankreich, begann das deutsche
Oberkommando Gespräche mit der Firma Krupp über die Entwicklung und den
Bau einer schweren Kanone, die stark genug war, die Maginot-Linie zu
zerstören, ohne die Reichweite der französischen Artillerie zu
beeinträchtigen. Das Projekt wurde 1937 entwickelt, und das erste
Exemplar wurde im Herbst 1941, nach der Eroberung Frankreichs, getestet.
1942 wurde die Kanone auf die Krim (höchstwahrscheinlich über Rumänien)
verlegt, wo sie die von deutschen und rumänischen Truppen belagerte
Stadt Sewastopol erfolgreich beschoss und als uneinnehmbar geltende
Befestigungen zerstörte. Obwohl während der Belagerung nur wenige
Granaten abgefeuert wurden (48), war die Wirkung verheerend. Das
wichtigste Ziel war das Hauptmunitionsdepot der Sowjetarmee, ein 30
Meter unter der Erde liegender Bunker aus Stahlbeton.
Nach der Eroberung der Krim wurde die Kanone demontiert und in den
Norden der Sowjetunion verlegt, um Leningrad zu bombardieren. Aufgrund
des Vormarsches der russischen Armeen war dies jedoch nicht möglich.
Im Kampfeinsatz zeigten sich mehrere Mängel hinsichtlich der
Effektivität der Waffe. Obwohl ihre Wirksamkeit und Zerstörungskraft
unbestritten waren, erforderten Transport, Montage und Betrieb der
Kanone einen enormen Aufwand an Personal, Material und Zeit. Zudem war
für den Betrieb der Kanone der Bau einer eigenen Eisenbahnstrecke
notwendig. Aufgrund ihrer Größe wurde der Schutz gegen Luftangriffe
durch zwei Flugabwehrkanonen gewährleistet.
Ende 1943 begann der Bau einer Version mit reduziertem Kaliber (520
mm), einem 48 m langen Rohr und einer Reichweite von 160–200 km. Diese
Kanone, genannt Gustav der Lange,
sollte London von der französischen Küste aus bombardieren. Nach den
alliierten Bombenangriffen auf die deutsche Rüstungsindustrie wurde das
Projekt nicht abgeschlossen, und bis Kriegsende wurden nur noch
bestimmte Komponenten dieser Kanone gefertigt. Gegen Kriegsende, im
März/April 1945, wurden die beiden existierenden Exemplare demontiert
bzw. zerstört, um zu verhindern, dass sie in die Hände der alliierten
Streitkräfte fielen.
Hersteller: Krupp; Indienststellung: 1941
Abmessungen: Länge: 47 m; Breite: 7 m; Höhe: 12 m
Gewicht: 1350 Tonnen; Rohrlänge: 30 m; Kaliber: 800 mm
Geschossgewicht: 7 Tonnen; Feuerrate: 14 Schuss/Tag; Reichweite: 48 km/37 km
Durchschlagskraft: 7 m Stahlbeton / 1 m Stahlpanzerung aus 37 km Entfernung
Besatzung: 250 Personen für die Montage (3 Tage); 2000 Hilfskräfte für den Eisenbahn- und Kasernenbau usw.
Produktionsanzahl: 2 (Gustav, Dora)

CFR-Lokomotiven Typ 2C-h2, Baureihe 230.000 (364 Stück)
In der Flotte der CFR wurden die Lokomotiven des Typs P 8 gemäß dem
nach 1920 eingeführten, auf dem französischen System basierenden
Lokomotivnummerierungsschema in die Baureihe 230.000 eingeordnet. Die
ersten P-8-Lokomotiven trafen 1919 als Kriegsreparationen in Rumänien
ein und erhielten die CFR-Nummern 230.036–230.053. Im Anschluss daran
wurde 1920 ein Auftrag über 75 neue P-8-Lokomotiven an deutsche Werke
übermittelt. Diese wurden 1921 mit den Nummern 230.001–035 bzw.
230.054–093 ausgeliefert. 1926 wurden 18 Dampflokomotiven der Baureihe
3810-40 (P 8) von der Deutschen Reichsbahn erworben, die bereits im
Einsatz waren. Am 24. August 1929 schloss die Autonome Staatsbahn
(Régia Autonomă CFR) einen Vertrag mit der AEG (Allgemeine
Elektrizitäts Gesellschaft, Berlin) über die Lieferung von 20 neuen
Lokomotiven des Typs P 8 ab. Ab 1932 wurden die Lokomotiven des Typs P
8 ausschließlich von den rumänischen Werken Reșița und Malaxa gebaut
und an die CFR geliefert. Die 230 Lokomotiven wurden in mehreren
Lieferungen zwischen 1932 und 1939 ausgeliefert.
Die Lokomotiven der Baureihe CFR 230.000 wiesen folgende technische
Merkmale auf: Zylinderdurchmesser 575 mm, Kolbenhub 630 mm,
Treibraddurchmesser und Kupplung 1750 mm, Lokomotivgewicht im Betrieb
76,30 tf, Leergewicht 70,10 tf, Haftgewicht 51,30 tf, maximale Achslast
7,10 tf, Kesseldruck 12 kgf/cm², Rostfläche 2,62 m², Heizfläche 144,17
m², Überhitzungsfläche 58,90 m², Gesamtheizfläche 203,07 m², Gewicht
des Tenders Typ 2' T 21,5 tf im Betrieb -57,80 tf, Leergewicht des
Tenders 24,30 tf, Gesamtgewicht von Lokomotive und Tender 94,40 tf,
Gesamtgewicht im Betrieb (Lokomotive + Tender) 134,10 tf. Die
Lokomotiven der Baureihe CFR 230.000 hatten eine Gesamtlänge über
Puffer von 18.490 mm, einen minimalen Kurvenradius von 180 m, eine
maximale Zugkraft von 9.280 kgf und eine Höchstgeschwindigkeit von 100
km/h.
Sie gehörten zu den am weitesten verbreiteten Lokomotiven im Netz der
CFR und waren bei Betriebs- und Wartungspersonal sehr beliebt. Sie
waren in den meisten Betriebswerken des Netzes stationiert und wurden
zum Ziehen von Zügen aller Kategorien, insbesondere von Personenzügen,
eingesetzt. Einige Lokomotiven der Baureihe CFR 230.000 sind als
Museumsexponate oder für den Einsatz bei nostalgischen Zügen im In- und
Ausland erhalten geblieben. Von den in Rumänien erhaltenen Lokomotiven
sind folgende hervorzuheben: 230.132 – die erste in Reșișa gebaute
Lokomotive dieser Baureihe, erhalten im Depot Ploiești; 230.142 – die
erste in Malaxa gebaute Lokomotive dieser Baureihe, erhalten in Oradea;
230.098 – die ehemalige DR 38.2556, erhalten im Depot Iași; 230.039 –
die ehemalige KPEV KBG 2407 mit Hängeisensteurung und Tender Typ K Nr.
230.050; 230.401 – 1951 als Kriegsreparation von der CFR erhalten, mit
Hängeisensteurung; und 230.516 – die einzige betriebsfähige Lokomotive,
gekoppelt an den Tender 230.052 (31,5 m³ Wassertank).
Durchmesser der Treibräder: 1750 mm
Gewicht von Lokomotive und Tender im Betrieb: 137,90 t
Abstand zwischen den Puffern: 18,490 mm
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h

Elektrolokomotive der Baureihe CFR 060-EA
1965 wurde die Lizenz für die LE-5100-kW-Elektrolokomotiven für den
Schwerlastverkehr auf elektrifizierten Strecken von der Firma A.S.E.A.
Schweden erworben.
Im Zeitraum von 1967 bis 1991 wurden 1076 Lokomotiven wie folgt gefertigt:
Rumänische Eisenbahn: 926 Lokomotiven
Jugoslawische Eisenbahn: 103 Lokomotiven
Bulgarische Eisenbahn: 45 Lokomotiven
Chinesische Eisenbahn: 2 Lokomotiven

Das Rumänisches Eisenbahnmuseum (Muzeul Cǎilor Ferate Române) ist ein
kleines Museum, welches sich zur Gänze der Geschichte und Entwicklung
der CFR, der rumänischen Eisenbahnen, widmet. Untergebracht in einem
Gebäude gleich am Gara de Nord. Zentraler Punkt ist natürlich die
Modelleisenbahn die 2011 auf 14x4m errichtet wurde.

Das Rumänische Eisenbahnmuseum in Bukarest ist ein Museum, das der
Eisenbahn in Rumänien gewidmet ist und sich neben dem Nordbahnhof von
Bukarest befindet. Ein wichtiger Teil des Museums ist ein großes
computergesteuertes Diorama einer funktionierenden Eisenbahn. Das
Museum verfügt auch über Sammlungen von Modellen des in Rumänien
verwendeten rollenden Materials, mehrere Dampflokomotiven und Objekte,
die die Arbeit der rumänischen Bauingenieure Anghel Saligny und Elie
Radu (1854-1925 und 1853-1931) illustrieren.

as Rumänische Eisenbahnmuseum liegt gleich neben dem Bukarester
Nordbahnhof. Bereits 1934 nahm das Museumsprojekt erste Gestalt an,
eröffnete aber erst 1969. Herzstück ist ein sehr großes Diorama einer
funktionierenden Bahnanlage, das heute per Computer gesteuert wird.
Zahlreiche weitere Modelle zeigen Schienenfahrzeuge, die in Rumänien
Verwendung finden. An anderer Stelle beschäftigt sich die Ausstellung
mit der Arbeit der angesehenen rumänischen Bauingenieure Anghel Saligny
(1854-1925) und Elie Radu (1853-1931).

Auch wenn man es dem Museum nicht ansieht, so ist das Muzeul Cailor
Ferate ist eines der ältesten Eisenbahnmuseen Europas! Der Idee aus dem
Jahr 1924 folgend, wurde das Museum 1939 eingeweiht. Im Gegensatz zu
anderen Museen dieses Themengebietes gehörte und gehört dieses Haus in
den Bereich der Berufsausbildung, sollte ein professioneller Beitrag
zur Ausbildung der Personale der CFR sein. Natürlich wurde auch dem
‚gemeinen‘ Publikum gedacht, sollte doch auch ‚die vielfältigen
Aktivitäten der Eisenbahn, der Reichtümer und Schönheiten des Landes
und die Reisemöglichkeiten der CFR‘ dargestellt werden. Damals hatte
man nicht nur ein Gebäude zur Verfügung sondern auch ein Freigelände.
Leider wurde 1944 der größte Teil der Sammlung Opfer eines
Bombenangriffs.

In der heutigen Form präsentiert sich das Museum seit 2012. Heute
gehört es zum Nationales Eisenbahnqualifizierungs- und
Ausbildungszentrum der Eisenbahn.

"König Michael I" Park (Parcul "Regele Mihai I")
Der 1951 in seiner heutigen Form eröffnete Park ist sehr weitläufig
(der bedeutendste Park Bukarests und mit einer Fläche von ca. 187 ha
der zweitgrößte). Er erstreckt sich mit seinen schattigen Alleen und
der üppigen Flora an beiden Ufern des Herăstrău-Sees zwischen den
Straßen B-dul Aviatorilor, Şos. Nordului, Şos. Bucureşti-Ploieşti und
B-dul Constantin Prezan.

Der König-Michael-I-Park (Parcul „Regele Mihai I“), früher
Herăstrău-Park (rumänisch: Parcul Herăstrău), ist ein großer Park auf
der Nordseite von Bukarest, Rumänien, rund um den Herăstrău-See, einen
der vom Fluss Colentina gebildeten Seen.

Traditionell gelten die Ufer des Herästrau-Sees als beliebter
Erholungsort für die Bukarester Bevölkerung. Bereits zu Beginn des 18.
Jahrhunderts genoss Ecaterina, die Gemahlin des Herrschers Alexandru
Ipsilanti, Spaziergänge am See in Begleitung der Hofdamen. In den
folgenden Jahrhunderten nutzten auch die einfachen Bürger Bukarests den
Park, um an Feiertagen die frische Luft zu genießen und sich in der
kleinen Kneipe, die später „Bordei“ genannt wurde, zu vergnügen. Im
Jahr 1936, anlässlich der Ausstellung „Luna Bucureştilor“, erhielt der
Herästrau-Park den Namen König Carols II., der jedoch nicht lange
Bestand haben sollte. Nach der Machtergreifung der Kommunisten wurde er
in „W. I. Stalin“ umbenannt, dessen Bronzestatue (die nach dem Tod des
Diktators entfernt wurde) vor dem Eingang des heutigen
Charles-de-Gaulle-Platzes aufgestellt wurde.
Statue von Charles De Gaulle am Piața Charles de Gaulle im König-Michael-I-Park

Ceaușescu-Villa (Casa
Ceaușescu) - Ehemalige Residenz des früheren rumänischen Präsidenten
Ceaușescu mit 80 opulenten Räumen und üppigem Garten von 1964.
Da ich den Eintrittspreis für völlig überteuert erachte, der Besuch nur
im Rahmen einer geführten Tour möglich ist und außerdem Foto- und
Filmverbot besteht, verzichte ich auf einen Besuch. So verdienen die am
mir gar nichts.

Der Park umfasst eine Fläche von etwa 187 Hektar, wovon 74 Hektar auf
den See entfallen. Ursprünglich war das Gebiet sumpfig, doch diese
wurden zwischen 1930 und 1935 trockengelegt, und der Park wurde 1936
eröffnet. Er gliedert sich in zwei Zonen: eine naturbelassene Zone (mit
dem Dorfmuseum), die weitgehend unberührt bleibt, und einen
öffentlichen Bereich mit Freiflächen für Freizeitaktivitäten. Kleine
Boote sind auf dem See erlaubt.

Blick von der Herastrau-Brücke (Podul Herastrau) auf die Roseninsel (Insula Trandafirilor) im König-Michael-I-Park
Die im Park aufgestellten Denkmäler sind wahre Zeugnisse der
Kulturlandschaft. Sie zeigen rumänische und ausländische
Persönlichkeiten und verewigen nationale Legenden in Stein.

Am Denkmal für die Gründer der EU sind Statuen von Jean Rey, Paul-Henri Spaak, Konrad Hermann Joseph Adenauer u.a.

Flügel-Denkmal / Denkmal des antikommunistischen Kampfes (Monumentul "Aripi")
Das „Ali“-Denkmal ist eine
Skulptur auf dem Platz der Freien Presse in Bukarest, am Standort der
ehemaligen Lenin-Statue. Es ist den antikommunistischen
Widerstandskämpfern von 1945 bis 1989 gewidmet. Es ist eine Skulptur
von großem symbolischen und moralischen Wert.
Das Denkmal befindet sich vor dem Casa Presei Libere (Haus der freien
Presse), in der Nähe des Park Mihai I (Herestrău-Park) und der Șoseaua
Bucureşti-Ploieşti (der Straße, die Bukarest mit Ploiești verbindet),
der Hauptstraße, die zum Flughafen Otopeni führt.

Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag,
kann sich gerne dieses Video antun: