Banská Štiavnica

Schemnitz, August 2026

Banská Štiavnica (deutsch Schemnitz) ist die älteste Bergstadt der Slowakei mit etwa 9000 Einwohner. 1993 wurde die Stadt ins Weltkulturerbe-Verzeichnis der UNESCO aufgenommen. 1994 wurde der letzte noch bestehende Bergbaubetrieb eingestellt. 2017 wurde Banská Štiavnica der Ehrentitel „Reformationsstadt Europas“ durch die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa verliehen.

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KALVARIENBERG VON BANSKÁ ŠTIAVNICA
Dieser barocke Kalvarienberg, der auf einem steilen Hügel vulkanischen Ursprungs liegt, zählt zu den schönsten in Mitteleuropa. Er gehört zu den architektonischen Schätzen von Banská Štiavnica und bietet einen atemberaubenden Blick auf das Panorama der Stadt sowie den Štiavnica-Krater. Der Rundgang dauert etwa 1,5 Stunden. Das unterhalb des Kalvarienbergs gelegene Besucherzentrum ist ganzjährig geöffnet.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Die einzelnen Stationen (Kapellen) sind symmetrisch angeordnet und auf mäßig an- oder absteigenden Wegen erreichbar. Sie zeigen das Leben und die Leiden Jesu Christi und die Leiden seiner Mutter Maria. Die Kapellen und die Kirchen sind mit bunten Holzreliefs aus der Werkstatt des Dionysius Stanetti (1710–1767) und Fresken des österreichischen Barockmalers Anton Schmidt ausgestattet, die hinter Gittern geschützt die Ereignisse szenisch darstellen. Beschriftete Tafeln geben in Deutsch und Slowakisch kurze Erklärungen, so dass sich der Inhalt der Darstellungen leicht erschließt.

1. Kapelle Jesus verabschiedet sich von seiner Mutter: Jesus nimmt Abschied von seiner Mutter
Beurlaubung. Mein Scheiden, o Mutter! lass dir nicht fallen hart, die ganze Welf mit grosser Sehnsucht auf ihr Heil wart.

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Štiavnica ist eine Stadt, die im Herzen eines gewaltigen Vulkans liegt – eines der größten in Europa. Ein Vulkanausbruch aus den Tiefen der Erde förderte reiche Adern aus Edelmetallen und seltenen Gesteinen zutage und prägte damit für immer das Schicksal dieser Region. Einst unter den Namen Schemnitz und Selmecbánya bekannt, erlangte die Stadt in ganz Europa Berühmtheit. Über Jahrhunderte hinweg war Štiavnica – auch als „Silberstadt“ bezeichnet – die ergiebigste Quelle für Silber und Gold in Europa. Sie war eine Wiege technischer Innovationen, die von hier aus in die ganze Welt gelangten, und galt zudem als das bedeutendste Zentrum für technische Ausbildung ihrer Zeit.

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Willkommen auf dem KALVARIENBERG von Banská Štiavnica
Der Kalvarienberg stellt die Geschichte des letzten Weges Jesu dar. Er wurde als eine sorgfältig konzipierte Synthese aus Architektur, Bildhauerei, Malerei und Handwerkskunst errichtet, die harmonisch in die natürliche Landschaft eingebettet ist. Die Initiative zum Bau des Kalvarienbergs ging von Pater František Perger (1700–1771) aus, der der örtlichen Jesuiten-Gemeinschaft angehörte. Der Grundstein wurde am 14. September 1744 auf dem Scharffenberg (Ostrý vrch) gelegt. Sieben Jahre später war die Anlage fertiggestellt und wurde geweiht.

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Dieser barocke Architekturkomplex umfasst 17 Kapellen, drei Kirchen (die Untere Kirche, die Kapelle der Heiligen Treppe und die Obere Kirche) sowie die *Ecce-Homo*-Kapelle und die Kapelle des Heiligen Grabes. Die Erzählung der Passion Jesu findet ihren Höhepunkt auf der linken Seite des Areals, wo das Gelände steil zur Oberen Kirche ansteigt, in der die Kreuzigung dargestellt ist. Auf der rechten Seite des Komplexes säumen sieben Kapellen, die die „Sieben Schmerzen Mariens“ thematisieren, den Rückweg.

Im Jahr 1951 wurde der Kalvarienberg verstaatlicht, und religiöse Aktivitäten wurden eingeschränkt. Trotz einer Teilrestaurierung, die zwischen 1978 und 1981 unter der Leitung von Pater Karol Benovic aus der örtlichen Kirchengemeinde durchgeführt wurde, verfiel die bedeutende Anlage zusehends.

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UNTERKIRCHE – KAPELLE DES HEILIGSTEN HERZENS JESU
In Kapelle 4 befand sich das Altarretabel des Heiligsten Herzens Jesu, das aus einem Altarstein und einem darüber angebrachten Aufbau bestand. Der Altaraufbau war in Form des Heiligen Grabes gestaltet, versehen mit einem vergoldeten Rokoko-Rahmen (Rocaille-Rahmen) und einer Skulptur des Leichnams Jesu. Der Anblick des toten Leibes Jesu erinnert uns an sein Wort: „Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, der wird es retten.“ (Mk 8,35)

Über dem Grab befand sich ein großes, vergoldetes Herz mit einer Dornenkrone – das Herz als Quelle des Lebens. An den Seiten befanden sich Schnitzfiguren anbetender Engel. Von den genannten Bestandteilen des Altars sind heute nur noch der Altarstein, das Grab mit dem Rokoko-Rahmen sowie das Herz erhalten; die Schnitzfiguren wurden gestohlen. In der Kapelle sind zudem barocke Fresken erhalten, die das Erscheinungsbild des Altars bereichern.

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Im Laufe der Zeit verschlechterten sich die Fassaden erneut; einige der künstlerischen Elemente und Ausstattungsgegenstände wurden gestohlen, andere fielen Vandalismus zum Opfer. Die ursprünglichen Kunstwerke des Kalvarienbergs – darunter Holzreliefs und Statuen – wurden nach und nach in Sicherheit gebracht. Seit 2007 sind sie im Rahmen der Ausstellung „Kalvarienberg im Exil“ (*Kalvária v azyle*) im Alten Schloss öffentlich zu sehen. Dank des Einsatzes lokaler Aktivisten wurde die Kalvarienberg-Anlage Anfang 2007 in eine Liste der 100 am stärksten gefährdeten Kulturerbestätten weltweit aufgenommen. Dies stieß ein umfassendes Restaurierungsprojekt an, dessen erste Phase im Oktober 2018 abgeschlossen wurde. Angesichts der Lage des Ortes und der rauen klimatischen Bedingungen sind jedoch eine kontinuierliche Instandhaltung sowie weitere Investitionen erforderlich. Die Restaurierungsarbeiten dauern derzeit an; der Schwerpunkt liegt dabei auf den künstlerischen Elementen, wie etwa Fresken, Altären und skulpturalen Verzierungen.

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UNTERKIRCHE – KAPELLE DES SCHMERZHAFTEN HERZENS DER JUNGFRAU MARIA
Der 6. Altar in der Kapelle ist dem schmerzensreichen Herzen der Jungfrau Maria gewidmet. In der Grotte befand sich einst eine Statue der heiligen Maria Magdalena. Von dem ursprünglichen Pietà-Altar ist in der Kapelle nur noch der Unterbau erhalten – bestehend aus Altarstein, Baldachin und einer symbolischen Grotte mit einer Rocaille-Rahmung. Die zentrale Figurengruppe – der Leichnam Jesu im Schoß seiner Mutter sowie die in der Grotte liegende Maria Magdalena – fehlt heute. Maria Magdalena, die mit einem Kreuz in der Hand über einem Totenkopf – einem Symbol der Vergänglichkeit – dargestellt ist, verkörpert die Büßerin: „Ihre vielen Sünden sind ihr vergeben, denn sie hat viel geliebt.“ (Lukas 7,47)

Die Wände der Kapelle sind mit Fresken versehen, die die Illusion eines dreidimensionalen Raumes erzeugen: Um den Altar herum ist eine architektonische Kulisse mit gemalten Säulen und seitlichen Arkaden dargestellt. Die Perspektive dieser Wandmalereien lässt den Innenraum weitläufiger erscheinen. An der linken Wand befinden sich drei gemalte Medaillons, die die Geburt der heiligen Jungfrau, den heiligen Ignatius von Loyola (den Gründer der Gesellschaft Jesu) sowie die Immaculata zeigen (letzteres Gemälde ist heute stark beschädigt und kaum noch zu erkennen).

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Östlich der Stadt befindet sich der Kalvarienberg, ein Komplex dreier Kirchen, neunzehn Kapellen und einer Figurengruppe am und unter dem Berg Ostrý vrch (deutsch: Scharffenberg), der im Zeitraum 1744–51 unter einem großen Beitrag von Jesuiten entstand.

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DIE HEILIGE TREPPE
Sie stehen vor der Mittelkirche, die auch als „Heilige Treppe“ bekannt ist. Sie umfasst 34 Holzstufen, in denen ursprünglich Reliquien von Heiligen aufbewahrt wurden. Sie sind der Treppe in der Lateranbasilika in Rom nachempfunden – die einst aus Jerusalem dorthin gebracht wurde –, auf der Jesus der Überlieferung nach während seines letzten Weges gegangen sein soll.

Seit 2018 finden hier Restaurierungsarbeiten statt. Bisher wurden die Fresken, Altarelemente, Seitengänge, die Fassade, die Treppe sowie die Obelisken restauriert. Eine anspruchsvolle Restaurierung des Daches steht noch bevor. Die Mittelkirche ist das einzige Bauwerk, an dem sich noch ein Überrest der ursprünglichen Fassadendekoration erhalten hat.

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OBERE KIRCHE
Die Obere Kirche ist das wichtigste Wahrzeichen des Kalvarienbergs von Banská Štiavnica. Sie wurde 1745 erbaut. Hier finden die Kreuzwegstationen ihren Höhepunkt: Eine markante, lebensgroße Figurengruppe stellt den gekreuzigten Christus sowie die beiden mit ihm gekreuzigten Männer dar.

Man nimmt an, dass sich an dieser Stelle während der türkischen Belagerung ein Wachturm befand. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche durch Artilleriebeschuss beschädigt. Obwohl sie mehrfach teilweise instand gesetzt wurde, begann eine umfassende Restaurierung erst im Jahr 2012. Die Arbeiten wurden im Oktober 2018 abgeschlossen, womit die Hauptphase der Restaurierung des Kalvarienbergs beendet war. Weniger als ein Jahr später fand dort erstmals seit vielen Jahrzehnten wieder eine Heilige Messe statt.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Ausblick vom Kalvarienberg auf Banská Štiavnica

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17. Kapelle Heiliges Grab hinter der Oberkirche angebaut, einzige Station auf Ostseite des Bergs

17. Station - DAS HEILIGE GRAB
Die zentrale Botschaft dieser Station findet sich oberhalb der Nische des Heiligen Grabes, wo ursprünglich drei hölzerne Kartuschen angebracht waren. Die mittlere trug eine lateinische Inschrift: *Passus pro nobis mortuus et sepultus est*. Übersetzt: Er hat für uns gelitten, ist gestorben und wurde begraben.

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Grablegung Jesu - VI. Marias schmerzvoller Augenblick.
O Mutter! Lass uns die Tiefe deiner bitteren Schmerzen nachempfinden. Der leblose Leib deines geliebten Sohnes ruhte in deinen schwachen Armen.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Der Kalvarienberg in Banská Štiavnica, deutsch: Schemnitz, steht in Banská Štiavnica, einer Stadt in der Slowakei. Der Kalvarienberg wurde zwischen 1744 und 1751 gebaut. Das als Pilgerweg auf einem Berg angelegte barocke Ensemble besteht aus 25 Stationen, dazu gehören 24 Kapellen, 2 Kirchen, die Heilige Stiege und die Statuengruppe der Schmerzensmutter unter dem Kreuz. Zusammen mit der historischen Altstadt und technischer Bergbauanlagen in der Umgebung ist er Teil einer UNESCO-Welterbestätte in der Slowakei.

Die Achse von unten (Schmerzensmutter unter dem Kreuz) bis oben (Deutsche Kirche)

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Die barocke Anlage wurde nach einer Idee und auf Initiative des Jesuitenpriesters Franz Perger auf dem erloschenen Vulkankegel Scharffenberg (Ostrý vrch) in der Nähe und oberhalb der Stadt errichtet. Schemnitz prosperierte im 18. Jahrhundert durch den Bergbau und war damit in der Lage, den Bau finanziell zu unterstützen. Reiche Bürger, Adlige und Beamte der kaiserlichen Bergbauverwaltung spendeten Geld, und Hauer leisteten praktische Handarbeit beim Bau. Die Kapellen der Anlage zeigen an ihren Fronten die Wappen der Spender, z. B. von Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen, der am Dreifaltigkeitsfest 1751 den Berg besuchte. Am 14. September 1744 wurde der Grundstein gelegt und mit dem Bau der Oberkirche begonnen. Für die Verwaltung und Pflege wurde ein Fonds (Kalvarienfonds/Kalvársky fond) eingerichtet.

Der Kalvarienberg war die folgenden 200 Jahre lang ein beliebter Pilgerort. Diese Funktion verlor er ab 1951, da die kommunistische Regierung in diesem Jahr den Kalvarienfonds verstaatlichte und das Pilgern, das schon ab 1948 eingeschränkt wurde, gänzlich verbot. Der Verfall der Anlage setzte ein. Vandalismus und Kunstraub trugen auch nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Diktatur 1990 zum weiteren Verfall bei. Erst 2007, mit der Aufnahme in die Liste der 100 meistgefährdeten Denkmäler der Welt durch den World Monuments Fund, wurde mit der Rettung, dem Wiederaufbau begonnen. Der Kalvarienberg ist heute ein beliebtes touristisches Ausflugsziel. Es finden dort regelmäßig Wallfahrten, Heilige Messen und kulturelle Veranstaltungen statt.

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KOSTOL NANEBOVZATIA PANNY MÁRIE (KIRCHE MARIA HIMMELFAHRT)
Die Kirche wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts von den Dominikanern errichtet; ihr angeschlossen war ein Kloster mit einem weitläufigen Garten. Mit dem Bau dieser Kirche hielten erstmals Kreuzrippengewölbe in unserem Gebiet Einzug.

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Die Innenausstattung der Kirche stammt größtenteils aus einer späteren Zeit. Der Hauptaltar – ein klassizistisches Bauwerk mit Säulen – wurde 1811 errichtet. Das Altarblatt, das die Himmelfahrt Mariens darstellt, stammt von dem Wiener Künstler Vincent Fisher. Die dem heiligen Franz Xaver und dem heiligen Ignatius von Loyola gewidmeten Altäre sind älter; sie stammen aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und sind im Barockstil gehalten. Die Seitenaltäre des heiligen Josef und des heiligen Johannes von Nepomuk datieren aus dem ersten Viertel des 19. Jahrhunderts. Zu den ältesten Ausstattungsstücken der Kirche zählt ein spätgotischer Taufstein. Bemerkenswert sind zudem drei barocke Beichtstühle aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das Kirchengestühl stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert. Ebenfalls beachtenswert ist das Chorgestühl (*stallum*) im Presbyterium; dessen Rückwand zeigt ein Relief, auf dem Bergleute dem heiligen Michael ihre bergmännischen Insignien darbringen. Tatsächlich wurden sowohl der Hauptaltar als auch das *stallum* von Bergleuten aus dem Michal-Stollen in Auftrag gegeben.

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Seit mehr als acht Jahrhunderten ist die Pfarrkirche das geistige Herz von Banská Štiavnica. Die romanische dreischiffige Basilika ist das älteste sakrale Bauwerk der Stadt und dient den Gläubigen bis heute. Gemeinsam mit dem ehemaligen Dominikanerkloster bildete die Kirche nicht nur das religiöse, sondern auch das kulturelle und bildungsgeschichtliche Zentrum der Stadt. Über Jahrhunderte hinweg bot der Klosterkomplex Kranken und Bedürftigen Zuflucht und stellte damit eine wichtige Stütze für das Leben der örtlichen Gemeinschaft dar.

Dank schrittweiser Umbauten entwickelte sich die Kirche zu einer wahren Galerie architektonischer Stile und Formen; hier kamen die Bewohner von Banská Štiavnica mit den fortschrittlichsten architektonischen und künstlerischen Strömungen ihrer Zeit in Berührung. Die alten Mauern der Kirche sind eine lebendige Chronik, die die Geschichte der ältesten Bergbaustadt der Slowakei bewahrt und widerspiegelt.

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Die Pfarrkirche in Banská Štiavnica zählt zu den ältesten sakralen Bauwerken der Slowakei. Ihre Ursprünge reichen bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück; ursprünglich war sie dem heiligen Nikolaus geweiht und wurde später den Dominikanern übergeben. Experten vermuten jedoch, dass sie von den Benediktinern errichtet worden sein könnte – jenen geschickten Baumeistern und Bergbauunternehmern, die in dieser Region tätig waren.

Die ursprüngliche romanische Basilika verfügte über einen monumentalen Innenraum, der bis zu tausend Menschen Platz bot, einen kreuzförmigen Grundriss sowie einen reichen steinernen Bauschmuck. Im 16. Jahrhundert kamen kunstvolle gotische Portale und Fensterrahmen aus Stein hinzu – das Werk versierter Steinmetze.

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Im Laufe der Zeit unterlag das Bauwerk den jeweiligen historischen Gegebenheiten. Als die Region von den Osmanen bedroht wurde, diente die Kirche als Festung; während der Reformation wurde sie von den Evangelischen genutzt. Eine neue Blütezeit erlebte sie unter den Jesuiten, die die Kirche der Aufnahme Mariens in den Himmel weihten und sie mit prachtvollen Barockaltären ausstatteten. Im Jahr 1780 wurde die Kirche zur Pfarrkirche erhoben.

Nach einem Großbrand in der Nachbarschaft im Jahr 1806 wurde die Kirche im klassizistischen Stil nach einem Entwurf des Wiener Architekten Jozef Thalherr wiederaufgebaut. Die elegante Fassade und der lichtdurchflutete Innenraum verbergen heute geschickt alte romanische Mauern, wodurch die Kirche zu einer der am besten erhaltenen romanischen Basiliken in der Slowakei zählt.

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DIE AKADEMIE UND DER BOTANISCHE GARTEN (AKADÉMIA A BOTANICKÁ ZÁHRADA)
Mitte des 18. Jahrhunderts war Banská Štiavnica das bedeutendste europäische Zentrum für Bergbau und Hüttenwesen. Im Jahr 1763 wurde hier die weltweit erste technische Hochschule – die Bergakademie – gegründet, an der Hunderte hochqualifizierter Fachleute ausgebildet wurden. Sie ist von einem botanischen Garten umgeben, in dem unter anderem Mammutbäume, Japanische Zedern und weitere exotische Baumarten zu finden sind. Diese grüne Lunge der Stadt lädt zum Entspannen ein.

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Botanischer Garten Banská Štiavnica (Botanická záhrada Banská Štiavnica)

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Berufsbildende Schule für Forstwirtschaft (Stredná odborná škola lesnícka)

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Andreja Kmeťa, Banská Štiavnica, Slowakei

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KOSTOL SV. KATARÍNY (KIRCHE DER HEILIGEN KATHARINA) - Kirche der Hl. Katharina in der Innenstadt
Die Kirche, ein schönes Beispiel spätgotischer Architektur, stammt aus dem Jahr 1491 und zeichnet sich durch ein elegantes Sternrippengewölbe sowie zahlreiche herausragende steinerne Details aus. Im Altarraum haben sich Fragmente eines Wandgemäldes erhalten, das das Jüngste Gericht darstellt.

Links daneben das Rathaus (Radnica)

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Staatsarchiv (Slovenský banský archív)

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Das Rathaus von Banská Štiavnica ist ein bedeutendes historisches Gebäude am Rathausplatz, unweit der Katharinenkirche. Seine Geschichte reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück, als an dieser Stelle ein einstöckiges gotisches Haus, die sogenannte „Stuba Preatoriana“ oder „Stuba Judicis“, stand, das als Versammlungsort des Stadtrats diente. 1488 wurde dieses Gebäude erweitert und um ein Stockwerk ergänzt.

Das Rathausgebäude wurde im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut, wobei es seinen Renaissance-Charakter mit barocken Elementen bewahrte. Sein Uhrturm ist von vielen Teilen der Stadt aus sichtbar. Eine Besonderheit: Die Zeiger der Uhr sind vertauscht – der große Zeiger zeigt die Stunden, der kleine die Minuten an. Das Rathaus dient derzeit als Sitz der Stadtverwaltung von Banská Štiavnica. Das Rathaus ist eines der bedeutendsten Denkmäler von Banská Štiavnica und bildet zusammen mit seiner Umgebung einen integralen Bestandteil der historischen Altstadt, die zum UNESCO-Welterbe gehört.

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Die Jungfrau Maria (die Unbefleckte) - Panna Mária (Immaculata)
Im 16. Jahrhundert wurde die St.-Anna-Kapelle am Rathaus angebaut, die jedoch im 18. Jahrhundert abgerissen wurde. Heute steht an ihrer Stelle eine Marienstatue.

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STARÝ ZÁMOK (ALTE BURG)
Ursprünglich eine romanische Basilika aus dem 13. Jahrhundert, wurde sie während der Zeit der türkischen Überfälle zu einer Festung umgebaut. Heute beherbergt sie ein Museum mit einer Ausstellung zur Frühgeschichte der Region, einer Sammlung von Schießscheiben, einer Pfeifenmacherwerkstatt sowie einer Ausstellung unter dem Titel „Kalvarienberg im Exil“. Der Turm bietet einen eindrucksvollen Blick auf die Stadt.

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Das Alte Schloss (slowakisch Starý zámok), auch als Stadtburg Banská Štiavnica (slowakisch Mestský hrad v Banskej Štiavnici) bezeichnet, ist eine Festung in der mittelslowakischen Stadt Banská Štiavnica (Schemnitz). Es liegt in der Stadtmitte am Hang des Bergs Paradajs auf ungefähr 630 m n.m. und entstand gegen die Wende des 15. und 16. Jahrhunderts durch Umbau und Befestigung der vorherigen Pfarrkirche. Das Schloss ist eine der Dominanten der Stadt und Sitz des Slowakischen Bergwerkmuseums.

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Da die Festung nach dem Umbau im 16. Jahrhundert weder von osmanischen noch von anderen Truppen angegriffen wurde, blieb sie, abgesehen vom Eingangsturm, im ursprünglichen Zustand. Heute beherbergt die Festung das Slowakische Bergbaumuseum mit archäologischer Ausstellung, einen Nachbau eines spätgotischen Altars von Meister M S, Pfeife- und Schmiedewerkstatt, Uhrenausstellung, Ausstellungen der Barockplastik und Schützenscheiben sowie einer mittelalterlichen Folterkammer.

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NEUE BURG (NOVÝ ZÁMOK)
Dieses sechsgeschossige Gebäude ist ein prägendes Element der Stadtsilhouette. Es wurde 1571 als Festung und Wachturm zur Abwehr der Osmanen errichtet. Heute beherbergt es eine Ausstellung über die Kämpfe gegen die Osmanen – unter anderem mit einer Waffensammlung – und bietet einen einzigartigen Blick auf die Stadt.

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Von der Stadtburg Banská Štiavnica (Mestský hrad v Banskej Štiavnici) hat man gute Sicht zum Kalvarienberg von Štiavnica (Štiavnická kalvária).

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Das Alte Schloss dokumentiert die Stile von Gotik, Rennaisance und Barock. Die Geschichte vom Baukomplex des Schlosses beginnt am Anfang des 13. Jahrhunderts mit dem Zeitraum der Pfarkirche der Jungfrau Maria mit einem Friedhof. Später wurde die Bestattungfkapelle vom St. Michael mit einem Karner zugebaut. Die Kirche wurde vom Brand im Jahre 1442 und vom Erdbeben im Jahre 1443 beschädigt. In den Jahren 1497 - 1515 wurde sie zur gotischen Kirche umgebaut; im Rahmen dieser Bauetappe wurde das Befestigunswerk erhöht. In das Befestigungswerk wurden neben neuen halkeisigen Basteien auch zwei ältere turmartige Bauten Himmelreich und Eintrittsturm (Glockenturm) - eingegliedert. Nach der Niederlage der ungarischen Armee von den türkischen Heeren, am 29. August 1526, entstand eine reale türkische Bedrohung. Damit hing der Aufbau der Verteidigungssysteme zusammen.

Das führte in den Jahren 1546 - 1559 zum Umbau des sakralen Objektes zur gegentürkischen Festung.
Aus dem mittleren Schiff, nach der Beseitigung des Gewölbes, entstand der innere Hof. In den Nebenschiffen wurden einzelne Stockwerke ausgemauert. Die Erdgeschossräume dienten als Küche und Lager für Lebensmittel und Waffen. Im Erdgeschoss des Presbyteriums wurde eine Kapelle geschaffen. Die Säle auf den Stockwerken dienten als Wohnungsräume für die Garnison des Alten Schlosses (50 60 Männer). Der einzige Entritt in diesen Raum war der Nebeneingang der Kirche, der von einem Fallgitter geschützt wurde. Der Haupteingang wurde zugemauert. Später diente das Objekt als Lager, Stadteislager, Archiv, Bücherei, Turnhalle u ä. Am 1. Juli 1900 wurde in den Räumen des Alten Schlosses das Stadtmuseum geöffnet.

Im inneren Gelände verdient eine Bronzestatue von „Honvéd" (ungarischen Revolutionssoldat) die Aufmerksamkeit. Die Statue wurde vom Auftrag der Banská Štiavnicaer Bürger im Jahre 1899 angefertigt. Sie wurde vor das Mundloch des Stollens Glanzenberg als ein Denkmal der Freiheitskämfe in den Jahre 1848-1849 platziert. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde sie in das Alte Schloss platziert. Die Kanone zum Auseinandertreiben der Wolken hat Július Sokol aus Banská Štiavnica in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts hergestellt. Sie dient als eine Requisite während der „Salamander - Züge".

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Steinerne Barockstatuen: Die Ausstellung der Barockplastik befindet sich in den Räumen der militärischen Kapelle (vor dem Umbau im 16. Jahrhundert dienten die Räume als Kirchenpresbyterium) und präsentiert hauptsächlich die Barockstatuen aus der Säule der Heiligen Dreifaltigkeit auf dem Dreifaltigkeitsplatz (Nám. Sv. Trojice). Zum Aufbau der Pestsäule verpflichtete sich der Bürgermeister nach der Beendigung der Pestepidemie in den Jahren 1706 - 1711. Die erste Säule war einfach, aber im Jahre 1755, nach dem kaiserlichen Besuch, begann die Vorbereitung des Aufbaus einer grandiosen Statuengruppe nach den Wiener Vorbildern. Der Projektant des Werkes war Dionysios Stanetti; Steinmetzarbeiten besorgte Karl Holzknecht.

Die einzelnen Statuen sind 230 cm hoch und 2 Tonnen wiegend; sie stellen die Schutzpatrone der Bergleute und Pestschutzpatrone - St. Franz Xaver, S t. Rochus, St. Katharina, St. Joseph, St. Barbara, St. Sebastian uns St. Rosalia (eine liegende Statue) dar. In den Jahren 1978 - 1981 wurden sie durch Nachbildungen aus künstlichen Stein ersetzt. In der Ausstellung befinden sich die originellen Statuen und einige ältere Nachbildungen. An den Wänden der Kapelle befinden sich drei kupferne, polychromierte Barockkartuschen mit Wappen: dem Wappen des Bergärars, dem kaiserlich habsburgischen und dem Lothringen – toskanischen Wappen und dem Wappen der Stadt Banská Štiavnica, das zwei Eidechsen darstellt. Das Stadtwappen entstand aufgrund einer Sage, die das angebliche Erlebnis eines Hirten schiltert. Seine Herde weidend habe er zwei von einem Stein heraus kriechende Eidechsen gesehen. Eine war golden und eine silbern. Nach dem er den Stein aufgehoben hatte, hat er Gold und Silber gefunden.

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Die Kunst der Schmiede: Zu den hochentwickelten Gewerben in Banská Štiavnica gehört das Schmiedehandwerk. Das Statut der Schmiedezunft wurde im Jahre 1589 angenommen. Den grössten Aufschung erlebte die Zunft während der sgn. Goldzeit von Banská Štiavnica, im 18. Jahrhundert. Die dominanteste Persönlichkeit der Banská Štiavnicaer Schmiedekunst war Karol Fizély. In seiner Werstätte wurden fast alle bedeutenden Schmiedewerke in der Stadt (im Gelände der Bergakademie, Friedhofeintrittstore, Grabkreuze, Gittertore der Häuser) geschaffen.

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Die Ausstellung befindet sich auf drei Stockwerken des Nordturmes (ein Schmiedebalg aus dem 18. Jahrhundert, Schlossererzeugnisse, Fenstergitter, Aushängeschilder, bergmännische Anhängewaagen, Lampen, Dachständer, usw.). Den Ausstellungsbestandteil bilden auch im Freien installierte, geschmiedene Kreuze und Eisengusskreuze aus dem Zeitraum vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Merkwürdig ist z. B. ein Grabdenkmal von pseudogotischer Form mit fünf Eisengusssäulchen von Franz Schillinger, einem bedeutenden bergmännischen und militärischen Arzt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert. Er hat eine Typhusepidemie aufgelöst. In seinen Behandlungen widmete er sich Cholera und der ersten Hilfe für Bergleute. Er war Begründer der medizinischen und naturwissenschaftlichen Gesellschaft in Banská Štiavnica.

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Himmelreich: Im westlichen Teil des Befestigungswerks befindet sich ein Turm aus dem Ende des 14. Jahrhunderts, der ursprünglich als die Wohnung des Kirchners diente. Im 16. Jahrhundert wurde er zum Stadtgefängnis und zur Folterkammer umgebaut. Auf dem Stockwerk wohnte der Aufseher, der Verwalter des Objektes. Die unterirdischen Räume dienten als Gefängnis und Folterkammer für Verbrecher, Aufständler des Aufstandes der Bergleute in den Jahren 1525-1526 und unzufriedene Bergleute des 17. Jahrhunderts, die ihre Arbeit nicht antraten. Sie wurden einzeln in kleinen Räumen mit dicken Mauern, kleinen Fenstern und Tonboden geschlossen und mit Eisenfesseln gefesselt. In den alten Protokolen des Banská Štiavnicaer Berggerichtes war die Bastei spöttisch als Himmelreich bezeichtet, weil man tradierte, dass die hierher geratenen Personen nur den Tod erwarten konnten.

Gegenseitig des Glockenturmeingans sich befindliche, in die Mauer eingebaute Grabsteine
1, Weisser Doppelstein (Georgius Sorau) Gottes Vermahnung (1546)
2, Platte mit dem Relief eines menschlichen Kopfes (Juraj Cerendel) Kammergraf und Bürgermeister (1479)
3, Platte mit zwei Wappen (Ján Hohel) Kammergraf und Bürger (1480)
4, Platte mit einem Knochenman mit der Sense (Erasmus Rössel) Kammergraf, Bürger, Gewerke und Bürgermeister (1520)

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Große Glocke im Eingangsturm

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Glockenturm mit Aussicht: Den Kern des heutigen Turmes bildet ein spätgotischer Torturm vom quadratischen Grundriss. Das Erdgeschoß bildete die ursprüngliche Durchfahrt, in die man aus der östlichen Seite durch einen Portal und eine Brücke eintreten konnte. Das Interier ist mit einem spätgotischen Netzgewölbe eingewölbt; oberhalb des Portals befindet sich die Jahresangabe 1482. Während des Rennaisanceumbaus wurde ein Treppenhaus zwischen den Portalen des ersten Stockwers in der Mauer des spätgotischen westlichen Wandes nachträglich gehaut. Im 16. Jahrhundert wurde der Turm mit dem zweiten Stockwerk mit Schießscharten ergänzt. Im Ausstellungsraum des zweiten Stockwerks präsentiert man die älteren Turmuhren aus den Banská Štiavnicaer Türmen, die im 19. Jahrhundert durch neuere, modernere ersetzt wurden. Die Barockbauetappe bildet die Beendigung der Bauentwicklung des Turmes.

Die Burg hat die Bedeutung eines Bestandteiles der Stadtbefestigung verloren und der Turm wurde zum Glockenturm. Die Schießscharte an der südlichen Seite der Fassade wurde durch eine Barocksonnenuhr überdeckt. Auf dem dritten Stockwerk gibt es drei Glocken; eine gotische, eine im Jahre 1732 reparierte Rennaisanceglocke und eine Barockglocke aus dem Jahre 1732. Über dem dritten Stockwerk befindet sich ein niedriges Geschoss mit einer Uhrmaschine in der Eisengusskonstruktion mit Messingbezahnung und Holzwalzen. Der ganze Turm wird mit dem zwiebelformigen Kupferdach abgeschlossen.

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Die Geschichte von Banská Štiavnica ist reich und umfassend. Im Mittelalter verbargen sich hier unter dem Vulkangestein Schätze von geradezu märchenhaftem Ausmaß. Einer Legende nach beobachtete ein Hirte, der durch die Gegend wanderte, wie zwei Eidechsen unter einem Stein hervorkamen – die eine war mit Silberstaub bedeckt, die andere mit Gold. Der Hirte hob den Stein an und entdeckte das erste Silber- und Golderz. Genau an dieser Stelle, auf dem Berg Glanzenberg, wurde eine neue Stadt gegründet, die nach dem Hirten – sein Name war Sebenitz – benannt wurde.

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Dreifaltigkeitsplatz (Trojičné námestie) - NÁMESTIE SV. TROJICE (PLATZ DER HEILIGEN DREIFALTIGKEIT)
Der Hauptplatz der Stadt ist von Palästen im Renaissance- und Barockstil gesäumt – den Wohnsitzen der wohlhabendsten Bürger. Den Platz dominiert eine steinerne Pestsäule aus dem Jahr 1674, die in der Werkstatt des Bildhauers Dionýz Stanetti entstand. Vom oberen Teil des Platzes aus erreicht man in 15 Minuten den nächstgelegenen *Tajch* (ein historisches Wasserreservoir) – das Reservoir Veľká Vodárenská.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

BERGGERICHT UND MICHAEL-STOLLEN (BERGGERICHT A ŠTÔLŇA MICHAL)
Im ehemaligen Gebäude des Berggerichts befindet sich eine mineralogische Ausstellung mit über 400 Mineralienarten aus aller Welt. Auf dem Gelände liegt ein kurzer (75 m), leicht zugänglicher Bergbaustollen, der sogenannte Michael-Stollen. Im Erdgeschoss des Gebäudes ist zudem eine Touristeninformation untergebracht.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Banská Štiavnica war einst in vielerlei Hinsicht führend in der technischen Entwicklung. Vor der Entdeckung Amerikas zählten die hiesigen Bergwerke zu den bedeutendsten Silber- und Goldquellen Europas, und die Stadt fungierte als zentraler Knotenpunkt für diesen Wirtschaftszweig. Im Jahr 1627 wurde hier erstmals Schießpulver für friedliche Zwecke eingesetzt; der Einsatz von Sprengstoffen bei der Rohstoffgewinnung veränderte die Produktionsprozesse grundlegend.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Da die Gewinnung von Edelmetallen immer schwieriger wurde, gewannen technische Fortschritte im Bergbau zunehmend an Bedeutung. Diese Notwendigkeit löste in der Stadt einen wissenschaftlichen Aufschwung aus. Zahlreiche Erfindungen entstanden hier, und viele Wissenschaftler sind eng mit Banská Štiavnica verbunden. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelte Matej Kornel Hell eine wasserbetriebene Pumpe, während Samuel Mikovíni ein komplexes System aus Stauseen und Kanälen entwarf, um das für den Betrieb solcher Maschinen benötigte Wasser zu sammeln. Das technische Goldzeitalter des Bergbaus erforderte bestens ausgebildete Fachkräfte im Ingenieurwesen. Dies führte 1762 zur Gründung der renommierten Bergakademie – der weltweit ersten Hochschule ihrer Art. Dort lehrten angesehene und anerkannte Professoren Fächer wie Bergbau, Metallurgie und Forstwirtschaft.

Die Kirche der hl. Katarina von Alexandria befindet sich an einem recht steilen Hang am unteren Ende des Dreifaltigkeitsplatzes, an der Kreuzung der Hauptverkehrswege von Banská Štiavnica. Sie ist in Nordwest-Südost-Richtung ausgerichtet. Ihre Lage ist dominant: Sie befindet sich mitten im Stadtzentrum, am Schnittpunkt der beiden bedeutendsten mittelalterlichen Straßen – heute treffen hier der Dreifaltigkeitsplatz und die Andrej-Kmeť-Straße aufeinander.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Die St.-Katharinen-Kirche ist ein spätgotisches Gotteshaus in der slowakischen Stadt Banská Štiavnica. Sie ist der heiligen Katharina von Alexandrien geweiht. Der Bau wird auf die Jahre 1488 bis 1491 datiert; die Weihe der Kirche erfolgte im Jahr 1500. Fünfzig Jahre später wurde sie zur Pfarrkirche erhoben. Das Jahr 1491 wird zudem als Gründungsjahr der Kirche genannt. Älteren Quellen zufolge begann der Bau bereits 1443 oder 1444 – in einer Zeit, in der die Bewohner von Banská Štiavnica nach der Zerstörung der alten Stadt in das Gebiet der heutigen Stadt umsiedelten. Von 1580 bis 1675, während der Zeit der Reformation, gehörte sie zur lutherischen Kirche. Ab 1658 wurden dort Gottesdienste in slowakischer Sprache abgehalten, weshalb sie auch als „slowakische Kirche“ bezeichnet wird.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Die ursprüngliche Einrichtung der Kirche wurde im 18. Jahrhundert verändert. Von den sieben barocken Altären, die damals aufgestellt wurden, ist heute noch der Hauptaltar – ein Säulenaltar der heiligen Katharina aus dem Jahr 1727 (restauriert 1887) – erhalten. Neben dem Altar ist bis heute das Gemälde der Vermählung der heiligen Katharina mit Christus erhalten geblieben, das dem Maler J. G. Grossmayr zugeschrieben wird. Die Altarbilder wurden ursprünglich entsprechend den liturgischen Zeiten des Jahres gewechselt. Neben den Konsolen befinden sich Statuen der heiligen Barbara und der heiligen Margareta.

Der Hauptaltar und die Kanzel sind aus der Barockepoche. Auf dem Altar ist das Bild der Verlobung der hl. Katharina von Alexandria der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind. Rechts gibt es die Statue der hl. Margareta und links ist die Statue der hl. Barbara. An der Wand neben dem Hauptaltar befindet sich eine Freske aus dem 15. Jh. Sie stellt das letzte Gericht dar. Es wird vorausgesetzt, dass die Freske an allen Wänden in der Kirche ist.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Das Kirchenschiff ist vollständig von sternförmigen Gewölben überspannt. Diese Gittergewölbe erstrecken sich bis zu figürlichen Kragarmen im Hauptraum. Es weist große Ähnlichkeit mit dem Gewölbe des Kirchenschiffs der Heilig-Kreuz-Kirche in Kezmarok auf. Aufgrund dieser Ähnlichkeit und der ähnlichen figürlichen Innenausstattung wird angenommen, dass dieselben Steinmetze an beiden Kirchen gearbeitet haben. Die Seitenkapellen öffnen sich durch Spitzbögen zum Kirchenschiff hin und sind überwiegend mit sternförmigen Gittergewölben überspannt.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Viele Elemente der Innenausstattung zeugen von der hohen Kunstfertigkeit der Steinmetze und Zimmerleute. Besonders hervorzuheben sind die fein gearbeiteten Details der Portale, die figürlichen Kragarme und das reich verzierte Baptisterium. In der Hauptfassade befinden sich drei hohe Fenster mit Buntglas. Der untere Teil ist mit einem halben dreispitzigen Blattmaßwerk versehen.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Die Historie der Kirche betont die Statue von Madonna aus dem 16. Jh., die aus dem originellen gotischen Hauptaltaraltar kommt. Ihr Autor ist Meister M.S. Gegenüber ihr befindet es sich eine Gruppe von Statuen. Es ist die hl. Anna mit der Jungfrau Maria aus dem 19. Jh. In der Kirche gibt es fünf Seitenkapellen. Jede Kapelle gibt es verschiedene Muster von Gewölben und Steinverzierung von Fenstern.

In der ersten Kapelle befindet sich der Pieta-Altar. Auf dem Gemälde sehen wir die hl. Elizabeth von Ungarn, die gleichzeitig auch mit dem hl. Emrich an der Vitrage dargestellt ist.
Der nächsten Kapelle dominiert der Altar des hl. Johannes des Evangelisten. Das Gemälde aus dem Ende des 19. Jh. stellt die Verkündig von der Jungfrau Maria dar. Aus der Vitrage wird die Offenbarung der Rosenkranzmadonna dem hl. Dominik abgebildet.
In der dritten Kapelle ist der Altar des Gottesherzens. Die Vitrage stellt die hl. Dreifaltigkeit dar. Auf dem Bild ist kleiner Johannes der Täufer dargestellt. Hier befindet sich der Steintaufbecken aus dem 15. Jh. Es ist einer der bedeutendsten Bestandteile der Kirche.
In der vierten Kapelle ist der Altar des hl. Ignac von Loyola. Die Vitrage stellt die Verkündigung der Jungfrau Maria dar. Hier befinden sich auch das Bild der Geburt von Anton Schmidts aus dem 18. Jh.
Der Altar in der letzten Kapelle ist dem hl. Johann von Nepomuk geweiht. Die Vitrage bildet den hl. Georg und den hl. Ambros ab.
Die Kapelle der Jungfrau Maria von Lourdes passt architektonisch nicht zu fünf anderen Kapellen. Dieser Raum sollte als nächster Eingang in die Kirche dienen. Gegenüber, neben dem Eingang in die Kirche, ist ein Kruzifix aus dem 15. Jh. Die Vitrage stellt den hl. Josef, das Jesuskind und den hl. Johannes den Täufer dar.

Der Renaissancevorraum wurde im Jahre 1555 gebaut, als die Kirche zur Pfarrkirche wurde. Hier befindet sich das Barockbild der Kreuzigung aus dem 18. Jh. Der zweistöckige Chor und die Orgel von Werkstatt Riegers aus Budapest hergestellt sind aus dem Ende des 19. Jh.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Die Kirche ist ein spätgotischer, einschiffiger Bau. Die polygonale Kapelle geht nahtlos in das Kirchenschiff und die westliche Empore über. Charakteristische spätgotische Strebepfeiler sind in die Gesamtstruktur integriert. Zwischen diesen Pfeilern, an der Nordseite des Kirchenschiffs, sind drei gotische Kapellen eingefügt. Neben dem Chor (Presbyterium) schließt sich die Sakristei an. Der mehrgeschossige Bereich in der südwestlichen Ecke des Kirchenschiffs diente im unteren Teil ebenfalls als Kapelle; im Obergeschoss befindet sich die Empore, die einen direkten Zugang von außen ermöglicht. Der Raum ist mit Tonnengewölben und Stichkappen (Lunetten) gedeckt.

Unter der Kirche liegt eine Krypta, in der Bürgermeister und bedeutende Bürger der Stadt bestattet wurden. Das ursprüngliche Eingangsportal befindet sich an der Westfassade; in den oberen Ecken sind figürliche Konsolen angebracht. Über dem Portal ist das Stadtwappen aufgemalt, versehen mit der Jahreszahl 1555 (dem Jahr, in dem die Kirche zur Pfarrkirche erhoben wurde). Im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts wurde die barocke Kapelle des heiligen Johannes von Nepomuk an die Kirche angebaut. Ihre pastellviolette Farbgebung lässt die Kapelle wie ein kleines Juwel vor den monumentalen grauen Mauern der Kirche hervorstechen. Aus der ursprünglichen gotischen Ausstattung sind ein wertvolles, reich verziertes steinernes Taufbecken aus dem 16. Jahrhundert sowie ein Kreuz aus dem 15. Jahrhundert erhalten geblieben. Die bis heute bewahrte Marienfigur ist eine sehr wertvolle Holzskulptur aus dem Jahr 1506, die ursprünglich vom Hauptaltar stammte.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Das Wandgemälde, das das Jüngste Gericht darstellt und sich an der Südwand des Chorraums befindet, ist das kostbarste Stück dieser Kirche. Es entstand durch eine Kombination zweier Maltechniken: Freskomalerei und Seccomalerei. Die Szene beginnt im Gewölbe, wo Christus als Erlöser der Welt dargestellt ist. In dem durch die Gewölberippen gegliederten Bereich erscheint Christus erneut; er sitzt auf einem Regenbogen, wobei seine Füße auf dem Erdball ruhen. Neben ihm sind die Jungfrau Maria und der Evangelist Johannes abgebildet. Unter ihnen befindet sich eine Gruppe stehender und sitzender Menschen. Es ist anzunehmen, dass es sich um die zwölf Apostel handelt, doch aufgrund des schlechten Erhaltungszustands des Gemäldes lassen sich die Figuren nicht mehr eindeutig identifizieren. Unterhalb dieser Szene ist die Seelenwägung dargestellt, bei der der Erzengel Michael gegen den Teufel kämpft. Auf der linken Seite ziehen die Erlösten in Richtung Himmelspforte, begleitet von einem Chor aus Engeln. Auf der rechten Seite ist eine Menschenmenge zu sehen, die von Teufeln vorangetrieben wird – vermutlich in den Schlund des Leviathans. Die Teufel tragen Fahnen mit Tierdarstellungen, die für die sieben Todsünden stehen. Das Wandgemälde wurde während der letzten Restaurierung der Kirche in den Jahren 1971–1973 entdeckt. Man geht davon aus, dass es ursprünglich auch die anderen Wände bedeckte. Es ist das größte Werk seiner Art in der Slowakei.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Die Fenster der Kapellen sind mit farbenprächtigen Glasmalereien geschmückt. Der untere Teil ist in vier Abschnitte unterteilt, die mit Glasmalereien christlicher Szenen gefüllt sind. An den oberen Teil des Fensters schließt sich das dreispitzige, halbe Blattmaßwerk an. In der Mitte befindet sich ein vierspitziges Blattmaßwerk, flankiert von Flammenmaßwerk. Einige Teile der Fenster stammen aus dem Jahr 1894, die farbenprächtigen Glasmalereien der Kapellen aus dem Jahr 1907.

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Das Andrej-Kmet-Denkmal in Banská Štiavnica ist nicht nur ein interessantes Kunstwerk, sondern auch ein bedeutender Ort, der an einen der herausragendsten slowakischen Gelehrten und Sozialreformer erinnert. Das Denkmal zeigt Andrej Kmet – einen Archäologen, Botaniker, Ethnografen und Priester, der auch als „slowakischer Schliemann“ bekannt ist. Die 1938 von František (Fraň) Gibala geschaffene Skulptur zeichnet sich durch ihre reiche Symbolik aus: Das Buch verweist auf Kmets wissenschaftliche Arbeit, die Rose auf seine botanischen Errungenschaften und die Urne auf sein archäologisches Interesse. Das Denkmal befindet sich in der Kammerhofská-Straße im historischen Zentrum von Banská Štiavnica, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Die St.-Katharinen-Kirche (Kostol sv. Kataríny) in Banská Štiavnica ist ein wunderschönes historisches Wahrzeichen, das den Charme des Mittelalters und die Atmosphäre des alten Štiavnica widerspiegelt.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Námestie sv.trojice

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Das Alte Schloss in Banská Štiavnica (Starý zámok v Banskej Štiavnici)

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Kalvarienberg von Štiavnica (Štiavnická kalvária)

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Radničné námestie, Banská Štiavnica, Slowakei

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Goldene Salamander (Zlatá salamandra)
Ein Kunstwerk in der Nähe des Rathauses, das die Geschichte von Banská Štiavnica darstellt. Die Skulptur zeigt wichtige Persönlichkeiten aus dem Stadtleben und enthält auch Eidechsen aus der Gründungslegende der Stadt.

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Radničné námestie und Námestie svätej Trojice, Banská Štiavnica

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Rathaus (Radnica), St.-Katharinen-Kirche (Kostol sv. Kataríny), Dreifaltigkeitssäule (Morový stĺp)
Radničné námestie und Námestie svätej Trojice, Banská Štiavnica

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

Dreifaltigkeitssäule von Banska Stiavnica (Morový stĺp v Banskej Štiavnici)

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026

St.-Katharinen-Kirche (Kostol sv. Kataríny) und Rathaus (Radnica) am Námestie svätej Trojice, Banská Štiavnica;
Im Hintergrund am Hügel Neues Schloss Schemnitz (Nový Zámok).

 Banska Stiavnica, Schemnitz, August 2026



Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: